Die 12 bedeutendsten Krankheiten im Raps

Pilzerkrankungen, Virosen, Mangelkrankheiten – die Liste der Rapskrankheiten ist lang. Insbesondere Pilze machen im Rapsanbau zu schaffen und sorgen Jahr für Jahr für Ernteausfälle und Ertragsverluste. Aber auch Viren und ein Mangel an Nährstoffen stellen eine Herausforderung dar. Wir zeigen Ihnen, woran Sie Krankheiten im Raps erkennen, wie Sie effektiv vorbeugen und Phoma, Weißstängeligkeit & Co. bekämpfen können.

Rapskrankheiten im Überblick

Auf Ihren Rapspflanzen zeigen sich plötzlich Flecken, ein Pilzrasen oder schwarze Kügelchen? Jetzt heißt es schnell handeln! Lernen Sie die verschiedenen Rapskrankheiten und ihr Schadbild kennen und unterscheiden. Erfahren Sie darüber hinaus alles über die Voraussetzungen für eine Infektion sowie vorbeugende Maßnahmen und profitieren Sie von unserem Expertenwissen in Sachen effektiver Pflanzenschutz.

Unsere Services für besten Pflanzenschutz bei Raps

Ob resistentes Saatgut, wirkungsvolle Pflanzenschutzmittel oder Düngemittel zum Ausgleich von Nährstoffmangel – wir stehen Ihnen beim Thema Rapskrankheiten gern zur Seite. Dank langjähriger Erfahrung beraten wir Sie professionell und entwickeln mit Ihnen zusammen maßgeschneiderte Strategien für optimalen Pflanzenschutz. Kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail oder unser Kontaktformular oder besuchen Sie einen unserer BayWa-Standorte und profitieren Sie von unserem Know-how bei Pflanzenschutz, Sortenwahl und Düngung. Als Agrarhandelspartner sind wir darüber hinaus gern bei der Vermarktung Ihrer Agrarerzeugnisse behilflich. Unsere Experten für Raps freuen sich schon auf Sie.

 

Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Raps

Beste Pflanzenschutzmittel gegen Rapskrankheiten

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Phoma

Wurzelhals- und Stängelfäule – Phoma

Die Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma lingam) ist auch unter dem Namen Phoma bekannt und zählt zu den gravierendsten Rapskrankheiten. Weit verbreitet und stark infektiös kann sie zu hohen Ertragsverlusten führen. Mithilfe geeigneter Maßnahmen können Sie die Pilzerkrankung mildern oder gar verhindern. Sie möchten noch mehr über die Wurzelhals- und Stängelfäule Phoma und konkreten Pflanzenschutz erfahren? Dann lesen Sie auf unserer Spezialseite über Raps-Phoma weiter.

sklerotinia

Weißstängeligkeit – Sklerotinia

Die Weißstängeligkeit, auch als Sklerotinia oder Rapskrebs bekannt, ist eine Pilzkrankheit, die neben Raps auch zahlreiche andere Pflanzen befallen kann. Verursacht wird sie durch den Pilz Sclerotinia sclerotiorum, der unter anderem dazu führt, dass sich auf dem Stängel der Rapspflanze zuerst helle Flecken bilden, im weiteren Verlauf kann weißer Schimmel-Flaum auftreten. Daher auch der Name Weißstängeligkeit. Der Befall kann zu schwerwiegenden Ernteausfällen führen.

Rapsschwärze

Rapsschwärze

Die Rapsschwärze – wissenschaftlich Alternaria brassicae – zählt zu den Pilzerkrankungen, die vornehmlich Raps, aber auch Kohlarten, Gemüse und Rosenpflanzen in jedem Entwicklungsstadium befallen können. Oftmals tritt die Rapsschwärze abhängig von der Witterung in allen Anbaulagen sowie zeitgleich mit anderen Pilzen auf.

Grauschimmelfäule

Grauschimmelfäule

Die Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) spielt als Rapskrankheit eine eher untergeordnete Rolle. Sie kann in sämtlichen Rapsanbaugebieten auftreten, Ertragsverluste sind jedoch nur bei stärkerem Befall der Schoten und Stängel zu erwarten. Selbst bei hohem Krankheitsdruck befällt der Pilz oft nur einzelne Pflanzen. Botrytis cinerea gilt als Schwächeparasit, der überwiegend beschädigten oder weniger leistungsfähigen Raps infiziert.

Kohlhernie

Die Kohlhernie, wissenschaftlich Plasmodiophora brassicae oder auch Kropfkrankheit genannt, ist eine durch einen Einzeller ausgelöste Rapskrankheit. Der Erreger kann über 20 Jahre im Boden überleben. Die Kohlhernie schädigt die Wurzeln und hemmt so die Wasser- und Nährstoffaufnahme. Das hat fatale Folgen für den Raps: Befallene Pflanzen weisen Entwicklungsstörungen auf und bringen nur wenig Ertrag. Häufig kommt es zum Absterben der Pflanze.

Typhula-Fäule

Die wissenschaftlich als Typhula gyrans bezeichnete Typhula-Fäule führt zu einer deutlichen Schwächung der Pflanze. Ist der Raps erst einmal befallen, hat er kaum eine Chance. Allerdings hält sich der Gesamtschaden in Grenzen, denn die Pilzinfektion betrifft nur einzelne Pflanzen. Die Folge ist eine zumeist nur geringfügige Ausdünnung im Bestand. Bislang gab es noch keine epidemieartige Ausbreitung der Typhula-Fäule.

Falscher Mehltau

Der Falsche Mehltau, wissenschaftlich als Peronospora parasitica bezeichnet, hat sich in Deutschland in nahezu allen Raps-Anbaugebieten ausgebreitet. Er kann zu Ertragseinbußen von etwa zehn bis 15 Prozent führen. Dabei ist Winterraps insbesondere im Keim- und Jugendstadium gefährdet.

Echter Mehltau

Der Echte Mehltau führt im Gegensatz zu seinem Namensvetter, dem Falschen Mehltau, zu keinen nennenswerten Schäden im Raps. Ausgelöst wird die Erkrankung durch Pilze der Familie Erysiphaceae mit diversen Gattungen und Arten.

Weißfleckigkeit – Cylindrosporium

Die Weißfleckigkeit (Cylindrosporium concentricum) spielt zum Glück in Deutschland bisher keine große Rolle. Dennoch kann die Pilzkrankheit in Einzelfällen auftreten und zu einer Verringerung des Rapsertrags führen.

Rapswelke

Rapswelke – Verticillium

Die Rapswelke, die durch den Pilz Verticillium longisporum verursacht wird und darum auch unter dem Namen Verticillium bekannt ist, ist in Deutschland weit verbreitet und zählt zu den bedeutendsten Rapskrankheiten. Sie kann unter bestimmten Bedingungen Ertragsverluste von bis zu 50 Prozent verursachen. Sie tritt hauptsächlich während der Abreife auf. Übrigens: Früher hielt man den Pilz Verticillium dahliae für den Auslöser der Rapswelke. Dies ist mittlerweile überholt.

Wasserrübenvergilbungsvirus

Wasserrübenvergilbungsvirus – TuYV

Das Wasserrübenvergilbungsvirus, kurz TuYV (turnip yellow virus) genannt, tritt mittlerweile flächendeckend in ganz Deutschland auf. Insbesondere bei einer frühen Infektion beeinträchtigt diese Rapskrankheit die Erträge erheblich: Das Virus kann Ernteausfälle von bis zu 15 Prozent verursachen.

TuYV-resistente Rapsorten

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Mangelerkrankungen

Neben Pilzen und Viren kann auch ein Mangel an Nährstoffen zu einem verringerten Wachstum, einer langsamen Entwicklung und einem niedrigen Ertrag kommen. Symptome wie rötlich oder lila verfärbte Blätter oder Hohlherzigkeit können auftreten. Ursachen sind unter anderem …

  • leichte, sandige Böden in Kombination mit hohen Niederschlägen, infolge derer Nährstoffe ausgeschwemmt werden
  • starke Trockenheit, bei der die Nährstoffe nicht aufgenommen werden können
  • stark verdichtete Böden oder Böden, die pfluglos bearbeitet wurden

Die einzig wirksame Gegenmaßnahme stellt die Zugabe von Nährstoffen in Form von entsprechenden Düngemitteln dar.

Bei Raps kommt es besonders häufig zu …

  • Bormangel
  • Molybdänmangel
  • Schwefelmangel

Aber auch ein Mangel an Kalium, Calcium, Phosphor, Stickstoff und Magnesium kann zu Entwicklungsstörungen und Schädigungen im Raps führen. Lesen Sie bitte hier weiter, wenn Sie mehr über die Zufuhr von Nährstoffen und zur Düngung von Raps erfahren möchten.

Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Raps