Düngeplanung – Raps richtig düngen für maximale Erträge

Höchstleistungen im Rapsanbau – das ist nur mit einer gezielten Düngung und einer ausgewogenen Nährstoffversorgung möglich. Doch wie können Sie sicherstellen, dass Ihrem Winterraps ausreichend Stickstoff, Phosphor oder Bor zur Verfügung stehen?

Wir helfen Ihnen dabei, eine optimale Düngestrategie zu entwickeln, die perfekt auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Bei uns erfahren Sie, wie Sie Ihren Raps Schritt für Schritt zum Erfolg düngen – angefangen von den Bodenbedingungen über die Düngeverteilung bis hin zu den wichtigsten Makro- und Mikronährstoffen. Für eine optimale Pflanzen-Entwicklung und maximale Erträge!

Die Inhalte zur Rapsdüngung im Überblick

Nährstoffe sind von entscheidender Bedeutung für den Stoffwechsel der Rapspflanzen. Doch oftmals liegen sie nicht in der benötigten Form oder Menge im Boden vor. Was Sie dank intelligenter Düngung gegen einen Mangel tun können, wie Sie Ihren Raps durch die gesamte Vegetationsphase stärken und was Sie hinsichtlich Düngeverordnung und Co. beachten sollten, erfahren Sie bei uns – einfach und verständlich erklärt.

Wir sind für Sie da – Unsere Services für Ihre Rapsdüngung

Wie viel Phosphor benötigt Ihr Rapsbestand? Woran erkennen Sie Bormangel? Und wie lässt sich die Stickstoffeffizienz optimieren? Wir sind Profis in Sachen Rapsdüngung und beraten Sie als kompetenter Ansprechpartner gern zu allen Fragen rund um die Bedarfsermittlung, den Einsatz effektiver Dünger und Ihre persönliche Düngeplanung im Raps. Kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail oder unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie!

Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Raps
  • Düngemittel

    Ob Mineraldünger, organische Dünger oder Blattdünger – Bei uns erhalten Sie hochwertige Düngemittel für Ihren Raps. Einfach online oder direkt bestellen.

    Zum Online-Shop
  • Bodenuntersuchungen

    Buchen Sie unsere Bodenuntersuchung und lassen Sie Nährstoffe mithilfe einer Bodenprobenziehung schnell und präzise ermitteln.

    Zum Anfrageformular
  • Düngebedarfsermittlung

    Geben Sie Ihre Düngebedarfsermittlung bei uns in Auftrag: Wir berechnen und dokumentieren den Düngebedarf für Sie – zuverlässig und DüV-konform.

    Jetzt unverbindlich anfragen
  • BayWa-Standorte

    Besuchen Sie einen unserer BayWa Standorte und profitieren Sie von unseren Produkten und unserem Know-how bei Düngung, Pflanzenschutz und Sortenwahl. Als Agrarhandelspartner sind wir darüber hinaus gern bei der Vermarktung Ihrer Agrarerzeugnisse behilflich.

    Jetzt Standort in Ihrer Nähe finden
Düngestrategie

Schritt für Schritt zur perfekten Düngestrategie

Raps optimal düngen? Das ist oftmals leichter gesagt als getan! Bei der Düngeplanung gilt es für Landwirte viele Punkte zu berücksichtigen – seien es die Nährstoffversorgung- und nachlieferung der Böden, der ph-Wert oder auch die Düngeverordnung. Wir bringen Ordnung ins System und verraten Ihnen, wie Sie bei der Düngung Ihres Rapsbestands am besten vorgehen.

Rapsdüngung und Düngeverordnung

Dreh- und Angelpunkt einer jeden Düngestrategie ist die Einhaltung der Düngeverordnung (DüV). Sie regelt die vorgeschriebene Dokumentation, die Ausbringung von Düngemitteln, Gewässerabstände und Sperrfristen. Im Hinblick auf die Düngung von Raps betrifft dies zum Beispiel stickstoff- oder phosphathaltige Düngemittel, die im Frühjahr nur ausgebracht werden dürfen, wenn der Boden aufnahmefähig ist. Für die Herbstdüngung sind weitere Auflagen zu beachten – insbesondere in den sogenannten Gelben Gebieten, in denen Oberflächengewässer mit Phosphat angereichert sind, und in den Roten Gebieten mit einer hohen Nitratbelastung des Grundwassers. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Düngeverordnung erhalten Sie unter anderem beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Hauptnährstoffe bei der Rapsdüngung – Makronährstoffe

Sechs Makronährstoffe sind das A und O der Nährstoffversorgung von Raps. Fehlen sie oder liegen sie nicht in ausreichender Menge vor, können die Pflanzen nicht optimal wachsen und entwickeln – der Rapsertrag gerät in Gefahr. Kein Wunder also, dass Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium und Calcium im Mittelpunkt jeder Düngestrategie stehen. Erfahren Sie, welchen Einfluss die verschiedenen Hauptnährstoffe haben, wie Sie einen Mangel erkennen oder ihn vorab vermeiden können.

Stickstoff

Nichts ist für den erfolgreichen Rapsanbau wichtiger als eine effiziente und termingerechte Versorgung mit Stickstoff (N). Der Nährstoff ist verantwortlich für ein harmonisches Wachstum der Rapspflanzen, fördert die Blattbildung und sorgt für die Ausbildung kräftiger Wurzeln. Daher kann Stickstoff insbesondere schwachen Rapsbeständen die nötige Unterstützung liefern. Ein Mangel zeigt sich durch einen verminderten Wuchs und Ausbleichen der älteren Blätter im Zuge von Chlorosen.

Wie viel Stickstoff gedüngt werden darf, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Je nachdem muss die N-Düngung individuell geplant und durchgeführt werden. Ausschlaggebend sind unter anderem:

  • die Bodenbeschaffenheit
  • der Humusgehalt
  • die Feuchtigkeit
  • Vor- und Zwischenfrüchte
  • eine parallele Gülledüngung
  • die Konstitution des Rapsbestands

Sie können Stickstoff in Form von Ammonium oder Nitrat düngen. Ammonium wird zuerst in einem mehrtägigen bis mehrwöchigen Prozess in Nitrat umgewandelt, bevor der Stickstoff durch weitere chemische Vorgänge aufgenommen wird. Dafür kann Ammonium gut von der Pflanze eingelagert werden und steht über einen längeren Zeitraum zur Verfügung. Nitrat hingegen ist für den Raps deutlich schneller nutzbar, was bei engen Zeitfenstern von Vorteil sein kann. Allerdings wird es leichter ausgewaschen und führt eventuell zu einem ungewollt üppigen Blattwachstum.

Stickstoff

Raps benötigt während seiner kompletten Vegetationsphase etwa 140 bis 200 Kilogramm Stickstoff pro Hektar. Im Herbst können bis zu 30 kg N/ha mineralisch gedüngt werden, sofern der Nmin-Gehalt unter 45 kg N/ha liegt. Im Frühjahr finden meist zwei Gaben statt: Die größere Startgabe erfolgt ab Beginn der Vegetation, um die Wurzeln zu regenerieren und insgesamt das Pflanzenwachstum anzuregen. Wichtig ist dabei, dass der Boden bereits aufnahmefähig und nicht noch etwa gefroren ist. Die Abschlussgabe wird etwa einen Monat später zu Schossbeginn gegeben. Sollte sich der Bestand bis zur Knospenbildung nicht kräftig genug entwickelt haben, kann darüber hinaus eine weitere kleine Stickstoffdüngung zusammen mit der Blütenspritzung durch AHL erfolgen. Wenn Sie Stickstoffdünger satellitengestützt ausbringen möchten, bietet die BayWa mit dem N-Manager Raps Pro effektive Lösungen für die teilflächenspezifische Düngung und Precision Farming.

Praxis-Tipps zur N-Effizienz im Raps

Praxis-Tipps zur N-Effizienz im Raps

Mit dem Start des Videos werden Daten an Google übertragen.

Es gilt die Datenschutzerklärung von Google.

  • Schwefel

    Schwefel (S) ist für eine optimale Entwicklung Ihrer Rapsbestände unerlässlich. Der Nährstoff unterstützt nicht nur die Bildung von Chlorophyll (Blattgrün), Vitaminen und Proteinen sowie zahlreiche Stoffwechselvorgänge in der Pflanze. Er ist auch ein wichtiger Faktor bei der Aufnahme und Verwertung von Stickstoff, weswegen beide Stoffe meist zusammen aufs Feld gebracht werden. Ohne Schwefel kann die Rapspflanze Stickstoff nicht effizient nutzen, was sich negativ auf den Korn- und Ölertrag auswirkt.

    Vor allem auf leichten Böden und nach hohen Niederschlagsmengen kann es zu einer Unterversorgung kommen. Bei einem Schwefelmangel hellen zuerst die jungen Blätter auf.

    Der Schwefelbedarf von Raps ist verhältnismäßig hoch. Üblich sind ein bis zwei Gaben zu Vegetationsbeginn im Frühling, wobei man abhängig von der Stickstoffmenge und dem vorhandenen Schwefel am jeweiligen Standort von etwa 40 bis 60 Kilogramm Schwefel pro Hektar ausgehen kann. Das Verhältnis von Stickstoff und Schwefel sollte dabei bei etwa 4:1 liegen. Bei Teildüngungen im Herbst sind etwa zehn bis 15 Kilogramm pro Hektar üblich.

    Jetzt Schwefel kaufen
  • Kalium

    Kalium (K) ist einer der Hauptnähstoffe, die für einen erfolgreichen Rapsanbau nötig sind. Dementsprechend hoch ist sein Bedarf. Kalium unterstützt die Entwicklung und insbesondere den Wasserhaushalt der Rapspflanze maßgeblich. Eine hohe Standfestigkeit, Winterhärte und Widerstandskraft gegenüber Trockenheit, Krankheiten und Pilzen sind nur einige der Auswirkungen einer guten Kali-Versorgung. Es kommt zu einer besseren Bildung von Tausendkorngewicht und Ölgehalt und somit zu einem stabileren Ertrag.

    Stark tonhaltige, aber auch sandige Böden sowie ein zu niedriger pH-Wert können die Ursache von Kaliummangel sein, ebenso wie extreme Niederschläge, die den Nährstoff auswaschen.  Kaliummangel zeigt sich zuerst an weiterentwickelten Blättern, die von den Blatträndern her ausbleichen, sich im weiteren Verlauf rotbraun verfärben und absterben.

    Die Kali-Düngung wird am besten im Herbst zur besseren Vorwinterentwicklung durchgeführt. Dabei sind Gaben zwischen 120 und 200 Kilogramm pro Hektar üblich.

    Jetzt Kaliumdünger kaufen
  • Phosphor

    Phosphor (P) spielt beim Winterraps eine Rolle in puncto Energiehaushalt, Zellfunktionen und Winterhärte. Doch vor allem ist er für eine gute Entwicklung der Rapswurzeln zuständig. Ohne den Nährstoff kann sich das Wurzelsystem nicht ausreichend ausbilden und vor allem nicht die benötigte Tiefe erreichen. Die Grundlage für die optimale Versorgung mit dem Nährstoff ist der richtige ph-Wert: Ein zu niedriger, aber auch ein zu hoher Wert verhindert die Aufnahme von Phosphor und kann zu einer Unterversorgung führen. Zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Licht kann die Aufnahme ebenfalls erschweren.

    Liegt ein Phosphormangel vor, erkennen Sie dies an einem kümmerlichen Wuchs der Rapspflanze sowie an rötlich blau beziehungsweise violett verfärbten, älteren Blättern. Phosphor wird im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gedüngt. Auch über eine Blattdüngung kann eine leichte Unterversorgung ausgleichen werden. Über den Boden sind Gaben zwischen 50 und 100 Kilogramm pro Hektar üblich.

    Jetzt Phosphor kaufen
  • Magnesium

    Magnesium (Mg) ist ein wichtiger, oftmals jedoch unterschätzter Pflanzennährstoff: Ohne Magnesium kann der Raps beispielsweise kein Chlorophyll (Blattgrün) bilden und keine Photosynthese betreiben. Darüber hinaus hat es Einfluss auf das Wachstum, den Energie- und Wasserhaushalt und – essenziell für den Ertrag – die Ölbildung der Pflanze. Eine Unterversorgung tritt besonders auf leichten Böden auf, aber auch bei schwierigen klimatischen Bedingungen wie Trockenheit oder harten Wintern.

    Die Symptome von Magnesiummangel zeigen sich zuerst an älteren Blättern. Zu Beginn bleichen die Bereiche zwischen den Blattadern aus und vergilben. Im weiteren Verlauf verfärben sie sich rotbraun und sterben ab. Um dem vorzubeugen, sollten Sie während der kompletten Wachstumsphase auf eine ausreichende Magnesiumversorgung achten. Der Nährstoff kann über die Bodendüngung über Mg-haltige Dünger mit ausgebracht werden oder über das Blatt z.B. über Bittersalz gegeben werden. Standortabhängig liegt der Bedarf meist zwischen 20 und 40 Kilogramm pro Hektar.

    Jetzt Magnesium kaufen
  • Calcium

    Raps zählt zu den Kulturpflanzen mit dem höchsten Calcium-Bedarf. Calcium-Mangel ist häufig auf sauren, sandigen oder leichten Böden zu finden, aber auch ein hoher Anteil an Magnesium-Karbonat kann dazu führen. Starke Niederschläge oder eine übermäßige Bewässerung können den Nährstoff auswaschen.

    Erste Anzeichen für fehlendes Calcium sind an den kleinen Blättern zu erkennen. Sie bleichen beginnend bei den Spitzen zur Mitte hin aus und verfärben sich blassgrün bis beige. Die Spitzentriebe verformen und krümmen sich, das Blatt vertrocknet und reißt ein. Bei nicht ausreichender Calciumversorgung muss eine Kalkung des Bodens eingeplant werden.

    Jetzt Calcium kaufen
Mikronähstoffe sind wichtig für die Ausbildung der Rapsblüten

Spurennährstoffe bei der Rapsdüngung – Mikronährstoffe

Neben den Hauptnährstoffen sind eine Menge weiterer Spurenelemente bedeutend für die Entwicklung von Winterraps. Unter ihnen spielen zwei eine ganz besondere Rolle für den Rapsanbau: Bor und Molybdän. Sie sollten bei der Mikronährstoffdüngung keinesfalls fehlen und können sowohl mit einer Boden- als auch mit einer Blattdüngung ausgebracht werden. Auch wenn sie in deutlich geringeren Mengen als die Makronährstoffe benötigt werden – ohne sie sind Spitzenerträge nicht möglich. Vor allem in Stresssituationen wie Trockenheit, Kälte oder einem ungünstigen pH-Wert kann es leicht zu einem Mangel kommen. Haben Sie also auch diese Nährstoffe im Blick.

Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Raps