Triticale – Fusariumgefahr

Regen in der Blüte nach Getreidevorfrucht sind Risikofaktoren

Bei bestehendem Fusarium-Risiko während der Blüte sollte die Behandlung nach den Gewitterschauern zum Abschluss gebracht werden. Gegen Ährenfusariosen ist in Triticale 1,25 l/ha Input Classic möglich.
Das Julius-Kühn-Institut (JKI) hat mit den oben genannten Produkten eine Reduzierung des Mutterkornbefalls im Erntegut bis 40 % feststellen können. Die besten Nebenwirkungen wurden allerdings zu einem etwas früheren Termin (Ende Ährenschieben, BBCH 59) festgestellt. Dies wäre früher als der optimale Termin gegen Fusarium (beginnende Blüte nach Regenschauern) es wäre. Zugelassene Produkte gegen Mutterkorn gibt es nicht. Es bleibt nur die Nebenwirkung bei einer Indikation gegen Fusarium in Triticale bzw. Braunrost in Roggen.


Der Infektionskreislauf von Mutterkorn beginnt mit der Sporenbildung auf den vorjährigen Mutterkörnern (Sklerotien) die auf den Boden gefallen sind. Sporen werden mit dem Wind verteilt und in die Bestände getragen. Daher macht es Sinn, Bestände möglichst ungrasfrei zu halten und die Mutterkornbildung durch Mulchen der Feldwege zu unterbinden.