Bewässerung im Weinbau

Bewässerung Äpfel und Kernobst
Bewaesserung als Frostschutz
Bewässerung von Beeren

Tropfbewässerung: Mit kleinsten Mengen optimal bewässern

Extremwetterlagen nehmen zu, Niederschläge in Frühjahr und Sommer bleiben aus: Das Wetter ist unberechenbar geworden und stellt Winzer zunehmend vor große Herausforderungen, um die Auswirkungen von Trockenheit und Starkregen, Schädlings- und Pilzbefall, aber auch Spätfrösten an den Weinstöcken zu minimieren.

Mikrobewässerung im Weinbau

Anhaltende Trockenheit oder Staunässe setzt besonders jungen Pflanzen zu. Um Stockausfälle und Wachstumseinbußen zu vermeiden, ist daher eine kontrollierte Bewässerung erforderlich – je nach Entwicklungsstadium, Bodenart, Sorte und Anbautechnik. 

Ideal für den Weinbau, ob in Hang- oder Flachlage

Mit der Tropfbewässerung kann nahezu jedes Gelände bewässert werden, ob als fliegende Leitung oder Dauerinstallation. Entscheidend dabei ist, dass die Wasserverteilung gleichmäßig erfolgt. Dies übernehmen die Schläuche der Tropfbewässerungsanlage, die je nach Wasserdruck tröpfchenweise und in bestimmter Menge Wasser über spezielle Tropfelemente abgeben. Auf diese Weise bleibt die Verdunstung sehr gering, die Reben werden zielgenau und tief im Wurzelbereich bewässert. Druckkompensierende Tropfelemente ermöglichen auf der gesamten Fläche eine homogene Verteilung des Wassers. Selbst in Hanglagen ist der Auslass der Tropfelemente in über 98-prozentiger Genauigkeit gegeben. Je nach Wetterlage und Bewässerungsstrategie ist die Wasserversorgung in welcher Menge und Dauer bewässert wird, über das System steuerbar. Automatisierte Bewässerungsanlagen übernehmen die präzise Messung des Wasserbedarfs.

Rebwuchs entscheidend für die Traubenqualität

Trockenstress ist besonders im Stadium Erbsengröße der Beeren bis zum „Weichwerden“ der Beeren schlecht für die Qualität des Endproduktes Wein. In extrem trockenen Jahren dient Tropfbewässerung selbstverständlich auch den Ertrag zu sichern.

Gerade in Hanglagen mit wenig Erdreich ist es essienziell, eine gleichbleibende Feuchtigkeit im Boden zu halten. Die Begrünung im Weinberg schützt beispielsweise vor Erosion und Verdunstung, verbessert langfristig die Bodenstruktur und verhindert Bodenverdichtungen. Anpassungsmaßnahmen an Boden und Klima, tragen dazu bei, Erträge in gewünschter und stabiler Qualität zu erzeugen.

Zum Risikomanagement gehört auch die Bevorratung von Wasserreserven, um eine unabhängige und kontinuierliche Bewässerung der Kulturen aufrechtzuerhalten. Eine bestmögliche Versorgung der Systeme kann über Wassersilos, Speicherbecken oder mit geringem Aufwand über IBC (Intermediate Bulk Container) gewährleistet werden. Wir unterstützen Sie bei der Planung und Fertigstellung Ihrer Anlage und stehen Ihnen mit weiteren Beratungsangeboten zur Seite.

Nehmen Sie gleich Kontakt auf – über das bereitgestellte Kontaktformular oder besuchen Sie uns am nächstgelegenen BayWa Standort.

Umfassende Beratung für Ihren Erfolg:

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Warum eine aktive Bewässerung im Weinbau zukünftig wichtiger wird

Die Mikrobewässerung hat sich gerade im Weinbau bewährt und wird am häufigsten eingesetzt, um Weinstöcke bestmöglich mit Wasser zu versorgen. Eine aktive Bewässerung per Tropfbewässerung schützt die Kulturen langfristig vor Trockenheit. Praktiken wie Mulchen oder die Weinbergbegrünung helfen zusätzlich gegen Wassermangel, indem die natürliche Vegetationsdecke dafür sorgt, dass weniger Wasser verdunstet und der Boden gleichzeitig angereichert wird.

BewässerungsmethodeTropfbewässerung
 
Versorgung der Pflanze

Punktuelle homogene Wasserverteilung auch in starken Hanglagen. 

Wasser und Nährstoffe gezielt am Hauptwurzelbereich ausbringen; aktiver Stoffwechsel; wasserlösliche und bedarfsgerechte Düngerzufuhr witterungsunabhängig und präzise (Fertigation); deutlich verringerte Nährstoffauswaschung.

Durch längere, aber seltenere Wassergaben ist das Versickern des Wassers in die Hauptwurzelzone (im Weinbau ca. 50 bis 80 cm in der Ertragsanlage) besser geeignet, als es bei Oberkopfbewässerung möglich ist.

Technik im Einsatz & Vorteile

Druckkompensierende Tropfschläuche mit möglichst 50 cm Tropferabstand. Die Tropferleistung je Stunde sollte insbesondere bei mittlerer und hoher Bodengüte nicht über 1,6 Ltr./h liegen, um Pfützenbildung zu verhindern. Das Wasser braucht Zeit, in die Tiefe zu gelangen. 

Sehr hohe Wassereinsparung im Vergleich zu Oberkopfbwässerung. Gassen bleiben trocken, der Pilzdruck durch zusätzliche Blattbenässung fällt hier aus.

 

Zubehör / Erweiterungen

Je nach Größe der Anlage: Tropfbewässerungstechnik in Kombination mit solargestützter Bewässerung; automatisiert, teilflächenspezifisch; smarte Bewässerungssteuerung gestützt durch passende Sensorik zu empfehlen, komfortable und einfache Steuerung mit webbasierter Bedienung inkl. Störmeldungen und Dokumentation; ausreichendes Leitungsnetz, Wetterstation, Pump- und Steuerungstechnik.

Bewässerungsmethode 
Versorgung der PflanzeHomogene Bewässerung mittels druckkompensierenden Tropfelementen. Die Oberflächenverdunstung wird auf ein Minimum reduziert. 
Technik im Einsatz & Vorteile 
Zubehör / Erweiterungen 
BewässerungsmethodeOberkronenfrostschutz
Frostberegnung Oberkopf
Versorgung der Pflanze 
Technik im Einsatz & VorteileMeganet Rundregner (mit 2,5 bis 3 bar) oder Streifenregner. Diese benötigen weniger Wasser auf der Fläche, sind aber etwas windanfälliger  
Zubehör / ErweiterungenGenügend Wasserspeicher; ausreichendes Leitungsnetz, Wetterstation, Pump- und Steuerungstechnik. Wasser muss vollautomatisch gefiltert werden.

 

Wasser sparen und Plastikmüll vermeiden

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Wasser sparen und Plastikmüll vermeiden

Die Tropfbewässerung zählt zu den ressourcenschonendsten Bewässerungsarten. Die dünnwandigen Einwegschläuche werden in der Regel jährlich ausgetauscht. Um die Mikrobewässerung noch nachhaltiger zu gestalten, bietet die BayWa gemeinsam mit ihrem Partner Netafim einen Rücknahme-Service mit professionellem Recyclingsystem an. 

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