
Maisanbau – sicher & gewinnbringend
Mais (lateinisch Zea mays) zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Getreidesorten. Weltweit rangiert er zusammen mit Weizen und Reis unter den Top drei. Ob als Tierfutter oder Energierohstoff – auch in Deutschland ist er längst eine der wichtigsten Nutzpflanzen und aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Grund genug Ihnen alles über den Anbau des gelben Korns zu verraten. Von der Auswahl der besten Maissorten über Tipps für die Aussaat bis hin zur Erntetechnik – bei uns erfahren Sie, worauf es beim Mais ankommt, wie Sie Ihre Bestände vor Schädlingen und Krankheiten bewahren und Ihre Erträge maximieren.
Vom Saatgut bis zur Ernte – Bester Service für Ihren Mais
Die BayWa bietet Ihnen ein Jahrhundert an Erfahrung in der Landwirtschaft und steht Ihnen als Profi in Sachen Mais immer zur Seite. Profitieren Sie von unserem Expertenwissen bei Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Ackerbau-Technik und vielem mehr. Wir beraten Sie gern zu allen Fragen rund um den Mais und entwickeln gemeinsam mit Ihnen maßgeschneiderte Pflanzenbau-Strategien. Holen Sie das Beste aus Ihrem Mais heraus und kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns schon auf Sie!
Mit unseren BayWa-Angeboten und Services gelingt der Maisanbau:
Beratung
Unsere Expertinnen und Experten für Mais stehen Ihnen bei Sortenwahl, Pflanzenbau und Technik gern zur Seite.
Große Produkt-Auswahl
Entdecken Sie unser hochwertiges Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie viele weitere Produkte rund um den Maisanbau.
Exklusiv bei Mais-Saatgut: Reservierungs-Service
Auf Wunsch benachrichtigen wir Sie, sobald Ihr Wunsch-Saatgut wieder verfügbar ist.
Teilflächenspezifische Aussaat – Service- und Software-Pakete
Steigern Sie Ihre Erträge und nutzen Sie unsere Angebote für Precision Farming.
Bodenuntersuchung
Lassen Sie Ihre Bodenproben professionell ziehen und den Nährstoffgehalt präzise ermitteln.
Düngebedarfsermittlung
Den Düngebedarf zuverlässig ermitteln – in Eigenregie oder mithilfe unserer praktischen Agrarsoftware
Drohneneinsatz zur Maiszünslerbekämpfung
Nutzen Sie unseren Service und lassen Sie Trichogramma-Schlupfwespen im Mais per Drohne ausbringen.
Aktuelles & Neuigkeiten
Immer auf dem neuesten Stand mit den aktuellen Nachrichten aus der Welt des Maisanbaus
BayWa-Standorte
Besuchen Sie einen unserer BayWa-Standorte und überzeugen Sie sich von unserem Know-how bei Sortenwahl, Düngung und Pflanzenschutz. Als Handelspartner sind wir darüber hinaus gern bei der Vermarktung Ihrer Agrarerzeugnisse behilflich.
Weitgereist – Die Geschichte des Maises
Der Ursprung der Getreidepflanze reicht zurück bis ins antike Mittelamerika, wo sich durch Züchtung und Domestizierung aus dem Wildgras Teosinte der uns bekannte Mais entwickelte. Bereits vor 7.000 Jahren spielte Mais im heutigen Mexiko, etwas später auch in Peru und Panama eine wichtige Rolle. Die ersten Maiskörner gelangten durch Christoph Kolumbus im Zuge seiner zweiten Entdeckungsfahrt im Jahr 1496 nach Europa. Hier wurde Mais anfangs als Zierpflanze und Heilpflanze in botanischen Gärten gehalten, da man seine Nutzbarkeit als Ackerfrucht noch nicht erkannt hatte.
Erst ab dem 16. Jahrhundert begann der Anbau von Mais als Getreide – zunächst vor allem im Mittelmeerraum, in Deutschland in klimatisch begünstigten Regionen wie dem Rheintal oder Baden. Widerstandsfähigere Maissorten, die auch kälteren Klimabedingungen standhalten konnten, wurden erst im 19. Jahrhundert entwickelt, nachdem Kartoffelernten aufgrund von Krankheiten ausfielen. Trotzdem blieben die Anbauflächen in Deutschland weiterhin gering, bis ab den 1950er-Jahren speziell gezüchtete Hybridmais-Sorten den Maisanbau auch in Mitteleuropa effizienter machten. Heute gibt es etwa 5.000 Maissorten, die dank ihrer Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit weltweit in den verschiedensten Ländern und Klimazonen angebaut werden.
Vom Maiskorn bis zum Kolben – Aussehen und Entwicklung
Mais ist eine einjährige Pflanze und zählt zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Auch wenn moderne Züchtungen robuster gegenüber kühleren Temperaturen sind, benötigen sie milde Bodentemperaturen, um keimen zu können. Sobald der Keimling die Bodenoberfläche durchbrochen hat, bilden sich die ersten Blätter. Während des Längenwachstums schießt der Mais Stängelknoten für Stängelknoten (sog. Nodium) nach oben, bis er eine Höhe von eineinhalb bis drei Meter erreicht hat. Währenddessen beginnen sich dunkelgrüne Blätter mit rauen Spreiten auszubilden.
Mais ist einhäusig getrenntgeschlechtig, was unter den Getreidearten einzigartig ist. Die männlichen Blüten entstehen an der Spitze des Haupttriebs in Form von Rispen (auch als Fahne bezeichnet). Die weiblichen Blüten erscheinen als rötliche Griffel in den Blattachseln im mittleren Bereich der Pflanze. Nach der Befruchtung, die überwiegend über den Wind stattfindet, entwickeln sich aus den weiblichen Blüten ein bis zwei Kolben pro Maispflanze. Diese sind von den sogenannten Lieschblättern umhüllt, bei denen oben noch Überreste der Griffel als Maisbart hervorgucken. So geschützt reifen die bei uns meist gelben Maiskörner (Karyopsen) heran und werden immer härter, bis sie von September bis Oktober geerntet werden können.
Die Entwicklung von Mais wird in insgesamt neun, unter dem Kürzeln BBCH-Stadien bekannte Wachstumsstufen eingeteilt. Sie zeigen das morphologische Entwicklungsstadium der Maispflanze im Jahr.
| Entwicklungsstadien | BBCH-Stadium |
|---|---|
| 0 Keimung | 0–09 |
| 1 Blattentwicklung Hauptspross | 10–19 |
| 2 Bestockung und Entwicklung von Seitentrieben | 20–29 |
| 3 Schossen / Längenwachstum | 30–39 |
| 4 Rispenschwellen | 40–49 |
| 5 Rispenschieben | 50–59 |
| 6 Blüte | 60–69 |
| 7 Fruchtentwicklung | 70–79 |
| 8 Reife | 80–89 |
| Entwicklungsstadien | 0 Keimung |
|---|---|
| BBCH-Stadium | 0–09 |
| Entwicklungsstadien | 1 Blattentwicklung Hauptspross |
| BBCH-Stadium | 10–19 |
| Entwicklungsstadien | 2 Bestockung und Entwicklung von Seitentrieben |
| BBCH-Stadium | 20–29 |
| Entwicklungsstadien | 3 Schossen / Längenwachstum |
| BBCH-Stadium | 30–39 |
| Entwicklungsstadien | 4 Rispenschwellen |
| BBCH-Stadium | 40–49 |
| Entwicklungsstadien | 5 Rispenschieben |
| BBCH-Stadium | 50–59 |
| Entwicklungsstadien | 6 Blüte |
| BBCH-Stadium | 60–69 |
| Entwicklungsstadien | 7 Fruchtentwicklung |
| BBCH-Stadium | 70–79 |
| Entwicklungsstadien | 8 Reife |
| BBCH-Stadium | 80–89 |
Ein wahrer Alleskönner – Verwertung und Bedeutung von Mais
Ob in der konventionellen Landwirtschaft oder im ökologischen Landbau – Mais wird überall in Deutschland erfolgreich angebaut. Mancherorts wird sogar schon von einer „Vermaisung“ gesprochen. Doch was kann der Mais eigentlich alles und wofür werden die 73 bis 100 Millionen Tonnen Silomais und etwa vier Millionen Tonnen Körnermais, die bei uns jährlich produziert werden, verwendet?

