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Stoppelkalkung

Kalken für optimale Nährstoffverfügbarkeit

Eine gute Bodenstruktur und ein optimaler pH-Wert sind Grundvoraussetzung für einen gezielten Nährstoffeinsatz und maximale Nährstoffeffizienz (nicht zuletzt unter den Rahmenbedingungen der Düngeverordnung und der aktuellen Hochpreissituation!). Damit ist Kalk nicht nur ein wichtiger Pflanzennährstoff, sondern auch ein unverzichtbarer Bodendünger. Die gute Bodenstruktur gewinnt in letzter Zeit, neben der Wichtigkeit für die
Durchwurzelungsfähigkeit des Bodens, hinsichtlich Krümelstabilität, Wasseraufnahmefähigkeit sowie Erosionsreduzierung bei Starkregen, zunehmend an Bedeutung . Dies zeigt sich besonders deutlich an den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen und der damit verbundenen Erosionsneigung und Verschlämmungsgefahr.
 
Als Bodendünger dient Kalk zur Regulierung der Bodenreaktion (pH-Wert). Der pH-Wert hat maßgeblichen Einfluss auf die Pflanzenverfügbarkeit von Nährstoffen. Je schwerer der Boden, desto wichtiger ist eine ausreichende Kalkversorgung für eine gute Bodenstruktur. Indiz für niedere pH-Werte sind auch beim Einsatz kalkzehrender Unterfußdünger (Stickstoffphosphate, Harnstoff) auftretende Blauverfärbung des Mais. Die Notwendigkeit einer regelmäßigen Kalkung ist bekannt: Pflanzenentzüge, Auswaschung (z.B. kalkreiches Quellwasser), physiologisch saure Dünger (AHL, ASS, DAP, Harnstoff etc.) sowie die natürliche Versauerung (Mineralisierung), rufen einen jährlichen Kalkverbrauch zwischen 300–600 kg Ca0 (Umrechnung Ca0 zu CaC03 für überschlägige Rechnung 1:2) hervor. Bei der Umsetzung von Ammonium-N zu Nitrat-N im Boden wird Säure freigesetzt und pro 1 kg N 1 kg
CaO verbraucht. Gerade der Freie Kalk, der für die Flockung und Stabilität der Bodenstruktur wichtig ist, fehlt häufig, obwohl der pH-Wert in Ordnung zu sein scheint. Hinzu kommt, dass viele Böden eine Kalk Unterversorgung haben.
 
Hinweis zur Gülle-Düngung:
Gülle ist wegen des hohen Ammoniak-Anteils ein Kalkzehrer. Bei starker Gülledüngung kann mit einer hohen Ammoniak- und Kali-Sättigung außerdem die Ca-Aufnahme der Pflanzen behindert werden. Besonders die hohen pH-Werte der Gärsubstrate aus Biogasanlagen verleiten zu der Annahme, dass der pH-Wert des Bodens angehoben wird. Bei der Ammoniumumwandlung aus Gärsubstrat entstehen genau die gleichen Säuren wie bei der
mineralischen Düngung und wirken daher entsprechend versauernd. Gegen Verschlämmung wirken organische Bindungen (Humus, Bodenleben, Wurzelmasse, Zwischenfrüchte, ...) und die stabile Krümelstruktur aus Kationen mit Bodenteilchen. Die Tonminerale sind negativ geladen und können durch 2-wertig positiv geladene Kationen wie Ca2+ oder Mg2+ stabile Brücken bilden.
 
Die Höhe der Kalkung ist der Bodenuntersuchung zu entnehmen. Tipp: in der EUF Bodenprobe wird der Kalk direkt gemessen ohne Umweg über den pH Wert. Auf Böden mit hohen pH
Werten (z.B. durch Magnesium bedingt) ist die EUF Methode daher aussagekräftiger und es wird der Bedarf an freien Kalk bestimmt.
 
Es ist zu unterscheiden: * Gesundungskalkung: Je nach Bodenart als einmalige Höchstgabe zwischen 15 – 100 dt/ha CaO/ha. Die niedrigeren Mengen gelten für leichte Böden.

  • Erhaltungskalkung: Ca. 7–20 dt/ha CaO alle 3 Jahre, je nach Bodenart, Niederschlagsmenge, pH-Wert und freiem Kalk.

 
Die Wirkung von Kalkdüngern ist unterschiedlich: * Je feiner die Vermahlung, umso schneller die Wirkung. (Die Mahlfeinheit ist ein sehr wichtiges Qualitätskriterium!)

  • Bei gleichem Vermahlungsgrad wirkt Ca-Oxid (Branntkalk) schneller als Ca-Carbonat (kohlensaurer Kalk), Ca-Carbonat schneller als Ca-ilikat. Das hochaufgeschlossene Ca-Silikat im Konverterkalk wirkt etwa so schnell wie Kohlensaurer Kalk.
  • Magnesiumhaltige Kalke wirken in der Regel langsamer als Mg-freie Kalke.
  • Der Wirkungsumfang von Kalksorten, der sog. Neutralisationswert – ausgedrückt in % basisch wirksamen CaO – kann folgendermaßen berechnet werden:
    • 1 kg CaCO3 entspricht 0,56 kg CaO
    • 1 kg MgCO3 entspricht 0,66 kg CaO

 
Welcher Kalk? * Branntkalk körnig oder gemahlen (75–90 % CaO): Für schwere Ackerstandorte (Bodenlockerung), auch bei hohem Kalkbedarf (Gesundungskalkung). Sehr schnelle pH-Wert Anhebung. Schneckenunterdrückung vor Winterraps.

  • InnoFert Kalk/ Konverterkalk feucht körnig, Kalziumsilikat (38-40 % CaO): Enthält Kieselsäure (wirkt halmstabilisierend, erhöht Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten, verbessert Phosphorverfügbarkeit) und bringt kostengünstig Spurenelemente (Mangan, Bor, Zink, Molybdän, Kupfer) mit. Eignung sowohl für Aufkalkung wie auch für Erhaltungskalkung.
  • Schwarzkalk 39 (68–70% CaCO3 entsprechen 39% CaO) 1% Stickstoff (0,3% Didin-N, 0,3% Cyanamid-N; Rückstandskalk aus der Weiterverarbeitung von Kalkstickstoff). Bei 3,5 t/ha Ausbringmenge werden ca. 35 kg N/ha konserviert ausgebracht, daher bevorzugt vor Kulturen mit N-Bedarf wie Winterraps oder Zwischenfrüchte!)
  • Kohlensaurer Kalk (85–95 % CaCO3 entsprechen 47–53 % CaO): Klassischer Kalk für leichte bis mittelschwere Standorte zur Erhaltungskalkung.
  • Kohlensaurer Magnesiumkalk (85–95 % CaCO3 + MgCO3 (davon 15 – 40% MgCO3), entsprechen 47 – 53 % CaO + MgO): Klassischer Kalk für leichte bis mittelschwere Standorte zur Erhaltungskalkung bei gleichzeitiger Unterversorgung mit Magnesium. Langsame, nachhaltige Wirkung; sehr günstige Mg-Quelle für Mg-Mangelstandorte zum Aufdüngen. Günstigste Magnesiums Bezugsquelle. Die Ausbringung kann je nach Region und Lagerhausbezirk über Leihstreuer oder als Dienstleistung frei Feld erfolgen. Setzen Sie sich hierzu bitte mit Ihrem Lagerhaus in Verbindung.