Heuraufen
Das natürliche Raufutter ist nicht nur bei Pferden Alltagsmenü. Vom Kleintierzüchter bis zum Halter von Weiderindern: Wer ein pflanzenfressendes Nutz- oder Haustier hat, braucht die passenden Futterraufen. Lassen Sie sich Ihre Heuraufen für Pferde, Kühe, Kaninchen und Co. direkt liefern – im BayWa Onlineshop finden Sie eine ausgesuchte Auswahl an Heuraufen bekannter Qualitätsmarken. Im Bereich Stall, Weide & Technik gehören artgerechte Futterraufen zur wichtigsten Grundausstattung.
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Viele Tierarten, darunter sehr unterschiedliche wie Pferd und Kaninchen, nutzen Heu beziehungsweise Raufutter als wichtige Nahrungskomponente. Alle brauchen hochwertiges und vor allem trockenes Heu, und das bietet die Heuraufe. Jederzeit und selbstbestimmt haben die Tiere Zugang zum trocken gelagerten Futter.
Ein weiterer Vorteil der Raufen ist die effektive Nutzung: Bei dieser Art der Fütterung kommt das Heu nahezu verlustfrei beim Tier an, nicht auf dem Boden, wo es zertrampelt und anschließend nicht mehr gefressen wird. Auch die passende Futterdosierung wird so leichter, denn das, was in der Raufe liegt, entspricht dann auch der Menge, die das Tier aufnimmt.
Feuerverzinkte Heuraufen für Weidetiere können rund ums Jahr eingesetzt werden: Obwohl sie Wind und Wetter ausgesetzt sind, sind diese Futterraufen äußerst langlebig und robust. Viereckraufen für Rinder haben oft ein schützendes Dach, das den Regen vom Heu fernhält.
Doch langsam, der Reihe nach!
Arten von Heuraufen
Analog zu den unterschiedlichen Formen, in denen Heu gepresst wird, gibt es dazu passende Heuraufen. Kleinere Tierarten werden mit entsprechend angepassten Futterraufen versorgt. Diese Formen gibt es auf dem Markt:
Viereckraufe / Quadratraufe / Quaderraufe
Viereckraufen, auch als Quadratraufen oder Quaderraufen bezeichnet, sind freistehende Raufen mit einer rechteckigen oder quadratischen Grundfläche.
- Sie sind besonders stabil und häufig mit einem Dach versehen, um das Heu vor Witterungseinflüssen zu schützen.
- Ideal für große Weiden und den Einsatz bei Rindern oder Pferden. Sie können sowohl für Quaderballen als auch für kleinere Ballen verwendet werden.
- Durch die rechteckige Form lassen sich große Mengen Heu lagern, und mehrere Tiere können gleichzeitig Zugang haben.
Viereckraufen sind oft mit Fressgittern oder Palisadenfressgittern ausgestattet, was die Fütterung effizient und sicher macht.
Rundraufen / Ringraufen
Rundraufen oder Ringraufen haben eine kreisförmige Struktur und sind häufig für große Ballen wie Rundballen konzipiert.
- Sie bestehen in der Regel aus einem stabilen, feuerverzinkten Metallrahmen.
- Hauptsächlich für Weidehaltung bei Pferden, Rindern und anderen großen Nutztieren. Sie sind auf die Größe von Rundballen abgestimmt.
- Die runde Form sorgt dafür, dass Tiere von allen Seiten gleichzeitig fressen können. Dies reduziert Rangkämpfe und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Futterzugänge.
- Es ist auch üblich einen Innenring einzusetzen, der das Futter am Rand der Rundraufe hält oder eine gewisse Futtermänge vorerst unerreichbar zurück hält, damit sich die Tiere nicht überfressen, man aber nicht ständig von einem anderen Ort frisch Futter heranschaffen muss.
Auch hier schützt oft ein Dach das Heu vor Nässe.
Ovale Raufen
Ovale Raufen sind eine Mischform zwischen Rund- und Viereckraufen.
- Sie bieten eine größere Futterfläche als Rundraufen, aber mit der Stabilität und Flexibilität einer rechteckigen Form.
- Gut geeignet für Pferde, Schafe oder Rinder, die auf der Weide gehalten werden.
- Die ovale Form ermöglicht es mehreren Tieren gleichzeitig zu fressen, während die Raufen aufgrund ihrer Form weniger Platz beanspruchen als rechteckige Modelle.
Wandraufen
Wandraufen sind platzsparende Modelle, die an Wänden befestigt werden.
- Sie sind besonders in Ställen oder Paddocks beliebt, wo der Platz begrenzt ist.
- Ideal für den Einsatz in Ställen, Boxen oder Paddocks, da sie die verfügbare Bodenfläche nicht blockieren.
- Sie werden häufig für Pferde und Kleintiere wie Kaninchen verwendet.
- Wandraufen sind praktisch, da sie leicht zu befüllen sind und Futterverluste minimieren, indem das Heu über dem Boden gehalten wird.
Wand- oder Hängeraufen sind zudem oft günstiger platzsparender als freistehende Raufen und wenn sie innen angebracht werden, automatisch vor Witterung geschützt.
Heunetze / Futtersparnetze
Heunetze bestehen aus robusten Netzen, in denen das Heu lose oder in Ballenform eingefüllt wird. Diese Netze regulieren den Zugang der Tiere zum Futter. Sie sind deshalb selten für sich alleine zur Fütterung eingesetzt, sondern Teil einer Futterraufe oder Heuglocke.
- Sie werden sowohl im Stall als auch auf der Weide verwendet, um Futterverluste zu verringern und den Fressrhythmus zu regulieren.
- Häufig genutzt für Pferde, aber auch für Schafe und Ziegen.
- Heunetze verlangsamen die Futteraufnahme, was besonders bei Pferden gut ist, um Fresspausen zu verlängern und Verdauungsproblemen vorzubeugen. Außerdem wird Heu nicht verschwendet, da es nicht auf den Boden fällt und zertrampelt oder eingenässt wird.
Heuglocken
- Heuglocken sind kuppelförmige, geschlossene Futtervorrichtungen aus Kunststoff oder Metall, die über einen Heuballen gestülpt werden.
- Heuglocken werden häufig auf der Weide eingesetzt, insbesondere für Pferde und Rinder.
- Sie bieten Schutz vor Regen und Wind.
- Durch die Glockenform bleibt das Heu trocken und sauber. Zudem wird der Zugang für die Tiere begrenzt, sodass Futterverluste minimiert werden.
Heukiste
Eine Heukiste ist eine einfache, rechteckige Kiste, meist aus Holz oder Metall, in die Heu gelegt wird.
- Die Tiere fressen aus der offenen Oberseite oder durch Gitteröffnungen an den Seiten.
- Heukisten sind besonders für kleinere Tierarten wie Kaninchen, Ziegen oder Schafe geeignet, können aber auch für Pferde in Stallungen genutzt werden.
- Heukisten sind einfach und robust.
- Sie sind einfach zu befüllen und zu reinigen.
Sie verhindern, dass Heu auf den Boden fällt, und bieten den Tieren einen natürlichen Zugang zum Futter.
Sonderformen sind dann oft Spezialmodelle wie die Heudoppelraufe und die Großballenraufe, welche für mehrere Tiere auf einer mittleren oder größeren Weide gute Zugänglichkeit bieten. Das wird Sie als Viehwirt:in zwar nicht betreffen, aber im Zoo werden diese Raufentypen für größere Säugetiere wie Tapire, Büffel und Elefanten eingesetzt.
Mobile Raufen mit Rädern
Manche bereits genannte Modelle sind mit Rädern ausgestattet oder man kann selbst einen Unterbau mit Reifen nachrüsten, um die Krippe auf der Weide bewegen zu können.
Zeitgesteuerte Heuraufen mit Timer
Wie der Name schon erahnen lässt, steuern diese Varianten die Futterausgabe gemäß Ihren Voreinstellungen zeitlich, begrenzen die Öffnungsdauer und eventuell auch die Menge an ausgegebenen Futtermitteln. Sie sind ideal, um den natürlichen Fressrhythmus der Tiere zu unterstützen und gleichzeitig Überfütterung oder Futterverschwendung zu vermeiden. Solarbetriebene Modelle sind besonders praktisch für die Weide, da sie unabhängig von Stromquellen funktionieren. Diese Raufen bieten eine stressfreie Fütterungslösung und eignen sich besonders für große Betriebe oder Halter, die nicht immer vor Ort sein können.
Bauteile klassischer Futterraufen + Tipps
Rahmen
Material: Meist aus feuerverzinktem Metall, seltener aus Holz.
Funktion: Der Rahmen bildet das Grundgerüst der Heuraufe und sorgt für Stabilität.
Tipp: Achten Sie auf nahtlos verschweißtes Metall, da schlecht verarbeitete Schweißnähte Schwachstellen darstellen und schneller korrodieren können. Rahmen mit abgerundeten Kanten minimieren Verletzungsrisiken für die Tiere.
Fressgitter / Gitterstäbe
Material: Metall, oft feuerverzinkt.
Funktion: Ermöglichen den Tieren den Zugang zum Heu und verhindern, dass große Mengen Futter herausgezogen werden.
Tipp: Der Gitterabstand sollte je nach Tierart angepasst sein, um Verletzungen zu vermeiden. Schmale Gitter eignen sich für kleinere Tiere, während Pferde oder Rinder mehr Platz benötigen. Gitter mit leicht abgerundeten Kanten bieten zusätzlich Schutz vor Verletzungen.
Bodenplatten / Auffangbleche
Material: Meist Metall oder Kunststoff.
Funktion: Verhindern, dass Futter auf den Boden fällt, und sorgen für eine gleichmäßige Futterverteilung.
Tipp: Eine leichte Neigung der Bodenplatte (5-10 Grad) hilft dabei, dass das Heu nachrutscht und ständig zugänglich bleibt. Perforierte Platten lassen Wasser abfließen, was die Hygiene verbessert und Schimmelbildung verhindert.
Dach (optional)
Material: Metall oder verzinktes Blech.
Funktion: Schützt das Heu vor Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee.
Tipp: Das Dach sollte über die Raufe hinausragen (mindestens 30 cm), um das Heu vor schräg einfallendem Regen zu schützen. Ein abnehmbares oder klappbares Dach erleichtert das Befüllen und die Wartung.
Befestigungselemente
Material: Metall, vorzugsweise Edelstahl.
Funktion: Halten die verschiedenen Bauteile der Heuraufe zusammen und sorgen für Stabilität.
Tipp: Verwenden Sie Edelstahlschrauben, um Korrosion zu vermeiden und die Lebensdauer der Heuraufe zu verlängern. Überprüfen Sie regelmäßig die Schrauben, da sie sich durch die Nutzung der Tiere lösen können.
Klappmechanismus oder Türen (optional)
Material: Metall.
Funktion: Erleichtern das Befüllen und regulieren den Zugang der Tiere zum Heu.
Tipp: Achten Sie auf robuste Scharniere und Verschlüsse, die leicht zu bedienen und gleichzeitig widerstandsfähig sind. Ein Federunterstützter Klappmechanismus verteilt das Gewicht besser und verhindert Verletzungen durch plötzliches Zuklappen.
Standfüße oder Rollen
Material: Metall.
Funktion: Sorgen für Stabilität und ermöglichen bei Modellen mit Rollen den flexiblen Einsatz.
Tipp: Höhenverstellbare Standfüße sind ideal, um auf unebenem Boden einen stabilen Stand zu gewährleisten. Rollen sollten feststellbar sein, um ein ungewolltes Wegrollen zu verhindern, und für das Gewicht der Raufe und das Heu ausgelegt sein.
Untertrittschutz (optional)
Material: Metall oder Kunststoff.
Funktion: Verhindert, dass Tiere unter die Raufe treten und sich verletzen.
Tipp: Der Untertrittschutz sollte aus dickerem Material bestehen, um starkem Druck standzuhalten, besonders bei großen Tieren wie Pferden und Rindern. Außerdem sollte er leicht zu reinigen und bei Bedarf einfach demontierbar sein.