Rapsanbau für die Ernte 2022

Gründe, warum man Raps aussäen sollte

Raps ist derzeit aufgrund des sehr guten Erzeugerpreises in aller Munde. Die Anbaufläche wird berechtigter Weise ausgedehnt werden. Die bisher gedroschenen Partien konnten bei entsprechender Intensität durchaus überzeugen. 
Zusätzliche Argumente für die anstehende Rapsaussaat:

 

  • Qualität: Raps liefert nach einer guten Ernte keine Qualitätsabzüge, wie z.B. niedriges hl-Gewicht, zu hohe DON-Belastung, zu niedriges Eiweiß, Mutterkornbefall, Fallzahlprobleme usw.  

 

  • Ackerfuchsschwanzbekämpfung: Ackerfuchsschwanz breitet sich weiter massiv aus. Neben den Ertragseinbußen durch die Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zeigen sich in den letzten Jahren auch verstärkt Probleme in der Feldhygiene. Mutterkorn am Fuchsschwanz kann das Infektionspotenzial im Getreide erhöhen! Der Raps spielt in der Fuchsschwanzbekämpfung eine entscheidende Rolle. Nur in dieser Kultur gibt es die Möglichkeit mit Kerb oder Milestone einen vollkommen anderen Wirkmechanismus einzusetzen um den Ackerfuchsschwanzdruck zu reduzieren. Die Möglichkeit sollte auch genutzt werden, wenn im Getreide Atlantis, Axial oder Traxos oder auch im Mais die Sulfonylharnstoffe immer schlechtere Wirkungsgrade zeigen.

 

  • Vorfruchtwert: Frühe Ernte, gute Bestellbedingungen für die Folgekultur Weizen 

 

  • Einsatz von Wirtschaftsdünger: Zu Winterraps darf im Herbst noch 30 kg/ha NH4 bzw. 60 kg Gesamt-N ausgebracht werden. Allerdings mit voller Anrechnung der Düngermenge bei der Düngebedarfsrechnung. Im roten Gebiet darf nur gedüngt werden, wenn der untersuchte Nmin-Gehalt unter 45 kg N/ha liegt. Untersuchung ist vorgeschrieben. 
     
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