Die Schnelligkeit der Abreife wird sowohl durch Umweltbedingungen auch durch die Sorte bestimmt. Die Eingruppierung erfolgt im Rahmen von Reifegruppen, die wiederum durch eine Reifezahl definiert werden.
Bei der Reifezahl handelt es sich um eine internationale Bewertungsskala zur Bestimmung des Reifungsgrads. Sie ist ausschlaggebend für eine sichere Abreife bis zur Ernte. Unterschieden wird zwischen …
- Siloreife (S), die sich auf den Trockenmassegehalt der kompletten Pflanze bezieht, und
- Körnerreife (K), die speziell den Trockenmassegehalt des Korns beschreibt.
Die Reifezahl steht im engen Zusammenhang mit der Temperatursumme im Vegetationszeitraum. Eine Maissorte der Reifegruppe früh hat eine niedrigere Reifezahl und benötigt zur Reife eine geringere Temperatursumme als eine späte Maissorte. Diese hat grundsätzlich eine höhere Reifezahl und benötigt eine höhere Temperatursumme. Achten Sie daher bei der Wahl der Maissorte stets darauf, dass Reifegruppe beziehungsweise Reifezahl, die Standortgegebenheiten und die Klimabedingungen in Ihrer Region aufeinander abgestimmt sind. Nur wenn in Summe die entsprechenden Temperaturen erreicht werden, kann der Mais optimal reifen.