Maissorten – Kriterien für Ihre Sortenwahl

Die Wahl der richtigen Sorte ist das wichtigste Entscheidungskriterium für einen erfolgreichen Maisanbau. Denn wer die Basis für hohe Ertragsleistung und eine gesicherte Abreife legen will, muss das Maissaatgut an Standort, klimatische Bedingungen und geplante Verwertung anpassen. Bevor Sie sich also für eine Maissorte entscheiden, sollten Sie sich gut über die verschiedenen Eigenschaften und Sortenmerkmale informieren. Erfahren Sie bei uns, worauf es bei der richtigen Sortenwahl ankommt und wie Sie ganz einfach die perfekte Maissorte bestimmen.

Sortenwahl beim Mais – Unsere Inhalte

Silomais, Körnermais oder Biogasmais? Zahnmais oder doch besser Hartmais? Die Entscheidung für die richtigen Maissorte ist für Landwirte nicht immer leicht und die Auswahlmöglichkeiten riesig. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Nutzungsrichtungen, zeigen Ihnen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Korn- und Sortentypen und verraten Ihnen, was es mit der Reifezahl auf sich hat.

BayWa-Services rund um unsere Maissorten

Die BayWa ist Ihr Experte für Mais-Saatgut! Gemeinsam mit Ihnen finden wir die optimalen Maissorten für Ihren Betrieb oder Ihre Region. Profitieren Sie von unserem Fachwissen und lassen Sie sich umfassend zum Thema Sortenwahl, Düngung oder Pflanzenschutz beraten. Kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail oder über unser Kontaktformular oder besuchen Sie einen unserer BayWa-Standorte. Übrigens: Als Agrarhandelspartner sind wir darüber hinaus gern bei der Vermarktung Ihrer Agrarerzeugnisse behilflich.

Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Mais
Christopher Heindl
Christopher Heindl
Experte für Mais

Unsere Sortenempfehlung – die drei Top-Maissorten der BayWa

Ihre Zufriedenheit und Ihr Erfolg sind unsere höchste Priorität. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen stets nur die Maissorten, von deren Qualität wir selbst überzeugt sind. Lernen Sie Planterra PM Plutor, ES Yakari und Plesant kennen und bestellen Sie unsere Topseller ganz einfach im Online-Shop.

Planterra Mais Broschüre 2025
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BayWa Reservierungs-Service – exklusiv für Mais

Die Mais-Sorte Ihrer Wahl ist gerade nicht verfügbar? Nutzen Sie unseren Reservierungs-Service. Einfach das gewünschte Produkt auswählen und auf „Reservieren“ klicken. Sobald Ihr Mais wieder verfügbar ist, erhalten Sie von uns eine Nachricht und können bestellen.

Futter oder Energie – Sortenwahl nach Nutzung

Die Wahl der richtigen Sorte spielt eine entscheidende Rolle für den erfolgreichen Anbau von Mais. Dabei gilt es nicht nur klimatische Gegebenheiten und Anforderungen durch den Standort zu berücksichtigen, sondern auch den geplanten Verwertungszweck. Ob Silomais, Körnermais, Biogasmais oder Mehrfachnutzer – jede Nutzung erfordert entsprechende Sorten-Eigenschaften. Bei uns erfahren Sie, welche Kriterien wie GTM-Ertrag, Kornertrag, Stärkegehalt, Verdaulichkeit, Reifegruppe oder Resistenzen bei den verschiedenen Nutzungstypen von Bedeutung sind und wie Sie die optimale Maissorte für Ihre Bedürfnisse auswählen.

Grasbetonte oder maisbetonte Rationen im Futtermais

Futtermittel beeinflussen die Leistung in der Milch- und Viehwirtschaft. Daher muss die Ernährung so optimal wie möglich an die Bedürfnisse der Tiere angepasst sein. Im Zusammenhang mit Futtermais liest man immer wieder von maisbetonten und grasbetonten Rationen. Nicht alle Sorten sind dabei für jede Variante geeignet.

In maisbetonten Rationen kann der hohe Maisanteil dazu führen, dass die Tiere zu viel Stärke aufnehmen. Das wiederum kann zu Verdauungsstörungen oder einer Pansenazidose führen. Daher sind Maissorten mit einem geringeren Stärkegehalt oftmals besser geeignet.

Bei grasbetonten Rationen ist der Maisanteil deutlich niedriger. Hier ist darauf zu achten, dass der Anteil an Proteinen nicht zu hoch wird und es hierdurch zu Verdauungsproblemen kommt. Maissorten mit einem höheren Stärkegehalt können hier den nötigen Ausgleich schaffen.

Nutzungsübergreifende Eigenschaften

Bei der Wahl der passenden Maissorte gilt es neben Reifezahl, Nutzung, Korn- und Sortentyp zahlreiche Kriterien zu berücksichtigen. Nur so sind eine optimale Entwicklung der Pflanzen und vor allem maximale Ergebnisse im Ackerbau zu erreichen. Je nach Nutzungsrichtung sind verschiedene Eigenschaften wie Verdaulichkeit oder Biogasausbeute besonders von Belang. Dennoch gibt es eine ganze Reihe nutzungsübergreifender Merkmale von Maissorten, die auf die Marktleistung, Qualität und Ertragssicherheit großen Einfluss nehmen. Zu diesen zählen unter anderem …

  • Ertragseigenschaften: Kornertrag, TKM, GTM, Biogasertrag
  • Qualitätseigenschaften: Stärkegehalt und Verdaulichkeit
  • Toleranzen/Resistenzen: Anfälligkeit für Stängelfäule
  • Agronomische Eigenschaften: Standorteignung, Aussaatzeit und Aussaatstärke, Jugendentwicklung, Pflanzenlänge, Lagerneigung (Silo oder Körner), Abreifegrad der Blätter, Bestockungsneigung oder Kälteempfindlichkeit

Heterosis-Effekt bei Hybridmais

Heutzutage werden ausschließlich Hybridsorten angebaut. Der Vorteil: Hybridmais zeigt in der ersten Generation aufgrund des sogenannten Heterosis-Effekts eine deutliche Leistungssteigerung. Zu diesem Effekt kommt es, wenn zwei Elternpflanzen unterschiedlicher Inzuchtlinien miteinander gekreuzt werden. Die Nachkommen – der Hybridmais – entwickeln sich besonders stabil und robust. Und das Beste: Im Vergleich zu den Elternpflanzen können sie mehr als das Doppelte an Ertrag bilden.

Zahnmais, Hartmais & Co. – Sortenwahl nach Korntyp

Neben der Nutzungsart wird Mais nach genetischen Korntypen eingeordnet. Man unterscheidet zwischen Zahnmais (Dent-Sorten), Hartmais (Flint-Sorten) und Zwischentypen dieser beiden Korntypen.

  • Zahnmais

    Zahnmais oder zahnmaisähnliche Typen lassen sich an der Form des Korns erkennen, die an einen Zahn erinnert und an der Kornspitze die charakteristische Vertiefung aufweist. Sie sind unempfindlicher gegenüber Trockenstress, silieren aufgrund ihrer weicheren Stärke schneller und können daher von Wiederkäuern besser verdaut werden. Außerdem bieten sie ein höheres Ertragspotential und ein besseres Stay-green.

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  • Hartmais

    Hartmais oder hartmaisähnlichen Typen fehlen die typische Einkerbung. Ihre Oberfläche ist hart und von einer hornigen Textur umgeben. Hartmais ist äußerst robust und weist oftmals neben einem zügigen Feldaufgang auch eine rasche Jugendentwicklung und eine frühe Reife auf.

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  • Weitere Korntypen

    Neben dem beschriebenen Zahn- und Hartmais, der zu Futterzwecken und in der Biogasanlage genutzt wird, gibt es weitere Maistypen, die in Deutschland jedoch seltener angebaut werden.

    • Stärkemais verfügt über deutlich mehr Stärke als andere Typen und wird daher zu Mehl oder Maisstärke für die Lebensmittelindustrie verarbeitet.
    • Puffmais – auch als Popcornmais bekannt – hat einen vergleichsweise hohen Feuchtigkeitsgehalt im Korn. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Popcorn-Herstellung.
    • Wachsmais ist von einer glänzenden, wachsartigen äußeren Schicht umhüllt, die ihm seinen Namen verleiht. Er wird ebenfalls in der Lebensmittelindustrie verwendet, beispielsweise in Form von Maisstärke.
    • Zuckermais zeichnet sich durch einen höheren Zuckergehalt aus und wird hauptsächlich als Gemüse für den menschlichen Verzehr verwendet.
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Sichere Abreife

Sichere Abreife – Sortenwahl nach Reifezahl

Die Schnelligkeit der Abreife wird sowohl durch Umweltbedingungen auch durch die Sorte bestimmt. Die Eingruppierung erfolgt im Rahmen von Reifegruppen, die wiederum durch eine Reifezahl definiert werden.

Bei der Reifezahl handelt es sich um eine internationale Bewertungsskala zur Bestimmung des Reifungsgrads. Sie ist ausschlaggebend für eine sichere Abreife bis zur Ernte. Unterschieden wird zwischen …

  • Siloreife (S), die sich auf den Trockenmassegehalt der kompletten Pflanze bezieht, und
  • Körnerreife (K), die speziell den Trockenmassegehalt des Korns beschreibt.

Die Reifezahl steht im engen Zusammenhang mit der Temperatursumme im Vegetationszeitraum. Eine Maissorte der Reifegruppe früh hat eine niedrigere Reifezahl und benötigt zur Reife eine geringere Temperatursumme als eine späte Maissorte. Diese hat grundsätzlich eine höhere Reifezahl und benötigt eine höhere Temperatursumme. Achten Sie daher bei der Wahl der Maissorte stets darauf, dass Reifegruppe beziehungsweise Reifezahl, die Standortgegebenheiten und die Klimabedingungen in Ihrer Region aufeinander abgestimmt sind. Nur wenn in Summe die entsprechenden Temperaturen erreicht werden, kann der Mais optimal reifen.

Reifegruppesehr früh
Reifezahl<170
Reifegruppefrüh
Reifezahl

170–220

Reifegruppemittelfrüh
Reifezahl

230–250

Reifegruppemittelspät
Reifezahl

260–290

Reifegruppespät
Reifezahl300–350

 

  • Früh abreifende Maissorten …

    … werden häufiger für Futtermais (Silomais, Körnermais und CCM) oder als Zweitfrucht genutzt. Sie sind aufgrund klimatischer Bedingungen vor allem im Norden Deutschlands oder in höher gelegenen Regionen anzutreffen. Findet die Abreife zu früh statt, besteht das Risiko, dass das Ertragspotenzial nicht vollständig genutzt werden kann.

  • Mittelfrühe Maissorten …

    … sind für beinahe alle Standorte geeignet und dementsprechend weit verbreitet.

  • Mittelspäte und späte Maissorten …

    … kommen vor allem in Gebieten mit wärmeren klimatischen Bedingungen zum Einsatz und finden zumeist als Energiemais für die Gewinnung von Biogas Verwendung. Die späte Reife birgt jedoch das Risiko von Frostschäden im Herbst und eventuellen Einbußen im Ertrag.

Ökologisch produziertes Saatgut

Für den ökologischen Maisanbau bieten wir ertragsstarkes Öko-Saatgut. Ob als ökologischer Biogasmais, Körnermais oder Silomais – lernen Sie unser Produktportfolio kennen und überzeugen Sie sich selbst.

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Von Stay-green bis Flexkolben – Sortentypen

Auch wenn Maissorten anhand ihrer Reifezahl zur selben Reifegruppe gezählt werden, können sie sich dennoch in Wuchs und Abreifeverhalten unterscheiden. Daher gibt es eine zusätzliche Einteilung in die Sortentypen Stay-green, Dry-down, Stiff Stalk, Fixkolbentypen, Flexkolbentypen sowie Typen mit harmonischer Abreife.

Beste Saatgutbehandlung und optimaler Beizschutz

Sichern Sie die bestmögliche Entwicklung Ihres Maises und schützen Sie die Maiskörner bereits bei der Aussaat vor Schädlingen, Vogelfraß oder Pilzerkrankungen. Die BayWa bietet eine große Auswahl an Mais-Saatgut in verschiedenen Beiz-Varianten – darunter auch für den ökologischen Maisanbau.

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Marina Reiff
Marina Reiff
Expertin für Mais
Christopher Heindl
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