Bullenmast & Rindermast

Erfolgreiche Rindermast beginnt mit der richtigen Entscheidung – und dem passenden Know-how. Wer Bullen oder andere Mastrinder hält, weiß: Der Weg zu wirtschaftlichem Erfolg und hochwertigem Fleisch führt über viele Stellschrauben.

Wir bieten Landwirten fundiertes Wissen, praxisnahe Tipps und übersichtliche Entscheidungshilfen für eine optimale Rindermast – von passenden Rinderrassen über das richtige Mastverfahren bis hin zur bedarfsgerechten Fütterung und Stallausstattung.

Inhaltsverzeichnis

    BayWa-Services für die Rinder- und Bullenmast

    Effizienz und Tierwohl in der Rinder- und Bullenmast gehen Hand in Hand – wenn Know-how, Technik und Beratung stimmen. Als Ihr starker Partner in der Landwirtschaft bringt die BayWa über ein Jahrhundert Erfahrung mit, um Sie bei allen Fragen rund um die moderne Rinderhaltung zu unterstützen. Von der optimalen Stallgestaltung über Futter für Mastbullen bis hin zur Tiergesundheit bieten wir Ihnen Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen Ihres Betriebs abgestimmt sind. Mit praxisorientierter Beratung, zuverlässiger Technik und einem starken Sortiment begleiten wir Sie auf dem Weg zu nachhaltigem Erfolg in der Rindermast. Kontaktieren Sie uns – per E-Mail, über unser Kontaktformular oder direkt vor Ort an einem unserer BayWa-Standorte. Wir freuen uns auf Sie!

    Ansprechpartner Rind
    Ihre Ansprechpartner für alles rund ums Rind – BayWa
    Bullen für die Mast

    Rinderrassen für die Mast & Fleischproduktion

    Die Wahl der passenden Rinderrasse spielt für Wirtschaftlichkeit, Fleischqualität und Effizienz eine entscheidende Rolle. Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich deutlich in ihrer Eignung für die Mast, insbesondere in Bezug auf tägliche Zunahmen, Endgewicht, Fleischstruktur und Anpassungsfähigkeit an Haltungsbedingungen.

    In Deutschland dominieren in der intensiven Bullenmast vor allem die Rassen Fleckvieh (Simmentaler), Holstein, Braunvieh, Charolais und Limousin:

    • Fleckvieh ist eine der wichtigsten Mast-Rinderrassen in Deutschland. Als Doppelnutzungsrasse vereint es gute Milchleistung mit hoher Masttauglichkeit. Studien zeigten, dass Fleckvieh-Bullen höhere tägliche Zunahmen erzielen als Braunvieh und Holstein (Quelle: LfL ↗). Das Fleisch ist feinfaserig, gut marmoriert und zeigt eine hohe Ausschlachtung.
    • Holstein, eigentlich eine klassische Milchrasse, bringt solide Zunahmen, jedoch geringere Fleischqualität. Sie wird meist für die Mast männlicher Kälber aus Milchviehbetrieben genutzt.
    • Braunvieh liefert robuste Tiere und bleibt bei Fleischleistung und Zunahmen nur leicht hinter Fleckvieh zurück.
    • Charolais und Limousin, zwei französische Fleischrassen, bieten sehr hohe Zunahmen und ausgezeichnete Fleischqualität. Charolais punktet mit hoher Endmasse und Bemuskelung, Limousin mit feinem Fleisch und guter Mütterlichkeit – ideal auch für die Mutterkuhhaltung.
    • Angus und Galloway eignen sich gut für extensivere oder ökologische Haltungen. Sie wachsen langsamer, liefern aber zartes, gut marmoriertes Fleisch und sind sehr robust.
    • Uckermärker, eine Kreuzung aus Charolais und Fleckvieh, vereint gute Fleischleistung mit Anpassungsfähigkeit.

    Die Mehrheit der Jungbullen in der deutschen Mast stammt aus Milchviehbetrieben, vor allem von Fleckvieh- und Holstein-Kühen. Ein weiterer Teil der Mastbullen entstammt der Mutterkuhhaltung, wobei hier spezialisierte Fleischrassen wie Charolais, Limousin oder deren Kreuzungen dominieren.

    Rinder im Rindermaststall

    Formen der Rindermast

    In Deutschland werden vor allem männliche Rinder – und dabei insbesondere Jungbullen intensiv gemästet, meist in Laufställen mit Maissilage-basierten TMR-Rationen. Die Fresseraufzucht spielt dabei eine wichtige Rolle als vorgelagerter Bereich der Bullenmast. Färsenmast, Ochsenmast und extensivere Mast-Systeme sind eher in Spezialprogrammen oder in der Direktvermarktung verbreitet.

    • Intensivmast: hohe Futterdichte, hohe Zunahmen, kurze Mastdauer; Standard bei Jungbullen aus Milchviehhaltung oder von Doppelnutzungsrassen.
    • Qualitätsfleischmast: längere Mastdauer, geringere Zunahmen, feinfaseriges Fleisch; Nischen (u.a. auch Ochsenmast, Färsenmast), Direktvermarktung
    • Extensivmast (z. B. auf Weide): geringe Futterkonzentration, längere Mast-Dauer; eher selten, meist für Bio oder Spezialprogramme

    Mast abhängig von der Rinderrasse

    Ab welchem Alter Rinder in die Mast – meist in spezialisierten Mastbetrieben – gegeben werden, steht oft in einem direkten Zusammenhang mit ihrer Rasse und ihrer Herkunft.

    • Kälber – vor allem männliche – von Milchrassen wie Holstein kommen als Nebenprodukt der Milchproduktion bereits ab einem Alter von 28 Tagen in die Mast. Sofern sie nicht transportiert werden müssen, kann die Mast teilweise auch schon ab der zweiten bis dritten Lebenswoche noch während der Tränkephase beginnen. Trotz des frühen Mastbeginns haben Kälber von Milchrassen eine geringere Fleischleistung im Vergleich zu Fleischrassen. Dennoch ist sie in Deutschland am meisten verbreitet.
    • Kälber von Doppelnutzungsrassen wie Fleckvieh oder Braunvieh kommen als Starter-Kalb (ab einem Alter von ein bis zwei Monaten) oder als Fresser (vier bis sechs Monate) in die Mast. Starter erhalten zu Beginn noch Milch und werden dann auf Festfutter umgestellt, wohingegen Fresser bereits direkt mit Festfutter gemästet werden – und in dieser Hinsicht eine weniger lange Aufzuchtzeit benötigen. Rinder von Doppelnutzungsrassen verfügen meist über eine gute Fleischleistung und ein solides Grundwachstum.
    • Kälber reiner Fleischrassen wie Charolais oder Limousin werden nicht in Milchviehbetrieben geboren, sondern vornehmlich in Mutterkuhhaltung. Die meist männlichen Kälber bleiben etwa vier bis sechs Monate bei der Mutterkuh und erreichen das Absetzer-Alter (circa sechs bis neun Monate), bevor sie an einen Mastbetrieb verkauft und weiter gemästet werden. Die Bullenmast bei Fleischrassen setzt also später ein, erzielt jedoch eine sehr gute Fleischqualität und höhere Preise. Zu Beginn müssen die Tiere oft von Muttermilch und Gras auf die Fütterung mit Silage und Kraftfutter und – sofern aus Weidehaltung – auf die Stallhaltung mit Spaltenboden umgewöhnt werden.
    Mehr über Fleischrassen erfahren
     Rasse
    Rindermast Milchrassez. B. Holstein
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)z. B. Fleckvieh, Braunvieh
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)z. B. Fleckvieh, Braunvieh

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)
    z. B. Charolais, Limousin
     Start Mastbeginn
    Rindermast Milchrasse

    Alter: 14–28 Tage

    Gewicht: 45–80 kg
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)

    Alter: 28–100 Tage

    Gewicht: 60–130 kg
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)

    Alter: 120–180 Tage

    Gewicht: 160–250 kg

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)

    Alter: 180–300 Tage

    Gewicht: 250–380 kg
     Ende Mast
    Rindermast Milchrasse

    Alter: 550–650 Tage

    Gewicht: 570–700 kg
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)

    Alter: 520–620 Tage

    Gewicht: 620–750 kg
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)

    Alter: 520–620 Tage

    Gewicht: 620–750 kg

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)

    Alter: 490–580 Tage

    Gewicht: 630–780 kg
     Tägliche Zunahme
    Rindermast Milchrasse800–1.100 g/Tag
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)1.200–1.400 g/Tag
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)1.200–1.400 g/Tag

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)
    1.200–1.500 g/Tag
     Vorteile
    Rindermast Milchrassepreiswert, schnell verfügbar
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)guter Kompromiss aus Aufwand und Ertrag
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)guter Kompromiss aus Aufwand und Ertrag

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)
    sehr gute Schlachtausbeute, hohe Preise bei Direktvermarktung
     Nachteile
    Rindermast Milchrassegeringe Schlachtausbeute, niedriger Marktpreis
    Rindermast Doppelnutzer (Starter)höherer Futterbedarf als Fleischrassen
    Rindermast Doppelnutzer (Fresser)höherer Futterbedarf als Fleischrassen

    Rindermast Fleischrasse

    (Absetzer)
    höhere Einstiegskosten, spätere Verfügbarkeit

     

    Fressender Jungbulle

    Fütterung von Mastrindern, Bullen & Co.

    Eine ausgewogene Ration ist auf das Alter, Gewicht, die Rasse und das angestrebte Zunahmeziel der Masttiere abgestimmt. Ziel ist eine leistungsfähige, pansenstabile und gesundheitsfördernde Versorgung. Dabei gilt: Rationen sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden – insbesondere im Hinblick auf Trockenmassegehalt (TS), Energie (NEL), Rohprotein (XP) und Strukturanteil.

    In der Praxis bewährt sich vor allem das TMR-System (Total Mixed Ration). Hierbei werden alle Futter-Komponenten gleichmäßig gemischt. Dies verhindert Selektieren, sorgt für eine konstante Nährstoffaufnahme und fördert die Pansenstabilität. Wichtig ist dabei der Einsatz strukturreicher Futterbestandteile wie Stroh oder Heu, um die Wiederkautätigkeit und damit die Pansenfunktion zu sichern.

    Die Futterqualität ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Nur hygienisch einwandfreies, nährstoffreiches und schmackhaftes Futter wird gerne aufgenommen und fördert hohe tägliche Zunahmen. Schimmel, Verderb und Verunreinigungen sind unbedingt zu vermeiden. Regelmäßige Futteranalysen helfen, den tatsächlichen Nährstoffgehalt zu ermitteln und die Ration entsprechend präzise anzupassen.

    Ein oft unterschätzter Faktor ist das Tränkewasser: Besonders bei getreidereichen, trockenen Rationen ist der Wasserbedarf hoch. Die Tiere benötigen jederzeit frisches, sauberes Wasser in ausreichender Menge, da Flüssigkeitsmangel direkt die Futteraufnahme und Leistung beeinträchtigt.

    Auch das Fütterungsmanagement spielt eine große Rolle: Ein sauberer Futtertisch und eine mehrmals tägliche Futtervorlage fördern die Futteraufnahme und verhindern Futterverluste. Gleichzeitig ist eine konsequente Tierbeobachtung unerlässlich: Veränderungen im Fressverhalten, in der Kotkonsistenz oder beim Wiederkauverhalten können frühzeitig auf Probleme hinweisen. Zudem sollten die Zunahmen regelmäßig kontrolliert werden, um bei Abweichungen schnell reagieren und gegensteuern zu können.

    1) Die Gruber Tabelle als Planungsgrundlage

    Ein hilfreiches Werkzeug zur Rationsberechnung ist die sogenannte Grubertabelle ↗. Sie enthält praxisorientierte Sollwerte für den Nährstoffbedarf von Mastrindern, abhängig von Gewicht, Mastphase und Zunahmeziel. Anhand dieser Richtwerte lassen sich rationierte Fütterungen exakt planen, was vor allem in der intensiven Bullenmast zur Optimierung der Leistung und Futtereffizienz beiträgt. Besonders für die Abstimmung von Energie- und Eiweißversorgung liefert die Gruber Tabelle wertvolle Orientierung – sie sollte daher fester Bestandteil jeder Rationsberechnung sein.

    BayWa Futtermittelanalyse

    Ob Mais-, Getreide- oder Grassilage – Lassen Sie mit den professionellen Futtermittel-Analysen der BayWa Nährstoff-, Mineral-, und Spurenelement-Gehalte exakt bestimmen. So können Sie die Rationen für Ihre Tiere optimieren und Kraftfutter-, Mineralfutter- und Energiefuttermittel gezielt einsetzen.

    Jetzt mehr erfahren

    2) Grundfutter

    Als Basisfutter wird in der Mast Heu und Grassilage vorgelegt, ab der Mittelmast vornehmlich Maissilage. Stroh kann in allen Phasen der Bullenmast angeboten werden.

    GrundfuttermittelGrassilage
    Eigenschaften

    ✔ strukturreich, mehr Rohprotein, weniger Energie als Maissilage

     

    ✔ Mastphase: Vormast & Anfang Mittelmast

     

    ✔ geeignet für Jungtiere und zum Ausgleich von Maissilage

    GrundfuttermittelHeu
    Eigenschaften

    ✔ hochwertige Struktur, mäßige Energie, hygienisch

     

    ✔ Mastphase: Vormast

     

    ✔ fördert Pansenentwicklung und Wiederkauen

    GrundfuttermittelMaissilage
    Eigenschaften

    ✔ sehr energiereich, schmackhaft, leicht verdaulich, wenig Eiweiß

     

    ✔ Mastphase: Mittel- & Endmast

     

    ✔ Hauptfutter in der intensiven Mast, Gefahr von Pansenazidose bei zu hoher Gabe

    GrundfuttermittelStroh
    Eigenschaften

    ✔ kaum Energie, viel Struktur

     

    ✔ Mastphase: ergänzend in allen Phasen

     

    ✔ geeignet zur Azidosevermeidung bei Getreidefütterung

     

    3) Kraftfutter

    Kraftfutter-Komponenten liefern den Mastrindern gezielt die Nährstoffe, die das Grundfutter allein nicht ausreichend bereitstellt – insbesondere Energie und Eiweiß. Sie sind entscheidend für Wachstum und Leistung und können die Ration stabilisieren. Füttern Sie Kraftfutter jedoch nur schrittweise an, – besonders in der Umstellung auf hohe Maissilage- oder Getreiderationen (Azidose-Gefahr!) – und vernachlässigen Sie selbst in der Endmast nicht die strukturreichen Komponenten in der Ration.

    KraftfuttermittelMaiskörner (ganz oder geschrotet)
    Eigenschaften

    ✔ sehr energiereich, wenig Eiweiß

     

    ✔ Mastphase: ab Mittelmast

     

    ✔ langsam anfüttern – Azidose-Gefahr

    KraftfuttermittelWeizen
    Eigenschaften

    ✔ sehr energiereich, hoher Stärkegehalt

     

    ✔ Mastphase: begrenzter Einsatz ab Mittelmast

     

    ✔ hohe Fermentationsrate – Azidose-Gefahr

    KraftfuttermittelGerste
    Eigenschaften

    ✔ mittlere Energie, hohe Stärkeverdaulichkeit

     

    ✔ Mastphase: ab Mittelmast

     

    ✔ beliebt in Europa, gute Ergänzung zu Silage

    KraftfuttermittelRapsextraktionsschrot
    Eigenschaften

    ✔ hoher Rohproteingehalt (~35–40 %), auch Rohfaser

     

    ✔ Mastphase: Vormast & Mittelmast

     

    ✔ günstige Eiweißquelle, gute Aminosäureversorgung

    KraftfuttermittelSojaextraktionsschrot
    Eigenschaften

    ✔ sehr hoher Eiweißgehalt (~44–48 %)

     

    ✔ Mastphase: Vormast, Jungbullenmast

     

    ✔ hochwertiges Eiweiß, importabhängig

    KraftfuttermittelAckerbohnen (große Bohnen), Erbsen
    Eigenschaften

    ✔ mittlerer Eiweiß- und Energiegehalt

     

    ✔ Mastphase: Vormast (regional)

     

    ✔ GVO-freie Eiweißalternative

    KraftfuttermittelBiertreber
    Eigenschaften

    ✔ faser- & eiweißreich, feucht

     

    ✔ Mastphase: Vormast & Mittelmast

     

    ✔ schmackhaft, als Nebenprodukt günstig

    KraftfuttermittelMelasse
    Eigenschaften

    ✔ zuckerreich, schmackhaft

     

    ✔ Mastphase: in allen Phasen ergänzend möglich

     

    ✔ fördert Futteraufnahme, Staubbindung

     

    4) Ergänzungsfutter und Mineralfutter

    Mineralfutter und Lecksteine decken den Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, die für Wachstum, Stoffwechsel und Tiergesundheit wichtig sind, darunter Calcium (Ca), Phosphor (P), Natrium (Na) und Magnesium (Mg). Mineralfutter kann als bedarfsgerechte Ergänzung während jeder Phase der Mast gegeben werden.

    Pansenpuffer (zum Beispiel Natriumbicarbonat) können bei hoher Kraftfuttergabe bei der Vorbeugung gegen Azidose unterstützen. Fette und Futteröle werten Hofmischungen energetisch auf, sollten jedoch nur in geringen Mengen eingesetzt werden. Siliermittel unterstützen bei der Fermentation und Haltbarkeit der Silage und fördern damit die Futterqualität.

    5) Überblick: Futtermittel in der Rindermast – Einsatz nach Mastphasen

    In der Rindermast ist der gezielte Einsatz verschiedener Futtermittel entscheidend für hohe Tageszunahmen, eine gute Schlachtleistung und die Vitalität von Bullen und Co. Die Auswahl und der Fütterungs-Zeitpunkt hängen von der Mastphase, dem Ziel der Mast, dem Alter der Tiere, der Rasse und den betrieblichen Gegebenheiten ab.

    MastphaseVormast
    Körpergewicht (ca.)100–250 kg
    ZielWachstum und Pansenentwicklung, Muskel- & Skelettaufbau
    Geeignete Futtermittel

    ✔ Grassilage

     

    ✔ Maissilage (begrenzte Menge)

     

    ✔ Heu/Stroh (Struktur)

     

    ✔ Kraftfutter mit hohem Eiweiß-Gehalt (z. B. Soja, Rapsextraktionsschrot)

    ✔ Mineralfutter

    Hinweise

    Energie nicht zu hoch, aber hoher Eiweiß-/Protein-Bedarf, strukturreich
    MastphaseMittelmast
    Körpergewicht (ca.)250–450 kg
    Zielgute Tageszunahmen, gleichmäßiges Wachstum
    Geeignete Futtermittel

    ✔ Maissilage (als Hauptenergieträger)

     

    ✔ Grassilage

     

    ✔ Getreide (Gerste, Mais, Weizen)

     

    ✔ Eiweißträger (z. B. Rapsextraktionsschrot)

     

    ✔ Mineralfutter

    Hinweise

    Energiedichte erhöhen, Eiweiß leicht senken; ausgewogenes Verhältnis von Energie und Eiweiß/Protein
    MastphaseEndmast
    Körpergewicht (ca.)450–700+ kg
    ZielFettansatz, Fleischqualität
    Geeignete Futtermittel

    ✔ Maissilage in hohem Anteil

     

    ✔ Getreide (bis zu 40 % der TS)

     

    ✔ Eiweißanteil deutlich reduzieren

     

    ✔ wenig Struktur, aber Pansenfunktion sichern (Stroh)

     

    ✔ evtl. Fettzusätze bei Hochleistung

    Hinweise

    hohe Energiedichte, moderater Eiweiß-/Protein-Gehalt, aber mit Strukturkomponenten; auf Pansenazidose achten

     

    Bonimal für die Rindermast

    Ob Mineralfutter oder eiweiß- und energiereiches Ergänzungsfutter – Versorgen Sie Ihre Rinder auch in der Mast optimal mit den Produkten von Bonimal.

    Jetzt Bonimal kaufen
    Rindermaststall

    Rindermaststall & Bullenmaststall

    Ein moderner Rindermaststall muss sowohl auf die Bedürfnisse der Tiere als auch auf die wirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen des Betriebs abgestimmt sein. Ob Neubau, Umbau oder Modernisierung – ein funktionaler Grundriss mit klar strukturierten Bereichen für Fressen, Liegen und Laufen ist essenziell. Ausreichend breite Laufgänge, rutschfeste Böden, eine komfortable Liegefläche und genügend Fressplätze pro Tier sind dabei zentrale Gestaltungskriterien.

    Auch die Gruppengröße muss bedacht werden – in der Regel werden sechs bis zwölf Tiere pro Gruppe empfohlen, größere Gruppen erfordern zusätzliche Strukturierungsmaßnahmen. Der Platzbedarf richtet sich nach dem Gewicht der Tiere und unterscheidet sich zwischen Neu- und Altbauten.

    Bei den Stallsystemen hat sich in der Rindermast der Laufstall in verschiedenen Varianten etabliert:

    • Der Vollspaltenboden ist weit verbreitet, birgt aber Verletzungsrisiken. Daher wird er oft mit weicheren Liegeflächen oder Teilspaltenböden kombiniert.
    • Alternativen wie Tiefstreu-Ställe mit Stroh oder der Tretmiststall mit Gefälle sorgen für mehr Tierkomfort, sind aber pflegeintensiver und vor allem in kleineren oder ökologisch wirtschaftenden Betrieben anzutreffen.
    • Weitere Systeme wie Liegeboxenlaufställe oder kreisförmige Roundhouses bieten neue Ansätze, insbesondere in puncto Arbeitssicherheit und Raumnutzung.
    Ansprechpartner Rind
    Ihre Ansprechpartner für alles rund ums Rind – BayWa