Schossergabe in Wintergerste

Aktuelle Bestandesdichte entscheidet über den Zeitpunkt

Der Zeitpunkt und die Höhe der 2. N-Gabe sollte von der Bestandesentwicklung abhängig gemacht werden. Bei überzogenen Beständen, meist mit Güllegaben im Herbst (müssen in der Düngebedarfsberechnung voll angerechnet werden) und frühen Güllegaben im Februar kann zugewartet werden. 

Sehr späte, zum Teil erst Mitte Oktober gesäte Bestände, welche in der Bestandesdichte gefördert werden müssen, sollten frühzeitig mineralisch nachgedüngt werden. Normal entwickelte Wintergerste befindet sich zwischen Ende Bestockung und BBCH 31 (1-Knoten-Stadium). Üppig wachsende Bestände sind aktuell gut versorgt. In der Bestandesdichte überzogenen Beständen sollten mit einem verhaltenen N-Angebot in EC 30 die Möglichkeit gegeben werden, unproduktive Seitentriebe zu reduzieren. 2.N-Gabe erst in EC 31.

Unterdurchschnittlich entwickelte Bestände sollten dagegen zur Trieberhaltung frühzeitig die Anschlussdüngung erhalten. Ab EC 31 beginnt das Ährenwachstum. Achtung! Auf ausreichende N-Versorgung achten:

  • Normale Bestandesdichte: 50 - 60 kg N in EC 30/31 mit N fördern, um angelegte Triebe zuerhalten.
  • Hohe Bestandesdichte: 40 – 60 kg N in EC 31/32

Bedarfsrechnung: Richtwert: 130 – 150 kg N/ ha abzüglich N-min, erste Gabe und Gülle. Nach verhaltener Andüngung bei mehrzeiliger Wintergerste oder bei Hybridgerste fällt die Schossergabe im Vergleich zur 2-zeiligen entsprechend höher aus! Beachten Sie Ihre eigene Düngebedarfsberechnung.