Rasensamen

Rasensamen sind die Grundlage eines geplegten Rasens und eines schönen Gartens. Eine gute Grassamen-Mischung zeichnet sich allgemein durch einen dichten und langen Wuchs, hohe Trittfestigkeit und eine gute Ausläuferbildung aus und kann im April bis Mai, sowie im frühen Herbst ausgesät werden.

Wenn Sie Rasensamen kaufen und Ihren Rasen selbst säen möchten, dann gilt es verschiedene Faktoren wie den Pflegeaufwand, Lage, Nutzung und den Standort zu beachten, um das passende Rasensaatgut zu finden. Sind sie auf der Suche nach einem besonders strapazierfähigen und trittfesten Rasen, dann eignen sich die Spiel- und Sportrasen, während der Zierrasen für einen gepflegten und dichten Rasen sorgen, aber wenig trittfest sind.

Für schattige Lagen empfehlen sich besondere Schattenrasen-Mischungen, die auch unter Bäumen oder entlang von Gebäuden ein sattes Grün entfalten. Für trockene Standorte sind spezielle Trockenrasen Mischungen zu verwenden, die auch bei geringer Wasserzufuhr und Trockenheit überzeugen. Die Wahl der standortangepassten und nutzungsgerechten Rasensamen-Mischung ist essentiell, um eine geschlossene Grasnarbe zu erzeugen und die Unkräuter zu unterdrücken. Bestellen Sie Ihre Rasensamen wie auch den passenden Rasendünger im BayWa Shop online!
 

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Diese Rasensorten sollten Sie unterscheiden

Ein Blick ins Sortiment zeigt, dass Gras nicht gleich Gras ist. Es gibt verschiedene Rasenmischungen für unterschiedliche Standorte und Verwendungszwecke. Sie haben sicher schon von einigen Rasenarten gehört. Wir beschreiben die unterschiedlichen Rasensamen von der Profi- bis zur Privatnutzung:

  • Der Schattenrasen benötigt weniger Sonne als andere Grassorten. Er ist deshalb ideal für schattige Bereiche unter Bäumen und hinter Mauern. Der Schattenrasen setzt sich zumeist aus mehreren Grasarten zusammen. In der Regel befindet sich die Lägerrispe, botanisch als Poa supina bezeichnet, darunter. Diese Grasart ist besonders schattenverträglich und eignet sich gut für den regelmäßigen Schnitt. Den Schattenrasen können Sie auch an sonnigeren Standorten problemlos aussäen.

  • Diese Samenmischung eignet sich besonders gut für stark beanspruchte Rasenflächen. Es handelt sich zumeist um eine Gräsermischung, die sich hervorragend zur Anlage eines trittfesten Gebrauchsrasens eignet. Die Gräser sind dicht verzweigt und tief in der Erde verankert. Vor allem Hundebesitzer und Familien mit Kindern verwenden gerne einen Spiel- und Sportrasen für ihren Garten. Die Grasfläche sieht schön aus und lässt sich problemlos zum Spielen, Sonnen und auch zum Feiern nutzen.

  • Besonders hohe Ansprüche erfüllt der Golfrasen. Dieser sieht tadellos aus und ist zugleich sehr belastbar. In der Regel kümmert sich ein Greenkeeper penibel um das grüne Statussymbol eines jeden Golfclubs. Die für den Golfrasen verwendete Grasmischung ist dementsprechend hochwertig und robust, aber zugleich auch gut mähfähig. Der ideale Golfrasen besteht aus feinen, sattgrünen Grashalmen, die einen dichten, gleichmäßig grünen Teppich bilden. Um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, ist eine fachmännische Pflege wichtig.

  • Bei der Nachsaat bringen Sie das Saatgut in eine bereits vorhandene Rasenfläche ein. Im Gegensatz dazu legen Sie bei der Neusaat auf einer bislang unbewachsenen Fläche den Rasen erst an. Die Rasennachsaat dient vor allem dem Ausbessern schadhafter oder unbewachsener Stellen. Hierfür verwenden Sie eine hochwertige Spezialmischung für einen dichten und schnellen Wuchs. Zum Einsatz kommen keimstarke Pflanzen mit guter Regenerationsfähigkeit. Grasarten wie das trittfeste Deutsche Weidelgras fördern die Bildung einer dichten Grasnarbe.

  • Beim Zierrasen steht die optische Erscheinung und weniger die Trittfestigkeit im Vordergrund. Der Zierrasen besteht aus feinblättrigen Gräsern, die schon bei niedriger Wuchshöhe eine dichte Grasnarbe bilden. Der Zierrasen überzeugt mit einem ebenmäßigen Bild und ist oft in Parkanlagen zu finden. Die Samenmischung enthält zumeist einen hohen Anteil Rotschwingel und bildet die Grundlage für die Gestaltung eines Englischen Rasens. Zierrasen ist allgemein empfindlicher und deshalb nicht für beanspruchte Flächen geeignet.

  • Für trockene Standorte eignet sich ein Trockenrasen am besten. Dieser verträgt Dürre- und Hitzeperioden besser als ein herkömmlicher Rasen. Die für die Mischung verwendeten Grasarten, zum Beispiel der Rohrschwingel, wurzeln besonders tief und sind deshalb nicht auf das Oberflächenwasser angewiesen. Von Vorteil ist außerdem, dass Sie den Rasen nicht so oft wässern müssen. Der Trockenrasen, manchmal auch Wassersparrasen genannt, bietet mit seinen breitblättrigen Grasarten auch optische Vorzüge. Dabei ist er aber weniger strapazierfähig.

  • Der Rollrasen ist eine lohnende Alternative für alle, die nicht neu ansäen und mehrere Wochen warten möchten, bis das Gras sprießt. Den Rasen bekommen Sie in diesem Fall als Rolle geliefert. Dieser verfügt bereits über eine dichte Grasnarbe. Sie rollen den Rasen wie einen Teppich aus. Vorher bereiten Sie den Boden sorgfältig vor, denn der Rollrasen muss gut anwachsen. Der Vorteil liegt darin, dass Ihnen innerhalb kürzester Zeit eine attraktive Grünfläche zur Verfügung steht.

    Aber warten Sie noch einige Tage, bevor Sie die Fläche betreten, damit die Segmente sich mit Untergrund verbinden können. Je nach Hersteller sollte die Wartezeit wenige Tage bis mehrere Wochen betragen.

  • Den Herbstrasen säen Sie ab September. Die heißen, trockenen und somit problematischen Monate sind vorbei und der Herbstregen sorgt für eine zweite Wachstumsperiode. Der Herbst ist aber auch der richtige Zeitpunkt für eine Nach- oder Übersaat. Deshalb enthält die Mischung für den Herbstrasen einen großen Anteil regenerierender Grasarten.

Wie erkennt man die Qualität einer Rasensamenmischung?

Sie möchten guten Rasensamen kaufen? Als Laie ist es kaum möglich, nur anhand des Aussehens die Qualität des Samens zu beurteilen. Wichtig ist in erster Linie, aus welchen Grasarten die Mischung in welchem Verhältnis besteht. Zu den weiteren Kriterien zählt die Keimfähigkeit, die Sie dem Samen von außen nicht ansehen. Auch die in der Mischung enthaltenen Unkräuter beeinträchtigen die Qualität.

RSM klassifizierte Rasensamen

Guten Rasensamen erkennen Sie an der RSM-Nummer. „RSM“ ist die Abkürzung für Regel-Saatgut-Mischung. Die Klassifizierung garantiert eine gute Qualität. Die Rasenmischung enthält nur erprobte und für den jeweiligen Verwendungszweck geeignete Gräser-Arten. Die Kriterien hinsichtlich der Mindestkeimfähigkeit und Reinheit sind streng.

Das unterscheidet RSM-Saatgut von billigeren Rasensamen, wie sie oft bei Discountern im Angebot sind. Das RSM zertifizierte Premiumsaatgut erkennen Sie am grünen Etikett. Dort sind die Bestandteile der Mischung detailliert gelistet. Nur Saatgut, das den hohen Anforderungen entspricht, darf dieses Etikett tragen.

Wenn Sie genormte Rasensamenmischungen kaufen, dann wächst das Gras schneller und dichter. Sie investieren somit langfristig in Ihre Grünfläche.

Welcher Rasensamen ist der beste?

Hierfür gibt es keine pauschale Antwort. Jede Sorte eignet sich für einen bestimmten Zweck.

  • Gut sind alle RSM zertifizierten Rasenmischungen.
  • Für die Neuansaat stehen ebenso exzellente Produkte zur Verfügung wie für die Nachsaat.
  • Legen Sie viel Wert auf ein attraktives Aussehen, dann wählen Sie einen Zierrasen, wenn Sie die Fläche nicht oft betreten.
  • Nutzen Sie den Rasen als Liegefläche, zum Spielen oder für Ihren Hund, dann ist eine Gebrauchsmischung die bessere Wahl.
  • Möchten Sie schattige Flächen begrünen, dann steht Ihnen ebenso eine geeignete Mischung zur Verfügung wie zur Begrünung trockener Bereiche.

Wichtig ist, dass der Rasensamen zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt und von einem renommierten Anbieter stammt.

Die Neuansaat

Sie besitzen ein brach liegendes Stück Land, das trist und langweilig wirkt? Oder Sie wünschen sich in Ihrem Garten mehr Platz zum Spielen und Entspannen und trennen sich dafür von einigen Blumenbeeten? Dann lohnt sich die Neuanlage einer Rasenfläche.

Wann kann man einen Rasen neu anlegen?

Generell ist das Ansäen ganzjährig auf frostfreiem Boden möglich. Lediglich bei zu heißen Temperaturen ist davon abzusehen. Rasensamen vertragen den Frost zwar sehr gut, aber bei derart kalten Temperaturen keimen sie nicht. Sie treiben dann erst im nächsten Frühjahr aus.

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat liegt im Frühling etwa im April oder Mai sowie im September, wenn der Boden noch warm ist. Vor allem im Frühherbst stehen die Chancen gut, denn die nun häufiger auftretenden Niederschläge halten den Boden feucht.

Generell sollte es weder zu nass noch zu heiß sein. Die Samen keimen ab einer Temperatur von etwa acht bis zehn Grad Celsius. Ab 45 Grad Celsius sterben viele Keimlinge ab. Das ist vor allem bei mehrstündigem Hitzeeinfluss der Fall. Zwar steigt das Quecksilber in Mitteleuropa selbst im Hochsommer nur selten über 30 Grad Celsius, doch in der prallen Sonne werden diese Temperaturen schnell überschritten.

Deshalb sind die heißen Hochsommermonate Juli und August zur Aussaat nicht geeignet und auch schon im Juni kann es hierfür zu heiß und auch zu trocken sein. Das gilt für das Ansäen ebenso wie für das Verlegen des Rollrasens.

Überblick: Wie bereitet man die Neuansaat vor?

Ehe Sie den Rasensamen ausbringen, bereiten Sie den Boden gründlich vor, denn er bildet die Basis für die spätere Grasfläche. Nur ein gut vorbereiteter Boden ermöglicht eine erfolgreiche Aussaat mit gut keimenden Samen. Der Rasen bleibt dann auf Dauer intakt und die Pflege fällt später leichter.

Allgemein bevorzugen Gräser gut durchlüftete und lockere Böden, um schnell ein dichtes Wurzelwerk auszubilden. Optimal sind zum Beispiel sandige Lehmböden. Der Lehm speichert Wasser und Nährstoffe und der Sand sorgt für die nötige Durchlässigkeit. Harter, lehmiger Boden ist zu fest und erschwert das Anwurzeln. Außerdem verdichtet er schnell und Niederschläge versickern kaum. Es bilden sich Pfützen und infolgedessen entsteht Moos. Deshalb ist es sinnvoll, Sand und etwas Grünschnittkompost einzuarbeiten.

Sandiger Boden speichert hingegen zu wenige Nährstoffe und Wasser. Hier werten Kompost- und Lehmzugaben den Boden auf. Stammt der Boden aus tieferen Erdschichten, dann bedecken Sie diesen am besten mit einer rund 15 Zentimeter hohen Schicht aus der oberen Erdkruste.

Die Vorbereitung des Bodens für die Neuansaat in 7 Schritten:

  • Schritt 1

    Zu Beginn lockern Sie die Erde in einer Tiefe von mindestens 15 Zentimetern auf, entfeuchten und planieren den Boden. Das ist vor allem bei verdichteten Böden wichtig. Je nach Größe der Rasenfläche verwenden Sie hierfür eine Egge oder Motorfräse beziehungsweise für kleinere Bereiche eine Grabgabel oder einen Spaten. Mit der Harke planieren Sie die Erde und machen so den Boden eben.

  • Schritt 2

    Sie entfernen Steine, Wurzeln und andere grobe Dinge, sodass ein feinkrümeliger, leicht zu bearbeitender Boden vor Ihnen liegt. Ist der Boden zu nass, dann entfeuchten Sie die Erde. Das geschieht, indem Sie Sickerschlitze einfräsen und mit Kies auffüllen. Nur bei sehr feuchten Böden ist das Legen einer Drainage sinnvoll.

  • Schritt 3

    Warten Sie nach der Erdauflockerung, bis sich der Boden wieder absetzt. Normalerweise dauert das mehrere Wochen. Sie beschleunigen den Prozess durch Walzen des trockenen Bodens, der dadurch Trittfestigkeit erlangt. Das Rückverdichten verhindert später auftretende Unebenheiten und ein Absacken der Erde.

  • Schritt 4

    Nun können Sie den Boden auch Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechend modellieren und zum Beispiel sanfte Hügel anlegen. Sollte sich in der Zwischenzeit unerwünschter Pflanzenbewuchs bilden, entfernen Sie diesen sorgfältig.

  • Schritt 5

    Etwa eine Woche vor der Aussaat lohnt sich das Einbringen von Rasendünger. Dabei hilft ein Handstreuer oder Streuwagen. Ob der Boden Kalk benötigt, zeigt der pH-Bodentest.

  • Schritt 6

    Direkt vor dem Säen bereiten Sie das Saatbeet vor. Hierfür entfernen Sie erneut gröbere Klumpen, Wurzeln, Steine und Wildwuchs aus den oberen Schichten des verdichteten Bodens. Das geschieht am besten mit einem Rechen. Damit sich die Grasnarbe später auf gleicher Höhe mit der Mähkante befindet, planieren Sie den Boden etwa einen Zentimeter tiefer.

  • Schritt 7

    Der Boden ist so weit. Jetzt säen sie die Rasensamen auf der vertikutierten Fläche aus. Wie das funktioniert, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

So funktioniert die Rasenaussaat

Ist die Fläche gut vorbereitet, dann beginnen Sie mit der Aussaat. Sie verteilen die Rasensamen gleichmäßig auf dem Boden. Am besten verwenden Sie hierfür einen Streuwagen und verhindern somit, dass sich an einer Stelle zu viele oder zu wenige Samen befinden.

Sie fahren mit dem Streuwagen nur in die Quer- oder Längsrichtung und erhalten so übersichtliche, symmetrische Fahrspuren. Sie wissen dann ganz genau, welche Stellen bereits angesät sind und welche nicht. Das erspart Ihnen zwei gegensätzliche Probleme:

  • Keimen zu viele Grassamen an einer Stelle, dann beeinträchtigen sich die Pflanzen gegenseitig in ihrer Entwicklung. Eine häufige Folge sind Pilzerkrankungen.
  • Bei einer Unterdosierung entsteht keine geschlossene Grasnarbe. Es bilden sich kahle Stellen und unschöne Lücken, die Sie später nachsäen müssen.

Sie halten sich deshalb am besten immer strikt an die Dosierungsangaben auf der Verpackung. Charakteristisch für hochwertigen Rasensamen ist, dass Sie hiervon auf den Quadratmeter gerechnet deutlich weniger Saatgut benötigen als bei den billigen Discounter-Produkten. Bei Premiumsaatgut genügen je nach Sorte zum Beispiel 20 oder 25 Gramm auf einem Quadratmeter.

Das Einarbeiten der Grassamen in den Boden

Graspflanzen sind Lichtkeimer. Deshalb ist es wichtig, sie nur maximal einen Zentimeter tief in den Boden einzuarbeiten. Unverzichtbar ist ein fester Bodenkontakt. Sind die Rasensamen etwas mit Erde bedeckt, dann schützt sie das auch vor dem Austrocknen.

Wenn Sie die Samen mit einem Rechen einarbeiten, dann rauen Sie damit die Oberfläche auf, sodass der Niederschlag besser versickert. Das verhindert ein Fortschwemmen des Bodens.

Mit der Walze drücken Sie die Erde anschließend etwas fest. Das bringt die Samen mit dem Boden in Kontakt. Viele Gärtner düngen gleichzeitig mit der Aussaat den Boden mit einem speziellen Starterdünger. Das ist durchaus machbar. Vor allem das Kalken sollte jedoch zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, weil der Mineralstoff den Boden so optimiert, dass der Dünger extra gut anschlägt.

Es bringt Vorteile, die Erde bereits eine Woche vor der Ansaat zu düngen. Versäumen Sie dies, dann verteilen Sie den Dünger einfach kurz vor dem Aussäen. Sie arbeiten den Startdünger etwa zwei bis drei Zentimeter tief in den Boden ein. Nach einigen Wochen düngen Sie den bereits gekeimten Rasen nach.

Kann man den Rasen nachträglich verdichten?

Vor allem nach einer ungleichmäßigen Ausbringung des Rasensamens entstehen oft Lücken. Das passiert auch, wenn Sie das Saatgut zu tief in den Boden einarbeiten.

Eine unebene Oberfläche begünstigt ebenfalls solche kahlen Stellen. Es bilden sich kleine Senken, in denen sich das Wasser sammelt. In diesen „ertrinkt“ das Saatgut beziehungsweise es kommt zu Fäulnis und einer Beeinträchtigung der Keimfähigkeit. In solchen Fällen greifen Sie möglichst schnell zur Originalmischung und säen an den kahlen Stellen nach.

Das geschieht am besten, sobald sich die ersten Lücken zeigen. Später lässt sich der Rasen mit einer speziellen Nachsaatmischung nachsäen und mit einer Walze verdichten.

Wie gießt man den neu angesäten Rasen?

Damit sich ein gleichmäßiger, dichter und gesunder Rasen bildet, muss der Boden durchgehend feucht bleiben. In den ersten Wochen hat das Austrocknen des Keimbetts fatale Folgen. Trocknet der Boden nach Einsetzen des Keimens aus, dann stockt das Wachstum und es entstehen kahle Stellen.

Bei großer Trockenheit wässern Sie den noch jungen Rasen am besten mehrmals am Tag jeweils für kurze Zeit. Ansonsten halten Sie die obere Bodenschicht bis zu einer Tiefe von etwa drei Zentimetern permanent feucht. Die Keimlinge sind noch nicht dazu in der Lage, genug Wasser über die Wurzeln aufzunehmen, weshalb sie die ersten drei bis vier Wochen auf keinen Fall trocken liegen dürfen.

Tipps für eine effiziente Bewässerung

Um die zarten Pflanzen nicht zu verletzen und ein Ausschwemmen sowie eine Veränderung der Bodenstruktur zu vermeiden, darf der Wasserstrahl nicht zu hart sein. Am besten verwenden Sie zum Bewässern des Rasens die Sprüheinstellung Ihres Wasserschlauchaufsatzes oder einen Regner, der die Feuchtigkeit in feinen Tropfen gleichmäßig verteilt.

Das erste Mal mähen

Nach rund vier Wochen ist das Gras in der Regel so hoch und kräftig gewachsen, dass es einen ersten Rasenmäherschnitt verträgt. Meistens besitzt es dann eine Höhe von rund sieben bis zehn Zentimeter. Diese erste Mahd nennt der Fachmann Schröpfschnitt. Dieser fördert die sogenannte Bestockung. Dabei handelt es sich um die Ausläufer- und Horstbildung der Pflanzen, welche für eine geschlossene Grasnarbe sorgt. Sie kürzen den Rasen bis zu einer Länge von etwa fünf bis sechs Zentimeter.

Tipps für das erste Mähen

Sie sollten beachten, dass sich die einzelnen Rasenmischungen hinsichtlich ihrer Wuchsfreude und Keimdauer unterscheiden. Deshalb gilt in Gärtnerkreisen die Drittelregel und die angegebenen Maße sind nur ein Anhaltspunkt. Sinnvoll ist das Zurückschneiden des Rasens immer nur um etwa 33 Prozent der aktuellen Aufwuchshöhe. Keinesfalls dürfen Sie den noch jungen Rasen zu tief mähen.

Verwenden Sie beim ersten Mal auch keinen allzu schweren Rasenmäher und achten Sie darauf, dass die Messer richtig scharf sind. Sind die Messer stumpf, dann reißen sie die noch zu schwach verwurzelten Pflanzen heraus oder die Blätter fransen aus, was das Eindringen von Krankheitserregern begünstigt. Wichtig ist ein sauberes und akkurates Abschneiden der Blätter.

Nach dem Mähen entfernen Sie das Schnittgut mit einem Rechen. Besitzt dieser Gummizinken, dann schonen Sie damit den jungen und noch empfindlichen Rasen. Nach der ersten Mahd lohnt sich das Ausbringen eines Starterdüngers, der die Pflanzen zuverlässig mit Phosphor und anderen Nährstoffen versorgt.

Wie lange darf man frisch gesäten Rasen nicht betreten?

Damit der Rasen gleichmäßig und kräftig wächst, dürfen Sie diesen in der Anfangszeit nicht betreten. Zwar ist es möglich, das Gras ab einer Länge von etwa fünf Zentimetern leicht zu belasten, am besten warten Sie damit aber bis nach der ersten Mahd etwa vier Wochen nach der Aussaat. Das Gras verträgt dann ein gelegentliches Darüberlaufen.

Es dauert jedoch rund ein Jahr, bis Sie auch einen Sport- und Spielrasen voll belasten können. Ein aus empfindlichen Gräsern bestehender Englischer Rasen bleibt jedoch dauerhaft minderbelastbar.

Müssen Sie eine größere Fläche regelmäßig bewässern, dann lässt sich das Begehen des noch jungen Rasens oft nicht vermeiden. Clevere Gärtner nutzen Bretter als Tritthilfe. Dadurch verteilt sich das Gewicht gleichmäßiger auf einer größeren Fläche und es entstehen keine tiefen Fußabdrücke.

Wie lange brauchen Rasensamen zum Keimen?

Ein Grassamen keimt erst nach der natürlichen Keimruhe, der sogenannten primären Dormanz. Deren Länge unterscheidet sich von Grasart zu Grasart. Das Zusammenspiel günstiger Faktoren, bestehend aus einer ausreichend hohen Temperatur, genügend Sauerstoff und Wasser, bringen Leben in die Saat.

Vor dem Keimen quillt der Samen durch die Feuchtigkeitsaufnahme auf. Er vergrößert sich und die aktivierten Enzyme stellen dem Keimling die gespeicherten Nährstoffe für sein Wachstum zur Verfügung. Der Keimprozess beginnt. In dieser Phase darf der Keimling auf keinen Fall austrocknen, denn das würde den Prozess unverzüglich stoppen.

In der Regel zeigen sich bereits nach etwa vier bis sieben Tagen die ersten zarten Halme. Es gibt aber auch Grasarten mit längerer Keimzeit. Die Rasenmischungen setzen sich aus mehreren Arten mit unterschiedlicher Keimdauer zusammen:

  • Während das Deutsche Weidelgras zumeist schon nach einer Woche aus der Erde spitzt, dauert das bei der Lägerrispe und der Wiesenrispe mit etwa drei Wochen deutlich länger.
  • Mit einer Keimzeit von etwa zwei Wochen liegt der Rotschwingel in der Mitte.
  • Beim Schafschwingel variiert die Keimdauer zwischen 11 und 19 Tagen, bei den Straußgräsern zwischen 12 und 20 Tagen.

Es ist also völlig normal, wenn sich die Aussaat erst nach und nach verdichtet.

Wie schützt man frisch gesäten Rasen vor Vögeln?

Es ist logisch, dass ein frisch angesäter Rasen auf viele Vögel verlockend wirkt. Schließlich stehen Saaten und Körner auf dem Speiseplan zahlreicher Vogelarten. Dazu gehören unter anderem Spatzen, Tauben und Krähen.

Bedienen sich zu viele Vögel, dann wächst der Rasen löchrig oder nur spärlich. Vogelfraß ist zwar ärgerlich, aber in gewisser Weise auch normal und nur schwer zu verhindern. Viele Saatguthersteller kalkulieren die Verluste bereits mit ein und wählen die Dosierung dementsprechend hoch.

Gut in den Boden eingearbeitete und festgedrückte Körner lassen sich zwar von den Vögeln schwerer picken, sind aber für diese schlauen Tiere keineswegs unerreichbar.

Eine sinnvolle Methode ist deshalb das Vergrämen. Das geschieht mithilfe einer klassischen Vogelscheuche. Auch aufgehängte CDs schrecken die Tiere ab, denn diese funkeln und glitzern in der Sonne. Flatterbänder funktionieren auf eine ähnliche Weise. Von einer Raubvogelattrappe lassen sich ebenfalls viele Vögel irritieren.

Die genannten Maßnahmen haben jedoch einen Haken: Sie wirken zumeist nur kurzfristig, denn mit der Zeit gewöhnen sich viele Saatguträuber an die Utensilien und merken, dass von ihnen keine wirkliche Gefahr ausgeht. Deshalb ist es sinnvoll, die Vogelscheuchen immer wieder an einen anderen Ort zu setzen. So entsteht der Eindruck, die Vogelscheuchen wären lebendig.

Rasen sicher abdecken

Sicherer, aber leider auch mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden, als Vogelscheuchen und Störbänder aufzubauen, ist das Abdecken mit Wachstumsfolien oder einem Gartenvlies.

Unter dem Vlies oder der Folie erwärmt sich der Boden, was die Keimung beschleunigt. Von Vorteil ist außerdem der Schutz vor Witterungseinflüssen wie Starkregen, Austrocknen und Überhitzen.

Die Abdeckung muss jedoch immer wasser-, licht- und luftdurchlässig sein. Da die Pflänzchen Platz brauchen, liegt die Folie locker auf dem Boden. Ist das Gras angewurzelt, dann entfernen Sie die Abdeckung. Es handelt sich somit nur um einen vorübergehenden Schutz, der auch völlig ausreicht, denn die meisten Vögel interessieren sich nur für die Samen und nicht für das junge Gras.

Rasensamen FAQ

  • Beim Rasensamen handelt es sich um die keimfähigen Körner verschiedener Ziergrasarten. Diese sind sehr viel kleiner und unscheinbarer als die Samen von Weizen, Roggen und anderen Getreidearten. Ein ungemähter Rasen schießt irgendwann in die Höhe und entwickelt Rispen oder Ähren, in denen sich die Samen bilden.

  • Eine optimale Lagerung ist wichtig für die Keimfähigkeit. Sie sollten Ihre Rasensamen auf keinen Fall in einer luft-, wasser- und lichtdichten Umgebung ohne Nährstoffzufuhr lagern.

    Im Umkehrschluss heißt das, dass Sie die Rasensamen an einem trockenen und dunklen Ort aufbewahren sollten. Auch eine kühle Umgebung ist von Vorteil. Temperaturschwankungen sind zu vermeiden.

    Frost ist hingegen unproblematisch. Samenreste lagern Sie am besten in Stofftaschen, Papiertüten oder nicht komplett geschlossenen Behältern so, dass kein Wasser kondensiert. Wärme, Licht und Feuchtigkeit fördern das ungewollte Auskeimen.

  • Bei guter Lagerung halten die Rasensamen drei Jahre und länger. Die Keimfähigkeit sinkt nach etwa drei Jahren jedes Jahr um rund zehn Prozent.

  • Das hängt von der Temperatur und der Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, aber auch von der Grassorte ab. Bei optimalen 15 bis 18 Grad Celsius und guter Versorgung wächst der Rasen etwa sechs Zentimeter in der Woche. Nach der Aussaat vergehen rund sechs bis 28 Tage, bis das Gras keimt und sprießt. Nach zwei bis vier Wochen ist die Rasendecke zumeist geschlossen.

  • Die meisten Grassorten keimen zwar auch in normalem Gartenboden, besser wachsen sie jedoch auf spezieller Rasenerde. Diese ist besonders strapazierfähig und verfügt über eine stabile Struktur. Gleichzeitig bietet sie eine optimale Nährstoffdichte und Wasserdurchlässigkeit. Vor allem für die Nachsaat an geschädigten Stellen ist die Verwendung von Rasenerde sinnvoll.