Untersaaten im Ackerbau

Was ist eine Untersaat?

Die Saat einer zweiten Frucht wird zusätzlich zu einer früher erntereifen Hauptfrucht ausgebracht.

Welche Vorteile hat eine Untersaat?

• Begrünt fast ganzjährig den Acker
• Schützt vor Erosion 
• Reguliert das Unkraut
• Fördert die Bodenfruchtbarkeit
• Höhere Wasserinfiltration 
• Erfüllung der Auflagen zu ökologischen Vorrangflächen

Was sind die Ziele einer Untersaat?

• Humusaufbau
• Feuchtigkeit im Boden speichern
• Bodenlebewesen und Mikroorganismen füttern
• Nährstoffe binden
• Strukturverbesserung des Bodens
• Traglasten des Bodens erhöhen
 

Nähere Informationen zu Untersaaten in Mais und Getreide finden Sie hier.

Untersaaten in Getreide

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Sorten, die im Frühjahr gesät werden und Mischungen, die im Herbst ausgebracht werden.

Aussaatzeit Besonderheit Aussaatmenge Ausbringtechnik
Herbst Vorwinterentwicklung der Gräser sollte berücksichtigt werden (Winterhärte) 15-20 kg/ha Welsches Weidelgras

 

- Gleichzeitig mit der Getreidesaat

- Drillsaat

- Grünlandstriegel

- Pneumatikstreuer

- Schneckenkornstreuer

Frühjahr Generell früher Ausbringungstermin besser bzw. Aussaat sollte spätestens am 1. April erfolgt sein 15-20 kg/ha Einjähriges Weidelgras (Deutsches Weidelgras / Welsches Weidelgras)

 

TIPP: Für eine bessere Entwicklung der Untersaat eignen sich weitere Reihenabstände bei der Drilltechnik sowie eine um 10-15% reduzierte Aussaatstärke der Getreidefrucht.

Vorerntesaat im Getreide

5-6 Wochen vor der Getreideernte kann eine Zwischenfrucht mit einem Lehmmantel in den stehenden Getreidebestand ausgebraucht werden. Die neue Technologie ermöglicht erstmalig verbesserte Keimbedingungen im System der Vorerntesaat. Der Lehmmantel um das Saatgut kann mehr Wasser aufnehmen, speichern und zum Keimvorgang abgeben. Zum Zeitpunkt der Getreideernte kann sich dann bereits eine etablierte Zwischenfrucht mit 5–10 cm Wuchshöhe ohne Kongruenz zur Hauptfrucht etablieren, da diese sich schon in der Abreife befindet.

Vorteile:

  • Humusaufbau durch System Immergrün
  • Schutz vor Wasser- und Winderosion nach dem Getreidedrusch
  • Keine Arbeitsspitze für die Zwischenfrucht Aussaat
  • Ausbringung von organischen Dünger zwischen zwei Wintergetreidearten
  • Höhere Biologische Aktivität des Bodens durch Bodendeckung der schon wachsenden Zwischenfrucht
  • Streufähig bis 24 Meter mit dem Schleuderdüngerstreuer
  • Greeningkonfomr für ÖVF Flächen

ZWM 4035:

  • 25 % Saatgut (50 % Alexandrinerklee, 40 % Phacelia, 10 % Ramtillkraut) und 75 % Lehm
  • Aussaattermin: Mitte Mai bis Mitte Juli (4-7 Wochen vor der Ernte)
  • Greeningkonform

Herbizidstrategie bei einer Untersaat in Getreide

Wenn die Untersaat im Frühjahr ausgebracht wird, sollte eine Unkraut-/Ungrasbekämpfung im Herbst durchgeführt werden, damit im Frühjahr die Aussaat erfolgen kann. Muss im Frühjahr noch eine Gräserbekämpfung erfolgen, eignen sich hierzu blattaktive Präparate. Hierbei ist zu beachten, dass zwischen der Applikation und dem Aussaattermin mindestens 10, besser 14 Tage gewartet werden muss.

Grasuntersaat in Mais

In Energiefruchtfolgen und viehstarken Regionen, aber vor allem auch aufgrund der Greening-Auflagen, rückt das Thema Untersaaten in Mais immer stärker in den Fokus. Die Wahl einer geeigneten Maissorte – steile Blattstellung und frühe Reife – die Grasart und der Saattermin sind neben der Witterung die wichtigsten Einflussfaktoren für das Gelingen der Untersaat. Deutsches Weidelgras besitzt eine gute Winterhärte und Welsches Weidelgras eine gute Wüchsigkeit. Aus diesem Grund werden diese Arten entweder solo oder in einer Mischung für spätere Aussaatzeitpunkte verwendet.

Empfehlungen für das 6- bis 8-Blatt-Stadium im Mais

  • Greening konforme Untersaaten – Ausbringung: 15–20 kg/ha durch Breitsaat, Güllesaat, Striegeln, Hacken
    • Planterra AFM 3032 (68 % Deutsches Weidelgras, 32 % Welsches Weidelgras)
    • Planterra ZWFH 4010 Landsberger Gemenge (55 % Welsches Weidelgras, 25 % Inkarnatklee, 20 % Zottelwicke); Achtung: Herbizidverträglichkeit der Leguminosen beachten!
    • Green Trip Mais Legum (8 % Bastardweidelgras, 46 % Winter-/Zottelwicke, 46 % Sommerwicke); Achtung: Herbizidverträglichkeit der Leguminosen beachten!
  • Nicht-konforme Greening Unterssaten  Ausbringung: 40–60 kg/ha durch Güllesaat, Hacken (40 kg/ha), Striegeln (60 kg/ha)

 

 

Jetzt Lücken im Grünland schließen. Mit lehmumantelten Saatgut von Planterra kein Problem!

Fehlende Niederschläge können zu massiven Trockenschäden, Ertragsausfällen und Lücken im Grünland führen. 

Dann ist handeln wichtig! Aber wie?

  • Je nach Nutzungsrichtung ist kontinuierliche und standortangepasste Narbenpflege essentiell
  • Nach- oder Übersäen und damit schnell die Lücken schließen
  • Ausgleichende und ergänzende Düngung in mineralischer oder organischer Form
  • Mechanische Pflege mit Striegel, Schleppe oder Walze um Bodenunebenheiten auszugleichen und Bestockung anzuregen

Und wenn der Regen wieder ausbleibt?

Planterra hat ein neues Saatgut entwickelt, dass mit Lehm ummantelt ist. Dadurch keimen die Samen schon mit ganz geringen Feuchtigkeitsmengen. Denn die Ummantelung nimmt selbst die kleinsten Mengen, wie z.B. Tau auf und hält damit die Sämlinge feucht und dadurch keimen sie schnell. Gleichzeitig hält das Gewicht des Mantels die Samen am Boden.

Planterra NUL 2035

  • Zusammensetzung: 25 % Saatgut (20 % Weidelgras früh, 16 % Weidelgras mittel, 20 % Wiesenlieschgras, 16 % Wiesenschwingel, 16 % Knaulgras, 8 % Weißklee, 4 % Hornklee) und 75 % Lehmummantelung
  • Nachsaatmenge: 25-50 kg/ha

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