
Maiszünsler – biologische und chemische Bekämpfung
Der Maiszünsler (lateinisch Ostrinia nubilalis) ist global weiter auf dem Vormarsch und in Deutschland mittlerweile in allen Mais-Anbaugebieten angekommen. Die Raupe des Kleinschmetterlings sorgt für erhebliche Ertragsausfälle und steht daher ganz oben auf der Liste für die Schädlingsbekämpfung. Nur mit den richtigen Pflanzenschutz-Strategien lassen sich wirtschaftliche Verluste vermeiden. Bei uns erfahren Sie daher ganz genau, welche Methoden es gibt und wie Sie sie effizient umsetzen.
Die Inhalte rund um den Maiszünsler
Woran lässt sich erkennen, ob der Maiszünsler Ihren Bestand befallen hat? Wie beugen Sie am effektivsten vor und zu welchem Zeitpunkt muss die Bekämpfung mit Insektiziden, Trichogramma und Co. stattfinden, um auch wirklich erfolgreich zu sein? Bei uns finden Sie die Antworten auf all Ihre Fragen rund um den gefürchteten Maisschädling.
Unsere Services für besten Pflanzenschutz im Mais
Der Maiszünsler versetzt Landwirte nicht unbegründet in Angst und Schrecken: Die Hälfte der Maisernte kann im schlimmsten Fall auf dem Spiel stehen. Grund genug, die besten Maßnahmen gegen den Schädling aufzufahren. Wir von der BayWa sind Profi in Sachen Maiszünslerbekämpfung und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite – vom Monitoring von Schlupf und Zuflug über die Wahl der geeigneten chemischen und biologischen Pflanzenschutzmittel bis zur Beratung für den Einsatz von Drohnen. Kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail oder unser Kontaktformular oder besuchen Sie einen unserer BayWa-Standorte und profitieren Sie von unserem Know-how bei Schädlingsbekämpfung, Sortenwahl und Pflanzenbautechnik. Als Agrarhandelspartner sind wir darüber hinaus gern bei der Vermarktung Ihrer Erzeugnisse behilflich.
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Auf einen Blick – Checkliste für die besten Maßnahmen gegen den Maiszünsler
| Vorbeugen | Bekämpfen |
|---|---|
✔ Sorgfältige Stoppelbearbeitung
✔ Gründliches Monitoring
✔ Anbaustrategie mit Nachbarn absprechen
✔ Standfeste Maissorten
✔ Unterwuchs | ✖ Insektizide vor dem Eindringen der Raupen in die Pflanze ✖ Ausbringen von Trichogramma Schlupfwespen (unter anderem auch via Drohneneinsatz)
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| Vorbeugen | ✔ Sorgfältige Stoppelbearbeitung
✔ Gründliches Monitoring
✔ Anbaustrategie mit Nachbarn absprechen
✔ Standfeste Maissorten
✔ Unterwuchs |
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| Bekämpfen | ✖ Insektizide vor dem Eindringen der Raupen in die Pflanze ✖ Ausbringen von Trichogramma Schlupfwespen (unter anderem auch via Drohneneinsatz)
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Das bedeutet der Maiszünsler für den Maisanbau
Ursprünglich in Südeuropa beheimatet, gilt der Maiszünsler mittlerweile weltweit als einer der bedeutendsten Schädlinge im Mais. Auch in Deutschland hat sich der Kleinschmetterling längst von den wärmeren Anbau-Regionen des Südens in Richtung Norden ausgebreitet und ist in fast allen Ecken des Landes zu finden.
Nach Schätzungen von Experten der Vereinten Nationen werden jährlich weltweit rund vier Prozent der Maisernte vom Maiszünsler vernichtet. Bei starkem Befall richtet das Insekt dramatische Schäden an, die zu Ertragsverlusten von bis zu 50 Prozent führen können. Verhindert werden können diese nur durch konsequente vorbeugende und auch akute Bekämpfungsmaßnahmen.
Zerstörerischer Schmetterling – Erscheinungsbild des Maiszünslers
Der Mais Zünsler ist ein nachtaktiver Schmetterling von meist gelblicher Farbe. Über die Oberseite seiner Flügel ziehen sich zwei dunklere Querlinien. Weitere gezackte, unterschiedlich stark ausgeprägte Linien können auftreten. Die Farbgebung und die Zeichnung variieren von Tier zu Tier. Maiszünsler-Männchen sind in der Regel etwas dunkler als die Weibchen und können gelblich braun, graubraun oder grau gefärbt sein. Ihre Flügelspannweite kommt auf rund drei Zentimeter. Die Färbung der Weibchen ist oftmals etwas heller, cremefarben bis rötlich. Sie sind etwas größer als die Männchen und können Flügelspannweiten von bis zu dreieinhalb Zentimeter erreichen.
Maiszünsler-Weibchen legen etwa einen Millimeter große Eier, die zunächst weiß sind, sich später jedoch braun färben. Die Maiszünsler Raupen sind gräulich weiß bis braunweiß, manche olivfarben oder sogar fast rosa. Eine breite, dunkler gefärbte Rückenlinie ist charakteristisch. Messen die Raupen anfangs noch um die 1,6 Millimeter, wachsen sie bis zum letzten Larvenstadium auf fast zwei Zentimeter heran. Die Puppen des Maiszünslers zeigen eine hellbraune bis rötliche Farbgebung und erreichen eine Länge von bis zu 17 Millimetern.
Übrigens: Es gibt zwei verschiedene Maiszünsler-Rassen, die in E und Z unterteilt werden. Während die Z-Zünsler ausschließlich auf Mais spezialisiert sind, befällt die E-Rasse andere Kulturen.
Vom Ei bis zum Falter: der Lebenszyklus des Maiszünslers
Ob auf Feldern, brachliegenden Flächen oder in Gärten – der äußerst anpassungsfähige Maiszünsler hat sich in unseren Breiten fast überall flächendeckend angesiedelt. Unter günstigen Bedingungen kann es gar zur Massenvermehrung der Schmetterlinge kommen. Je wärmer die Temperaturen, desto schneller schreitet die Entwicklung des Maisschädlings voran. Abhängig vom Klima entwickeln sich in Deutschland daher bis zu zwei Maiszünsler-Generationen pro Jahr. Theoretisch sind sogar drei Generationen möglich.
Die ersten Falter treten ab Ende Mai, Anfang Juni in Erscheinung und fliegen bis etwa Anfang September. Hauptsaison ist der Juli. Während dieser Zeitspanne kommt es zur Eiablage: Die weiblichen Tiere platzieren bis zu 50 Eier an der Unterseite von Maisblättern. Nach etwa zwei Wochen schlüpfen die Raupen und beginnen damit, sich durch die Maispflanze Richtung Boden zu fressen. Dort angekommen überwintern sie auf Maisstoppeln und Ernteresten in einem Kokon. Im darauffolgenden Frühjahr verpuppen sie sich, um zu Beginn des Sommers als Falter zu schlüpfen. Sind die klimatischen Voraussetzungen gut, kann es zu einer zweiten Generation kommen, die ab Juli bis September fliegt.
Erträge in Gefahr – Die Schäden des Maiszünslers
Die Junglarven sorgen für die ersten Anzeichen eines Maiszünslerbefalls: Sie fressen in einer Reihe verlaufende Löcher in die Maisblätter – meist quer zur Blattachse. Auch die Blattstängel weisen Bohrlöcher auf. Sobald die Raupe den Stängel der Maispflanze erreicht hat, sind auch hier Löcher und herausrieselndes Bohrmehl zu erkennen. Ab diesem Stadium frisst sich die Raupe bereits in breiten Bohrgängen durch das Mark des Maisstängels nach unten zu den Wurzeln.
Die Folgen: Die Standfestigkeit beginnt zu leiden, die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen wird eingeschränkt und führt zu Minderwuchs und einer schlechten Entwicklung. Teile des oberen Stängels knicken ab, einzelne Fahnen hängen herunter. Im fortgeschrittenen Stadium brechen manche Stängel unterhalb des Kolbens komplett durch. Die Schäden bieten perfekte Eintrittspforten für andere Schadorganismen: Pilze wie Fusarium dringen ein und schädigen den Mais zusätzlich.
Schadschwelle – Der richtige Zeitpunkt für die Maiszünsler Bekämpfung
Die Schadschwelle für Maiszünsler wird bei etwa zehn bis 15 Eigelegen auf 100 Pflanzen angesetzt. Besonders stark gefährdet sind intensiv genutzte und große Maisanbauflächen. Beachten Sie immer die Empfehlungen regionaler, amtlicher Warndienste dazu: Für einzelne Betriebe sind die Befallslage und vor allem der passende Termin zur Bekämpfung schwer zu ermitteln, denn der Flugbeginn der Tiere ist sehr von der Witterung abhängig und kann stark schwanken.
So beugen Sie dem Maiszünsler vor
Die gute Nachricht: Vorab können Sie im Ackerbau bereits viel tun, um den Befall mit dem Maiszünsler zu verringern oder zumindest zu erschweren. Vor allem ein kräftiger und widerstandsfähiger Bestand sichert den Erfolg Ihrer Pflanzenschutzstrategie für Körnermais und Silomais. Setzen Sie darüber hinaus auf folgende vorbeugende Maßnahmen, die sich im Kampf gegen den Schädling bewährt haben:
- Führen Sie nach der Ernte eine gründliche Stoppelbearbeitung durch und mulchen Sie die Stoppeln. Zerkleinern Sie die auf dem Feld verbliebenen Erntereste mit Fräse, Messerwalze oder Scheibenegge bis spätestens Ende April und pflügen Sie sie möglichst tief unter. Dadurch werden die Raupen des Maiszünslers, die in der Pflanzenbasis im Wurzelbereich überwintern, abgetötet.
- Sprechen Sie mit benachbarten Landwirten. Ein gemeinsames Flächenmanagement kann den Befall eindämmern und verhindern, dass der Zünsler mühelos von Maisfeld zu Maisfeld wandert.
- Eine frühe Ernte mit tiefem Schnitt kann sich positiv auswirken, da sich die Raupen zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch nicht bis zum Wurzelwerk vorgefressen oder die Pflanzen noch nicht zu stark geschädigt haben.
- Entscheiden Sie sich für standfeste Mais-Sorten. Diese zeigen sich robuster gegenüber dem Schädling.
- Auch Unterwuchs wird – vor allem im Ökolandbau – gern genutzt. Er fördert die Fressfeinde beziehungsweise Raubinsekten, die sich von den Maiszünslerlarven ernähren.
Effektive Maiszünsler-Bekämpfung
Ob chemisch, vorbeugend mechanisch oder auch biologisch … Die Möglichkeiten im Kampf gegen den Maiszünsler sind zum Glück vielfältig. Immer häufiger ist in der Landwirtschaft auch die Maiszünsler Drohne im Einsatz.
"Schlupfwespen bringe ich seit 15 Jahren aus. Durch den Drohnen-Service spare ich mir jetzt sehr viel Zeit und kann gesunde Maisbestände sichern."
Landwirt Markus Läpple aus Ilsfeld ist von der biologischen Maiszünslerbekämpfung überzeugt.

