Grünlandbestände kontrollieren und pflegen

Jährliche Pflegemaßnahme sichert Ertrag und Qualität

Kontrollieren Sie Ihren Ausgangsbestand. Dichte Grasnarben sind die Voraussetzung für gesundes, hochverdauliches gut silierendes Futter mit geringen Anteilen an energie- und proteinarmen Arten für ein wiederkäuergerechtes Grundfutter. 
 

Auf den stark mäusegeschädigten Narben kann dieses Jahr ausnahmsweise bei hohen Lückenanteilen über 15 – 20 % (>= 2 Handflächen auf einer 40 x 40 cm großen Fläche) zum 1.Schnitt nachgesät werden müssen. In Lücken wandern unerwünschte Arten mit hohem Verdrängungspotential wie Ampfer, Gemeine Rispe usw. ein. Überprüfen Sie die Bestände auf Lücken, minderwertige Gräser oder giftige Unkräuter. Ist eine grundlegende Sanierung notwendig oder reicht die jährliche Übersaat?
 

Als Standardmaßnahme sollten jetzt im Frühjahr die Wiesen abgeschleppt werden und in lückigen Beständen nachgesät werden. Dadurch werden die Gräser im Wachstum angeregt. Mit dem Abschleppen können neben dem Einebnen von Maulwurfshügeln und Wildschäden auch Reste von organischen Düngern optimal in der Fläche verteilt werden.

 

Die Nachsaat mit Aussaatmengen von 20 – 25 kg/ha wird dort empfohlen, wo die Narbe stark lückig ist, der Bestand jedoch einen erhaltungswürdigen Restgrasbestand aufweist. Der Bestand muss ausreichend Lücken aufweisen oder es sind künstliche Lücken zu schaffen (Egge, Striegel, z. B. zum Ausrechen der Gemeinen Rispe).


Die Nachsaat sollte mit Spezialsämaschinen (Köckerling, Vredo, Güttler) durchgeführt werden. Anschließend walzen! Der Bestand ist nach der Nachsaat kurz zu halten, daher sind die Folgeaufwüchse frühzeitig und häufig zu nutzen. Vor der Nachsaat wird eine Düngung mit 40 kg N/ha empfohlen. Wenn möglich keine Gülledüngung im Nachsaatjahr.