Getriebeöl

Getriebeöl kaufen – alle SAE-Klassen & Öle für PKW, LKW & Landmaschinen

Getriebeöl ist ein Schmierstoff, der die Reibung zwischen den beweglichen Bauteilen eines Getriebes reduziert. Dadurch wird die Lebensdauer von Getrieben in PKW, Nutzfahrzeugen sowie Bau- und Landmaschinen verlängert. Je nach Anwendung, Belastung und Getriebetyp kommen unterschiedliche Getriebeöle zum Einsatz. Wenn Sie mehr über Getriebeöl erfahren möchten, lesen Sie in unserer Kaufberatung weiter in dieser Kategorie.

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Getriebeöl – Funktionen und Aufgaben

Die Spezifikationen im Überblick:

Getriebeöl übernimmt zentrale Aufgaben im Getriebe und ist entscheidend für einen störungsfreien Betrieb. Es reduziert die Reibung zwischen den beweglichen Bauteilen wie Zahnrädern und Lagern und trägt zu einer gleichmäßigen Kraftübertragung sowie zur Wärmeabfuhr im Getriebe bei. Darüber hinaus erfüllt Getriebeöl zahlreiche wichtige Funktionen, darunter Schmierung, Kühlung, Reinigung, Korrosionsschutz, Geräuschreduzierung sowie die Abdichtung beweglicher Bauteile. Dabei sorgt das Öl für einen stabilen Schmierfilm zwischen den beweglichen Bauteilen. Getriebeöle leisten ihren Dienst in PKW, Kommunalfahrzeugen, Industrieanlagen, Baufahrzeugen sowie Land- und Forstmaschinen. In der Landwirtschaft werden je nach Anwendung häufig Multifunktionsöle wie STOU- oder UTTO-Öle verwendet.

Welche unterschiedlichen Arten von Getriebeöl und Getriebefluiden gibt es?

Hinweis: Die genannten Getriebefluide sind nicht untereinander austauschbar. Es sind stets die vom Hersteller bzw. OEM vorgegebenen Spezifikationen zu beachten. Je nach Zusammensetzung der Grundöle und Additive unterscheiden sich Getriebeöle in ihren Eigenschaften und Einsatzbereichen.

Bezeichnung: MTF (Manual Transmission Fluid)
Anwendung: Speziell für Schaltgetriebe
Bezeichnung: ATF (Automatic Transmission Fluid)
Anwendung: Für klassische Automatikgetriebe nach Herstellervorgabe
Bezeichnung: DCTF / DSG-Öle
Anwendung: Für Doppelkupplungsgetriebe und Direktschaltgetriebe (DSG / DCT / DCTF) nach OEM-Freigabe
Bezeichnung: CVT / CVTF
Anwendung: Für stufenlose Getriebe (CVT / CVTF) nach OEM-Freigabe
Bezeichnung: Hypoid-Getriebeöl (LS)
Anwendung: Für klassische Achsgetriebe, bei LS Zusatz Verwendung in Differenzialen

 

Schutz, Funktion und Effizienz – Die Vorteile von Getriebeöl

Schutz, Funktion und Effizienz zählen zu den wichtigsten Vorteilen von Getriebeöl und tragen zu langer Lebensdauer, hoher Betriebssicherheit und hohem Fahrkomfort bei. Die Auswahl des richtigen Getriebeöls richtet sich maßgeblich nach dem jeweiligen Einsatzbereich und der Getriebeart.

Weitere Vorteile sind:

  • Schutz vor Verschleiß
  • Effektive Wärmeabfuhr
  • Sichere Kraftübertragung
  • Korrosions- und Oxidationsschutz
  • Hohe Druckaufnahme
  • Gutes Fließverhalten bei niedrigen Temperaturen
  • Lange Standzeit
  • Effizienz und Energieeinsparung

Getriebeöl für PKW, Nutzfahrzeuge, Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie Baumaschinen kaufen

In folgenden Bereichen wird Getriebeöl eingesetzt:

*Hier sind jeweils anwendungsspezifische Industriegetriebeöle bzw. freigegebene Spezialschmierstoffe erforderlich.

Branche: Automobilindustrie & Nutzfahrzeuge
Anwendungsgebiete: Schaltgetriebe, Automatikgetriebe, Doppelkupplungsgetriebe, Achsgetriebe & Differentiale, Verteilergetriebe
Branche: Land- und Forstwirtschaft
Anwendungsgebiete: Universalöle / Multifunktionsöle (UTTO/STOU), Endantriebe, CVT sowie Achsgetriebe und Differentiale
Branche: Industrie & Maschinenbau
Anwendungsgebiete: Industriegetriebe, Umlaufschmierung, Hochlastgetriebe
Branche: Erneuerbare Energien*
Anwendungsgebiete: Windkraftanlagen
Branche: Bau- und Bergbaumaschinen
Anwendungsgebiete: Schaltgetriebe, Automatikgetriebe, Doppelkupplungsgetriebe, Achsgetriebe & Differentiale, Verteilergetriebe
Branche: Marine*
Anwendungsgebiete: Getriebeöle für Schiffsanwendungen
Branche: Lebensmittel- und Futtermittelindustrie
Anwendungsgebiete: Getriebeöle mit NSF-H1-Registrierung

 

SAE-Viskositätsklassen von Getriebeöl

Die Viskosität von Getriebeöl beschreibt den Fließwiderstand und gibt an, wie leicht- oder schwerflüssig sich das Öl bei einer bestimmten Temperatur verhält. Die Klassifizierung der Viskositätsklassen und Viskositätsangaben erfolgt nach SAE J 306. Achtung! Die Viskositäten von Motorölen und Getriebeölen sind nicht vergleichbar. Gängige Getriebeöl-Viskositäten sind SAE 75W-80, 75W-85, 75W-90, 75W-140, 80W-90, 85W-90, 85W-140, SAE 80, SAE 90. Das „W“ (z. B. 75W) beschreibt das Tieftemperaturverhalten, die zweite Zahl (z. B. 90) die Viskosität bei einer Betriebstemperatur von 100 °C.

Die technischen Merkmale von Getriebeöl im Überblick:

  • Die Viskosität bestimmt, wie schnell und zuverlässig sich der Schmierfilm und die Schmierleistung zwischen den Bauteilen wie Zahnrädern, Lagern oder Synchronringen aufbaut.
  • Eine zu niedrige Viskosität kann zu unzureichendem Verschleißschutz führen.
  • Eine zu hohe Viskosität kann den Kraftfluss behindern, Schaltprobleme verursachen und die Effizienz verschlechtern.
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 70W
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.4,1 mm²/s
Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.-
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 75W
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

4,1 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.-
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 80W
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

7,0 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.-
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 85W
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

11,0 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.-
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 80
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

7,0 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 11,0 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 85
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.11,0 mm²/s
Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 13,5 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 90
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.13,5 mm²/s
Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 18,5 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 110
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.18,5 mm²/s
Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 24,0 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 140
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

24,0 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 32,5 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 190
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

32,5 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.< 41,0 mm²/s
SAE-Getriebeöl Viskositätsklassen nach SAE J 306SAE 250
Kinematische Viskosität bei 100 °C: min.

41,0 mm²/s

Kinematische Viskosität bei 100 °C: max.-

 

Beispiele für gängige Mehrbereichsöle:

Bezeichnung:

SAE 75W‑90

Kaltstart:

Sehr gut

Thermische Belastbarkeit:

für Standardanwendungen und erhöhte Temperaturen

Bezeichnung:

SAE 80W‑90

Kaltstart:Gut
Thermische Belastbarkeit:

für Standardanwendungen

Bezeichnung:

SAE 75W‑140

Kaltstart:Sehr gut
Thermische Belastbarkeit:

für hohe Dauerbelastung und hohe Temperaturen

Bezeichnung:

SAE 85W‑140

Kaltstart:Gut
Thermische Belastbarkeit:

für extreme Belastungen und sehr hohe Temperaturen

 

Zahnrad von einem Getriebe, das mit Getriebeöl geschmiert ist

Aufbau von Getriebeöl

Getriebeöl besteht aus einem Basis- bzw. Grundöl und Additiven. Additive und Additivpakete sind Zusatzstoffe, die dem Getriebeöl beigemischt werden, um dessen tribologische Eigenschaften zu verbessern. Die Tribologie beschreibt Reibung, Schmierung und Verschleiß von Oberflächen, die sich gegeneinander bewegen. Eine geringere Reibung führt zu geringeren Energieverlusten und damit zu einer längeren Lebensdauer der Bauteile.

Es gibt folgende Arten von Additiven:

Additiv:Extrem Pressure Additive (EP Additive)
Funktion:Erhöhen die Druckstabilität
Additiv:

Antiwear-Additive (AW Additive)

Funktion:Schutz vor Verschleiß und Alterung
Additiv:Antioxidantien
Funktion:Schutz vor Oxidation
Additiv:Detergenzien (Reinigungsmittel)
Funktion:Verhindern Ablagerungen an thermisch belasteten Bauteilen
Additiv:Dispergatoren:
Funktion:Halten Fremdstoffe im Schmieröl in Schwebe
Additiv:Entschäumer:
Funktion:Verhindern Lufteintrag und Schaumbildung, meist auf Silikonbasis
Additiv:Korrosionsschutzadditive:
Funktion:Unterschiedliche Wirkmechanismen je nach Metall (z.B. Stahl, Bunt- und Leichtmetalle)
Additiv:Friction Modifier (Reibkraft-Minderer):
Funktion:

Bilden auf Oberflächen eine reibungsmindernde Reaktionsschicht

Additiv:Stockpunktverbesserer / Stockpunktsenker
Funktion:

Verhindern das Erstarren des Öls bei sehr niedrigen Temperaturen.

Das Stocken eines Öls wird durch die Kristallisation der im Öl enthaltenen Paraffine verursacht; das Öl erhält eine wachsartige Konsistenz.
Additiv:Basenreserven:
Funktion:Puffern Ölalterungsprodukte ab und verhindern die Bildung schädlicher Säuren, die metallische Oberflächen angreifen können.

 

Herstellerfreigaben

Es wird von einer Hersteller-Freigabe gesprochen, wenn ein Fahrzeug- oder Getriebehersteller eine offizielle, schriftliche Zulassung erteilt, dass ein Getriebeöl die jeweiligen technischen Anforderungen und Qualitätsstandards für seine Getriebe erfüllt. Herstellerspezifikationen und Hersteller-Freigaben (OEM-Marken) existieren unter anderem von VW, Mercedes-Benz (MB) auch Daimler Truck, MAN, ZF, VOLVO, SCANIA, ALLISON, John Deere, Claas, Fendt, Massey Ferguson, Valtra, CNH – Case New Holland, VOITH und BMW. Diese basieren in der Regel auf SAE-Viskositätsklassen und API-Klassifikationen.

Klassifizierung von Getriebeölen nach API

Die Klassifizierung der internationalen Spezifikationen von Automotive-Getriebeölen wird in sechs GL-Klassen kategorisiert und vom American Petroleum Institute (API) festgelegt. Auf dem heutigen Markt sind vor allem GL-4, GL-5 sowie bestimmte Nutzfahrzeuganwendungen MT-1 relevant. Die anderen Klassen sind veraltet bzw. inaktiv. Je nach Belastung und Einsatzbereich des Getriebes sind unterschiedliche Additivzusammensetzungen erforderlich.

 

API-Klassen im Überblick:

Für Anwender ist besonders relevant, dass die Verwendung einer falschen API‑Klasse – insbesondere von GL‑5 anstelle von GL‑4 – bei bestimmten Schaltgetrieben zu Problemen wie eingeschränkter Synchronisation, erhöhtem Verschleiß der Synchronringe und langfristigen Getriebeschäden führen kann.

API-Klasse:API GL-1 (inaktiv)
Anwendung:

Getriebeöle für einfache Schaltgetriebe mit geringer Flächenpressung sowie niedrigen Gleitgeschwindigkeiten.

Zusammensetzung:

Mineralische Getriebeöle ohne EP‑Zusätze. Korrosionsschutz und Antioxidationsadditive sind zulässig. Reibwertverbesserer sowie Hochdruck‑Additive sind nicht enthalten.

API-Klasse:API GL-2 (inaktiv)
Anwendung:

Getriebeöle für Schneckengetriebe in Achsanwendungen von Kraftfahrzeugen, wenn GL‑1 die thermischen und mechanischen Anforderungen nicht erfüllt.

Zusammensetzung:Getriebeöle mit verschleißmindernden Additiven, jedoch ohne EP‑Additivierung. Geeignet für moderate Lasten ohne extreme Druckbeanspruchung.
API-Klasse:API GL-3 (inaktiv)
Anwendung:

Schalt‑ und Kegelradgetriebe in Nutzfahrzeugen bei leichten bis mittleren Belastungen und moderaten Drehzahlen.

Zusammensetzung:

Getriebeöle mit EP‑Additiven auf niedrigerem Niveau. Höhere Tragfähigkeit als GL‑1‑Getriebeöle, jedoch unterhalb der Anforderungen von GL‑4‑Ölen.

API-Klasse:API GL-4 (inaktiv)
Anwendung:

Schaltgetriebe‑ und Achsgetriebeöle für Kegelrad‑ und Hypoidgetriebe bei leichten Lasten und mittleren Drehzahlen.

Zusammensetzung:

EP‑Getriebeöle mit höherem Additivanteil als GL‑3. Hoher Verschleiß‑ und Korrosionsschutz, geeignet für manuelle Schalt‑ und Transaxle‑Getriebe.

API-Klasse:API GL-5 (aktuell gültig)
Anwendung:

Hochleistungsgetriebeöle für Hypoidgetriebe und Differenziale in Kfz‑Achsgetrieben bei hohen Drehmomenten und wechselnden Drehzahlen.

Zusammensetzung:

Stark EP‑additivierte Getriebeöle mit exzellentem Druckaufnahmevermögen. Hohe thermische Stabilität, ausgezeichneter Verschleiß‑ und Alterungsschutz.

API-Klasse:API GL-6 (inaktiv)
Anwendung:

Former Einsatz in Getrieben mit extrem hohem Ritzelversatz; Norm wird heute nicht mehr angewendet.

Zusammensetzung:

Getriebeöle mit extrem hohem EP‑Additivgehalt, oberhalb von GL‑5. Die API‑GL‑6‑Spezifikation ist nicht mehr aktuell und am Markt nicht mehr verfügbar.

API-Klasse:API MT-1 (aktuell gültig)
Anwendung:

Getriebeöle für nichtsynchronisierte Schaltgetriebe in Bussen und LKW.

Zusammensetzung:

Thermisch hochstabile Schaltgetriebeöle mit sehr guter Dichtungsverträglichkeit. Erfüllen die Anforderungen schwerer Nutzfahrzeuggetriebe bei hoher Belastung.

 

Schlepper auf der Apfelplantage

Arten von Getriebeölen

Getriebeöle für die Landwirtschaft

Das Getriebeöl ist dafür verantwortlich, Getriebekomponenten von Traktoren zuverlässig zu schmieren. Zu den Hauptaufgaben zählen:

  • Die Vermeidung von übermäßigem Verschleiß an Zahnrädern und Kupplungen
  • Das Ermöglichen reibungsloser Schaltvorgänge

Der regelmäßige Wechsel des Getriebeöls ist entscheidend, um optimale Leistung und Funktionsfähigkeit der Getriebe zu gewährleisten. Namhafte Getriebeöle für die Landwirtschaft sind unter anderem John Deere Getriebeöle sowie Produkte von Liqui Moly, Mobil, Addinol, Ravenol, Mannol, Castrol, TECTROL, SHELL, Avia und Total.

Getriebeöle in der Industrie – Hypoidgetriebeöle

In der Industrie werden hoch additivierte Getriebeöle eingesetzt, da diese besonders hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt sind. Sie gewährleisten einen zuverlässigen Verschleißschutz, eine stabile Schmierfilmbildung sowie eine hohe Temperaturbeständigkeit in Industriegetrieben und Maschinenanlagen.

Hypoidgetriebeöle (Achs- und Fahrzeuganwendungen)

Hypoidgetriebeöle werden überwiegend in Achsantrieben und Differenzialen von Fahrzeugen eingesetzt. Da Hypoidgetriebe konstruktionsbedingt einen Achsversatz aufweisen, entstehen hohe Gleitanteile und Flächenpressungen. Aus diesem Grund werden spezielle EP-Additive verwendet, um ein hohes Lasttragevermögen, zuverlässigen Verschleißschutz und eine hohe Temperaturstabilität zu gewährleisten. Bekannte Viskositäten sind SAE 75W-80, 75W-85, 75W-90, 75W-140, 80W-90, 85W-90, 85W-140, SAE 80, SAE 90

Automatikgetriebeöl

Automatikgetriebeöl wird auch als ATF (Automatic Transmission Fluid) bezeichnet und ist primär für klassische Automatikgetriebe ausgelegt. Neben der Schmierung übernimmt es auch weitere wichtige hydraulische Funktionen im Getriebe. Doppelkupplungsgetriebe (DCT / DSG) sowie stufenlose Getriebe (CVT) erfordern hingegen je nach Bauart spezielle Getriebefluide, die den jeweiligen Herstellervorgaben entsprechen. Häufig sind die Produkte rot eingefärbt, sodass sie von anderen Betriebsflüssigkeiten wie Motoröl unterschieden werden können. Bekannte Automatikgetriebeöle sind ZF 8HP Getriebeöl oder auch RAVENOL Automatik-Getriebeöl Dexron® VI. ATF ist nicht gleich DSG- oder CVT‑Öl – je nach Getriebeart sind spezielle Getriebefluide erforderlich.

Bagger

STOU- und UTTO

STOU (Super Tractor Oil Universal) und UTTO (Universal Tractor Transmission Oil) sind Schmierstoffe, die hauptsächlich in der Land- und Forstwirtschaft sowie Bauwirtschaft eingesetzt werden. Sie eignen sich – je nach Produktfreigabe – für den Einsatz in Getrieben, Hydrauliksystemen sowie nassen Bremsen. STOU-Öle können zusätzlich auch als Motoröl verwendet werden, während UTTO-Öle speziell für die Schmierung von Getrieben, Hydrauliksystemen und Nassbremsen ausgelegt sind. Insbesondere bei Bau- und landwirtschaftlichen Anwendungen sowie beim Einsatz von Multifunktionsölen wie STOU und UTTO spielt die Hydraulik eine zentrale Rolle. Aufgrund ihrer vielseitigen Eigenschaften finden sie Verwendung in Getrieben, Hydrauliksystemen und nassen Bremsen.

Vollsynthetisches Getriebeöl

Vollsynthetische Getriebeöle bestehen überwiegend aus Estern oder Polyalphaolefinen (PAO). Längere Wechselintervalle, ein verbesserter Verschleißschutz sowie eine hohe Temperaturstabilität sind klare Vorteile gegenüber mineralischen oder HC-basierten Schmierstoffen. Ein bekanntes vollsynthetisches Getriebeöl ist zum Beispiel Castrol Transmax Manual Transaxle 75W-90, TECTROL Synthogear MA 75W-80 und TECTROL Synthogear MM 75W-90.

Mineralisches Getriebeöl

Mineralisches Getriebeöl basiert auf hochwertigen, raffinierten Mineralölen und wird in unterschiedlichen Getriebeanwendungen eingesetzt. Es bietet eine zuverlässige Schmierung von Zahnrädern, Lagern und weiteren Getriebekomponenten und sorgt für einen stabilen Betrieb bei normalen Temperatur- und Lastbedingungen. Im Vergleich zu vollsynthetischem Getriebeöl weist mineralisches Getriebeöl in der Regel kürzere Wechselintervalle auf, zeichnet sich jedoch durch eine gute Materialverträglichkeit und ein bewährtes Leistungsniveau aus. Es wird häufig in älteren Fahrzeugen wie Oldtimern oder Youngtimern verwendet. Ebenso wird mineralisches Getriebeöl in klassischen Schaltgetrieben, Nutzfahrzeugen sowie in industriellen Getrieben eingesetzt, bei denen keine extremen thermischen oder mechanischen Belastungen auftreten. Mineralische Getriebeöle sind in verschiedenen SAE‑ J306 Viskositätsklassen wie SAE 80W-90, SAE 85W-90, SAE 90 und SAE 140 erhältlich und können je nach Ausführung Additive für Verschleißschutz, Korrosionsschutz und Oxidationsstabilität enthalten.

 

Ratgeber Getriebeöl:

Wie oft muss Getriebeöl im PKW gewechselt werden?

Wie oft das Getriebeöl gewechselt werden soll, ist dem jeweiligen Betriebshandbuch zu entnehmen. In der Regel ist es vorgesehen, dass das Getriebeöl das ganze Autoleben hält. In der Praxis wird jedoch häufig von einer Haltbarkeit von etwa 150.000 bis 180.000 Kilometern gesprochen und auf eine Lebensdauer von 8–10 Jahren begrenzt. Meist sollte der erste Getriebeölwechsel nach einer Fahrleistung von ca. 80.000–100.000 Kilometern vorgenommen werden bzw. nach ca. sechs bis acht Jahren.

Wie hoch sind die Kosten eines Getriebeölwechsels im PKW?

Ein Getriebeölwechsel bei einem Profi kostet in der Regel etwa 200 Euro – 500 Euro. In Eigenregie sind die Materialkosten zu tragen. Die Preise setzen sich je nach Art der Wartung zusammen. Handelt es sich um eine aufwändige Automatikgetriebespülung inkl. Getriebeölwechsel, sind sogar Kosten von 500 € bis 800 € möglich. Der Wechsel bei einem manuellen Getriebe ist hingegen in der Regel günstiger. Hinweis: Die genannten Preise dienen als Richtwerte und können je nach Fahrzeug, Getriebeart, Ölmenge und Umfang der Werkstattleistung deutlich abweichen.

Getriebeöl nachfüllen – Kann ich einen Getriebeöl Wechsel selbst machen?

Bevor Sie einen Getriebeölwechsel an Ihrem Nutzfahrzeug vornehmen, wird dringend empfohlen, die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeuges zu lesen. Darin ist angegeben, welches Getriebeöl verwendet werden darf und wo sich die Ablass- und Einfüllschrauben befinden. Hinweis: Wird ein falsches Getriebeöl verwendet, kann dies zu einem Getriebeschaden führen. Der Wechsel bei einem Schaltgetriebe ist in der Regel einfacher durchzuführen als bei einem Automatikgetriebe.

Anleitung: Getriebeölwechsel durchführen

Ein Getriebeölwechsel (Ölwechsel am Getriebe) ist eine wichtige Wartungsmaßnahme zur Sicherstellung der Funktion und Lebensdauer des Getriebes.

Die Vorgehensweise für einen Getriebeölwechsel ist folgendermaßen:

  1. Stellen Sie folgende Materialien für den Getriebeölwechsel bereit: Auffangbehälter sowie passende Befüllhilfen
  2. Das Fahrzeug sollte vor dem Wechsel warm gefahren werden.
  3. Schalten Sie vorab alle Gänge einmal durch.
  4. Fahren Sie das Fahrzeug auf eine Hebebühne, da die Ablassschraube oft schwer zugänglich ist.
  5. Die Ablass- und Einfüllschrauben werden geöffnet.
  6. Das Öl wird vollständig abgelassen. Dabei ist auf die korrekte Füllmenge bzw. Ölmenge zu achten.
  7. Das Altöl muss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften fachgerecht entsorgt werden.
  8. Ersetzen Sie – sofern vom Hersteller vorgesehen – Dichtungen und gegebenenfalls Schrauben und füllen Sie anschließend die vorgeschriebene Ölmenge bis zum korrekten Füllstand ein.

Automatikgetriebe vs. Schaltgetriebe

Die Anforderungen an Getriebeöle für Automatikgetriebe sind deutlich höher als für Getriebeöle in Schaltgetrieben. In Automatikgetrieben müssen neben den Zahnrädern auch hydraulische Komponenten für den Gangwechsel zuverlässig geschmiert werden. Aus diesem Grund kommen hier spezielle Fluide wie Automatic Transmission Fluids (ATF) zum Einsatz.

Zahnrad in einer Maschine

Was genau ist ein DSG-Getriebeöl?

Ein DSG-Getriebeöl ist ein spezielles Hochleistungs-Schmieröl für Doppelkupplungsgetriebe (DSG / DCT), das Schmierung, Kühlung und hydraulische Funktionen vereint. Es wird insbesondere bei Doppelkupplungsgetrieben mit nassen Kupplungssystemen eingesetzt. Hinweis: nicht jedes Doppelkupplungsgetriebe hat die gleichen Anforderungen an das Öl. Daher sind stets die vom Hersteller vorgegebenen OEM-Spezifikationen und Freigaben maßgeblich und zu beachten.

Die Vorteile eines DSG-Getriebeöls sind:

  • sanfte Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung
  • Schutz der Lamellenkupplungen vor Verschleiß
  • Langlebigkeit und Funktionssicherheit der komplexen Getriebetechnologie

Wie hoch sind die Kosten bei einem Wechsel von DSG-Getriebeöl?

Die Wechselkosten in einer Werkstatt betragen etwa zwischen 300 € – 500 €.

Braucht ein Rasentraktor Getriebeöl?

Welche Betriebsmittel Ihr Rasentraktor benötigt, ist der beiliegenden Betriebsanleitung zu entnehmen. Abhängig davon, ob ein mechanisches Getriebe oder hydrostatisches Getriebe verbaut ist, kommen unterschiedliche Betriebsmittel zum Einsatz. Mechanische Getriebe sind in der Regel mit einem Getriebefett als Dauerfüllung befüllt.

Roller Getriebeöl

Wird zur Schmierung der Zahnräder und Lager im Hinterradbereich von Rollern verwendet. Es handelt sich um speziell entwickelte Getriebeöle für 2-Takt und 4-Takt Roller.

Motorrad Getriebeöl

Die meisten Motorräder benötigen kein separates Getriebeöl. Genauere Angaben sind jedoch immer in der Betriebsanleitung Ihres Motorrads zu entnehmen. Besitzt ein Motorrad einen gemeinsamen Ölkreislauf für Motor, Getriebe und Kupplung, ist kein separates Getriebeöl erforderlich, da ein Öl alle Komponenten schmiert, einschließlich der Nasskupplung. Es gibt jedoch auch Motorräder, Roller und Quads, in denen ein separates Getriebeöl eingesetzt wird. Welche Schmierstoffe erforderlich sind, hängt dabei von der Bauart des Motors sowie von den jeweiligen Herstellervorgaben ab.

Wird in Pumpen Getriebeöl eingesetzt?

Welches Öl in einer Pumpe verwendet wird, ist der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen. Getriebeöl wird nur dann eingesetzt, wenn die Pumpe über eine integrierte Getriebestufe verfügt, beispielsweise einen Nebenantrieb oder ein Untersetzungsgetriebe an der Pumpe.

Motoröl vs. Getriebeöl

Motorenöle und Getriebeöle haben unterschiedliche Aufgaben und Funktionen. Während Motoröl den Verbrennungsmotor schmiert und kühlt, dient Getriebeöl der Schmierung der Zahnräder und dem Ausgleich der hohen Druckbelastungen im Getriebe.

Gibt es Zubehör für Getriebeöl zu kaufen?

Für den Getriebeölwechsel sind Zubehörprodukte wie Getriebeölfilter, Dichtungen, Befüllhilfen und geeignetes Werkzeug erhältlich. Der Getriebeölfilter entfernt Schmutz und Partikel zuverlässig aus dem Öl und reduziert den Verschleiß des Getriebes. Mithilfe des TECTROL Universal Analysesets kann der Zustand des Getriebeöls gezielt überwacht werden. Verschleiß, Verunreinigungen und Alterungsprozesse lassen sich dadurch frühzeitig erkennen. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Planung von Ölwechselintervallen, spart Zeit und trägt zur Optimierung von Wartungszyklen und zur Verlängerung der Lebensdauer von Getrieben bei. Regelmäßige Ölwechsel und die Verwendung geeigneter Schmierstoffe tragen entscheidend zur Reduzierung von Verschleiß und zur Verlängerung der Lebensdauer des Getriebes bei. Zusätzlich ist bei uns eine Oelcheck Probenpumpe zur Entnahme von Ölproben und Kühlerfrostschutz erhältlich.

Kanister, Fass & Co. – Verfügbare Mengen & Gebindegrößen

Die Produkte sind in verschiedenen Gebindegrößen erhältlich – als 5-Liter Gebinde, 20-Liter Kanister, 60-Liter Gebinde, 205-Liter Fass, IBC oder lose. Unser umfangreiches Sortiment umfasst unter anderem Castrol Transmax AXLE EPX 85W-90 im 20-Liter Gebinde, TECTROL Multigear Plus 80W-90 und viele mehr. Bestellen Sie bequem online aus unserem breiten Angebot an Artikeln und Ölen für Ihre Land- und Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Produktion und Werkstatt. Bekannte Hersteller sind: Liqui Moly, Mobil, Addinol, Ravenol, Mannol, Castrol, TECTROL, SHELL, Avia und Total.

Gibt es spezielle Produkte für Oldtimer?

Die Castrol Classic Serie wurde speziell für die Anforderungen von Oldtimern entwickelt. Erhältlich sind die Produkte in 5 Liter Retro Blechkanistern oder auch als 1 Liter Gebinde. Zum Sortiment zählen unter anderem Castrol Classic XL SAE 30, Castrol Classic ST 90 1 Liter Flasche, Castrol Classic D 140 1 Liter Flasche sowie Castrol Classic XXL SAE 40.

Kann ich Schmierfett und Getriebeöl mischen?

Nein, Getriebeöl und Schmierfett dürfen nicht miteinander gemischt werden, da sie unterschiedliche Viskositätsklassen und Eigenschaften aufweisen und daher nicht miteinander kompatibel sind.