Ernte und Pflanzenschutz

  • Starke Erträge und hohe Qualitäten des Grundfutters sind das Ziel der Grünland Ernte. 
  • Je nach Standort und Nutzungsintensität ist eine zwei- bis sechsmalige Ernte im Jahr erforderlich. 

Silieren

  • Richtiger Schnittzeitpunkt entscheidend. 
  • Futterverschmutzung sollte vermieden werden. 
  • Schonen der Grasnarben beim Schneiden und Werben der Silage. 
  • Zügig und sauber einsilieren und Siliermittel gleichmäßig verteilen. 
  • Silo gut verdichten und luftdicht mit passenden Silofolien bedecken. 
  • Ungestörte Gärung des Silos ermöglichen und frühestens nach 6 Wochen öffnen, im Idealfall nach 8 – 10 Wochen. 

Pflanzenschutz im Grünland

Für die Bewertung eines Grünlandbestandes werden auch die Anteile an Ungräsern und Unkräutern ermittelt. Sind sie zu hoch, müssen pflanzenbauliche Maßnahmen ergriffen werden. 

  • Regulierung von Ampfer

    • Ampferdurchsetzte Bestände sollten selektiv bekämpft werden.  
    • Beste Erfolge bei Sämlingsampfer und Altpflanzen im Herbst. 
    • Kleeschonende Ampferbekämpfung erfolgt mit 45 g/ha Hamony® SX®.
    • Sonderregelung für Bayern: Ganzflächige Unkrautbekämpfung ist nur noch bis Ende 2021 möglich. Jetzt letztmalige Chance ergreifen! 

     

  • Bekämpfung der Gemeinen Rispe

    • Dominierendes Ungras in Grünlandbeständen. 
    • Macht sich schnell in Auswinterungs- und Mäuseschäden breit. 
    • Ab einem Anteil von 20 % sollte eine Bekämpfung stattfinden. 
    • Zerstörung des Filzes mit einem Striegel oder einem aggressiv eingestellten Schader. Mehrmaliges, diagonales Herausrechen bei trockenen Witterungsbedingungen hat sich in der Praxis bewährt. 
    • Die entstandenen, offenen Flächen sofort mit ca. 20 – 25 kg/ha nachsäen (Verlinkung mit 1. Unterkategorie Nachsaat)  

  • Bekämpfung von Jakobs-Kreuzkraut

    • Giftig sind alle Pflanzenteile, insbesondere die Blüten. 
    • Seneciocin kann bei Nutztieren zu tödlichen Leberschäden führen. 
    • Nachhaltige Bekämpfung von Jakobs-Kreuzkraut am besten durch den Erhalt einer dichten Grasnarbe und durch Verhinderung des Absamens. 
    • Nachmahd und konsequente Narbenpflege von Wiesen und Weiden essentiell. 
    • Standortgeeignete und konkurrenzfähige Nachsaatmischungen verwenden. 
    • Förderung wertvoller Arten mit einer ausgewogenen Düngung.

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