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Wachstumsregler im Weizen

Lager im Weizen ist einer der größten Faktoren für Ertragsausfälle. Um Lager zu verhindern und den Ertrag abzusichern, werden Wachstumsregler eingesetzt, die das Längenwachstum gezielt beeinflussen, ohne die generative Entwicklung und Kornbildung zu beeinträchtigen.

Wachstumsregler, auch Halmstabilisatoren oder Halmverkürzer genannt, sind Pflanzenschutzmittel, die neben der Lagerverhinderung weitere Vorteile wie eine Verbesserung der Bestandesstruktur bieten. Bei Einsatz und Anwendung von Wachstumsreglern zum Kürzen von Weizen gibt es jedoch einiges zu beachten. Bei uns erfahren Sie, wie Wachstumsregler im Weizen wirken, wie sie richtig angewandt werden und welche Witterungseinflüsse und Risiken zu beachten sind.

Inhaltsverzeichnis

Unsere Services für professionellen Weizenanbau

Welcher Wachstumsregler ist der richtige? Was tun bei einem Lagerschaden? Wie plane ich die Anwendung in meinem speziellen Fall? Für all Ihre Fragen rund um Ackerbau und Pflanzenschutz im Weizen stehen Ihnen die erfahrenen Pflanzenbauberater und Außendienstmitarbeiter der BayWa zur Verfügung. Wir unterstützen Sie gerne mit Lösungsstrategien, bei der Entwicklung maßgeschneiderter Konzepte oder der Auswahl des richtigen Saatgutes.

Schreiben Sie uns eine E-Mail, nutzen Sie das Kontaktformular oder kommen Sie einfach zu unseren Öffnungszeiten an einem unserer BayWa-Standorte vorbei. Hier erhalten Sie nicht nur die richtigen Pflanzenschutzmittel, Saatgut sowie Pflanzen- und Ackerbau-Technik, sondern auch Dienstleistungen und Unterstützung in Bereichen wie Düngungsstrategie, Bestandesführung oder Ertragsvermarktung. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

Weizen kürzen mit Wachstumsreglern

Knicken Getreidehalme ab oder fallen sie um, spricht man von Lagergetreide. Die Gefahr ist im Frühsommer am größten, wenn Unwetter und starker Regen Ähren, Blätter und Stängel immer weiter beschweren und das Gewebe aufweichen. Die Pflanzen liegen in der Folge teilweise oder vollständig auf dem Ackerboden auf und können sich nicht mehr aufrichten. Die Konsequenzen sind Ertrags- und Qualitätsverluste sowie erschwerte Beerntbarkeit und zusätzliche Kosten, zum Beispiel für die Trocknung.

Wachstumsregler tragen dazu bei, dass der Weizen widerstandsfähiger gegen Regen und Wind wird. Insbesondere Hochleistungsweizen-Sorten, die den größten Ertrag und Gewinn versprechen, sind anfällig für Lager und sollten darum gekürzt werden. Die Anwendung von Wachstumsreglern bedarf einer durchdachten Strategie und Planung: Weizensorte, Art des Wachstumsreglers, Standort, Feuchtigkeit und Witterung sowie Wachstumsstadien und Bestandesdichte sind zu beachten.

Weizen kürzen: Grundlagen & Wirkmechanismen

Wachstumsregler greifen in den Phytohormonhaushalt ein und wirken so auf das Wachstum des Weizens sowie die Standfestigkeit. Grundlegend für Wachstumsregulatoren sind die Streckungshormone Gibberelline, die Zellwachstum und Zellteilung anregen und so das Längenwachstum von Sprossachsen fördern. Aber auch auf die Halmstabilisierung und das Wurzellängenwachstum haben Gibberelline Auswirkungen. Die Bildung von Gibberellinen in der Pflanze beginnt ab Temperaturen von 12 °C am Tag und 8 °C in der Nacht.

Zum Kürzen von Weizen stehen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung:

Die frühen Gibberelline-Synthese-Hemmer CCC (Chlormequatchlorid) (zum Beispiel CCC 720) und Mepiquat-Chlorid (zum Beispiel Medax Top) wirken ab etwa 8 °C. Sie greifen in einem frühen Entwicklungsstadium der Pflanzen in die Streckungshormone ein, indem sie die Bildung von Gibberellinen hemmen.

Auch Triazole (Azol-Fungizide) wie Tebuconazol und Metconazol beeinflussen früh die Gibberelline-Bildung, indem sie die Leistung der Monooxygenasen reduzieren. Dadurch kann das Ausgangsprodukt der Gibberelline, die Kaurensäure, nicht gebildet werden. Triazole sind weniger stark als CCC und Mepiquat, verstärken allerdings deren Wirkung, wenn sie mit ihnen gemischt werden.

Späte Gibberelline-Synthese-Hemmer wirken auf die sich bei der Anwendung streckenden Internodien sowie die zwei bis drei nachfolgenden Internodien. Trinexpac-ethyl (zum Beispiel Moddus) hemmt die Bildung der streckungsaktiven Gibberelline im dritten Schritt der Synthese. Prohexadion-Calcium (zum Beispiel Prodax®) funktioniert auf die gleiche Weise, jedoch schneller und kürzer als Trinexpac-ethyl.

Ethephon setzt als Ethylen-Bildner das Abreifungshormon Ethylen frei. Dieses hemmt die Aktivität der Streckungshormone und fördert eine schnelle Verholzung des Gewebes, was eine höhere Festigkeit zur Folge hat. Mit mindestens 14 °C hat es unter den Wachstumsregulatoren die höchsten Temperaturansprüche.

So werden Wachstumsregler für Weizen richtig angewandt

Wachstumsregulatoren sind ein wichtiger Baustein für die Ertragsabsicherung von Weizen. Damit diese die erwünschte Wirkung erzielen, ist eine sorgfältig geplante Anwendungsstrategie unerlässlich. Neben der Wahl des richtigen Wirkstoffs für den jeweiligen Behandlungszeitpunkt müssen die Dosierung und die Anzahl an Behandlungen an den Bestand, die Sorteneigenschaften und die Nährstoffversorgung angepasst werden.

Behandlungszeitpunkte

Beachten Sie bei der Anwendung von Wachstumsreglern, dass immer nur die Internodien gestaucht werden, die sich zum Zeitpunkt der Anwendung in der Streckungsphase befinden. Deshalb ist es wichtig, den Entwicklungsstand Ihrer Bestände regelmäßig zu überprüfen. Der passende Behandlungszeitpunkt wird hauptsächlich vom Entwicklungsstadium der Pflanze und Temperaturansprüchen der Wachstumsregler bestimmt. Eine Übersicht über die Präparate und ihre Zulassungen und Auflagen finden Sie zum Beispiel bei der LfL Bayern ↗.

1) Frühe Behandlung: Bestockungsphase (BBCH 30)

Der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von CCC zur Halmeinkürzung im Weizen liegt zu Streckungsbeginn. Für eine gute Halmstabilität und Grundsicherung kann Weizen bereits ab BBCH 30 gekürzt werden, wenn die Temperaturen bei 8–10 °C liegen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

2) Hauptbehandlung: Schossbeginn (BBCH 31–37)

Während des Schossens (bis BBCH 37), aber vorzugsweise im BBCH 31–33, können lagergefährdete Weizenbestände mit einem Trinexapac-Produkt oder Prohexadion-Calcium nachbehandelt werden. Für Bestände mit mittlerer Standfestigkeit empfiehlt sich eine Einmalbehandlung mit einer Mischung aus Trinexapac bzw. Prohexadion-Calcium mit CCC in BBCH 31.

3) Spätbehandlung (BBCH 37–49)

Die Einkürzung der oberen Internodien erfolgt bei Bedarf mit Ethephon, je nach Präparat optimalerweise in BBCH 39–49.

Ein-, Zwei- oder Mehrfachbehandlungen?

Für die meisten Weizensorten ist im Normalfall eine Einfachbehandlung in BBCH 31–32 ausreichend, wenn ein bis zwei Knoten am Halm fühlbar sind. Dafür kann ein Chlormequatchlorid-Produkt mit Trinexapac-ethyl kombiniert werden.

Wenn das Lagerrisiko deutlich erhöht ist, ist eine Mehrfachbehandlung, auch Splitting genannt, sinnvoll. Dabei wird eine Hauptbehandlung entweder mit einer frühen Behandlung oder Spätbehandlung kombiniert. Ob eine Nachbehandlung notwendig wird, kann auch erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Das Lagerrisiko gilt als höher bei:

  • lageranfällige Sorte
  • hohe Bestandsdichte, früh gesäte Bestände mit vielen Trieben
  • hohe Stickstoffversorgung
  • Standorte mit viel Wasserführung
  • Fläche mit historischen Lagerproblematiken
  • warme und feuchte Witterung lässt extreme Wuchsschübe erwarten

Dosierung von Wachstumsreglern im Weizen

Die richtige Dosierung von Wachstumsreglern im Weizen hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die in die Planung miteinbezogen werden sollten. Die Standfestigkeit der Pflanzen kann in Anbetracht der Bestandesdichte, Sorteneigenschaften und Standortbedingungen durch die richtige Dosierung von Wachstumsreglern positiv beeinflusst werden. Die maximal zugelassene Aufwandmenge der verschiedenen Präparate darf dabei nicht überschritten werden.

A) Bestandesdichte

Die Bestandesdichte ist einer der Hauptfaktoren für die richtige Aufwandmenge von Wachstumsreglern im Weizen. Die Intensität der Grünfärbung, die allgemeine Wüchsigkeit sowie die Triebe pro Quadratmeter stellen die wichtigsten Parameter dar, um die Bestandesdichte subjektiv einzuschätzen.

  • Für eine geringe Bestandesdichte (<500 Triebe/m2) genügt eine reduzierte Dosis. Bei sehr dünnen und schwachen Beständen kann auf eine erste frühe Behandlung mit Wachstumsreglern verzichtet werden.
  • Hohe Bestandesdichten (>600 Triebe/m2) erfordern auch eine erhöhte Aufwandmenge. Es empfiehlt sich außerdem eine Nachkürzung in einem späten Entwicklungsstadium (BBCH 37–39). Eventuell kann auch eine Dreifachbehandlung angezeigt sein.

B) Sorteneigenschaften

Das Bundessortenamt bewertet in der beschreibenden Sortenliste ↗ die verschiedenen in Deutschland zugelassenen Weizensorten auf ihre Lageranfälligkeit. Die Standfestigkeit wird auf einer Skala von 1 (sehr gering) bis 9 (sehr hoch) eingestuft. Die Erfahrungen in der Praxis können von der offiziellen Einstufung abweichen, weshalb es wichtig ist, alle Faktoren im Gesamtbild zu berücksichtigen und eigene Beobachtungen und Erfahrungen in die Bewertung einfließen zu lassen.

  • Weizensorten mit geringer Standfestigkeit erhalten eine Früh- und eine Hauptbehandlung mit einer etwas erhöhten Dosierung.
  • Für Sorten mit mittlerer Standfestigkeit genügt in der Regel eine Standarddosierung bei Einmalbehandlung mit einer Wirkstoffkombination.
  • Sorten, die sich durch eine gute Standfestigkeit auszeichnen, werden mit einer geringeren Aufwandmenge entweder in der Bestockungs- oder Schossphase behandelt.

Der Unterschied in der Dosierung besteht teilweise nur aus 0,1 l/ha, kann jedoch trotzdem für die Ertragssicherung entscheidend sein. Empfohlene Dosierungen von Wachstumsreglern nach Lageranfälligkeit finden Sie zum Beispiel in der ISIP Broschüre Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland ↗. Orientieren Sie sich darüber hinaus an den jeweiligen Angaben der Hersteller.

C) N-Versorgung

Mit zunehmendem Stickstoffangebot erhöht sich die Lageranfälligkeit des Weizens. Bei der Wahl der richtigen Dosierung von Wachstumsreglern sollten die Stickstoffzugabe durch Düngung sowie die Wasser- und Stickstoffversorgung des Bodens berücksichtigt werden.

  • Hohe Stickstoffaufnahme führt zu erhöhtem Wachstum. Darauf sollte mit einer erhöhten Dosierung von Wachstumsreglern reagiert werden.
  • Schwache Bestände sprechen für eine geringe N-Versorgung. Hier kann die Aufwandmenge reduziert oder gegebenenfalls ausgesetzt werden.

D) Standortbedingungen

Die Anwendungsstrategie von Wachstumsreglern im Weizen sollte immer an die spezifischen Standortbedingungen angepasst sein.

  • Bodengüte und Wasserversorgung: Die Bodenart ist für die richtige Dosierung entscheidend. Leichte Standorte erfordern mehr Vorsicht bei Einsatz und Aufwandmenge von Wachstumsreglern. Bei Standorten mit einem hohen Wassernachlieferungsvermögen können höhere Dosierungen angesetzt werden. Voraussichtlich hohe Niederschlagsmengen sprechen für eine großzügigere Dosierung, während bei Trockenperioden äußerste Vorsicht geboten ist und gegebenenfalls auch auf den Einsatz von Wachstumsreglern verzichtet werden sollte.
  • Witterungsbedingungen: Der Behandlungseffekt wird maßgeblich von Temperatur und Sonneneinstrahlung beeinflusst. Das trifft nicht nur auf die Temperaturspannen der Wirkstoffe zu. In strahlungsreichen, trockenen Bedingungen wächst Weizen tendenziell eher kurz, Wachstumsregler wirken zusätzlich besonders effektiv. Bei bedecktem und kühlem Wetter sollten höhere Aufwandmengen gewählt werden.

Besonderheiten beim Kürzen von Sommerweizen

Der Winterweizen dominiert in Deutschland deutlich. Im Frühjahr gesäter Sommerweizen gewinnt aber an Bedeutung, wenn die Aussaatbedingungen im Herbst ungünstig sind oder es zu Auswinterungsschäden kommt. Neben dem Aussaatzeitpunkt unterscheidet sich der Sommerweizen vom Winterweizen durch eine deutlich kürzere Vegetationszeit (circa sechs Monate), geringeren Strohertrag und etwa 20 Prozent geringeres Ertragspotenzial. Auch benötigt der Sommerweizen keinen Kältereiz (Vernalisation) zum Schossen. Diese Unterschiede haben Auswirkungen auf die Anwendung von Wachstumsreglern im Sommerweizen:

  • Aufwandmengen: Die kürzere Vegetationsperiode und geringere Wuchskraft des Sommerweizens führt dazu, dass im Vergleich zum Winterweizen reduzierte Aufwandmengen benötigt werden. Die Anwendung sollte nur in gut entwickelten Beständen erfolgen und ist gegebenenfalls nicht notwendig.
  • Zulassungsstadien: Bei den Präparaten gibt es Unterschiede in den zugelassenen Entwicklungsstadien.
  • Behandlungszeitpunkt: Bei Sommerweizen reicht in der Regel eine Einfachbehandlung aus, während bei Winterweizen Mehrfach- oder Splitting-Behandlungen oft angezeigt sind.

Risiken & häufige Anwendungsfehler beim Einsatz von Wachstumsreglern

Bei der Anwendung von Wachstumsreglern im Weizen gibt es viel zu beachten. Die äußeren Bedingungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Schwankende Witterungen machen den Einsatz von Jahr zu Jahr schwer vorhersehbar. Sie sollten Ihre Flächen, die Bedingungen und Pflanzen regelmäßig genau untersuchen und beobachten, um Anwendungsfehler und Ertragseinbußen zu vermeiden.

1. Falscher Anwendungszeitpunkt: Wachstumsregler sollten im Weizen im besten Fall bis BBCH 32 (Zwei-Knoten-Stadium) eingesetzt werden. Anwendungen danach bergen das Risiko, dass die Ähre gekürzt wird, was den Ertrag mindert. Ein zu früher oder zu später Behandlungszeitpunkt reduziert außerdem die Wirkung des Wachstumsreglers deutlich.

2. Ungünstige Witterungsbedingungen: Der Einsatz von Wachstumsreglern sollte am besten bei Temperaturen von über 10 °C und bei wüchsigen Bedingungen stattfinden. Frost, Hitze oder Wassermangel setzt den Weizen unter Stress. Dann sollte die Anwendung von Wachstumsreglern verschoben und die Aufwandmenge reduziert werden. Vorsicht ist auch bei Trockenperioden oder sehr kühlen Temperaturabschnitten geboten.

3. Falsche Bestandsbeurteilung: In dünnen, schwachen oder schlecht ernährten Weizenbeständen kann der vollständige Verzicht auf Wachstumsregler die beste Option sein.

4. Fehler bei Tankmischungen: Es bietet sich an, Wachstumsregler gemeinsam mit Herbiziden, Fungiziden oder AHL Stickstoffdünger anzuwenden. Bei Kombinationen müssen unbedingt die Mischbarkeitshinweise der Hersteller beachtet werden, da sonst Pflanzenschäden drohen.

Bei korrekter Anwendung und Dosierung sind keine weiteren Nebenwirkungen von Wachstumsreglern im Weizen bekannt. Die Risiken lassen sich durch eine gut abgestimmte Strategie minimieren. Ergänzend dazu geben viele Landesverbände und Institutionen aktuelle regionale Hinweise und Empfehlungen zu Anwendungszeitpunkt und Dosierung auf ihren Websites.

Wirtschaftlichkeit

Die richtige Anwendungsstrategie und Dosierung vorausgesetzt, helfen Wachstumsregler dabei, den Ertrag und die Qualität des Weizens zu sichern. Sie sind die beste Versicherung, jedoch keine Garantie gegen teure Lagerschäden. Bei schweren Unwettern können auch die widerstandsfähigsten Halme zu Boden gehen.

Eine Überdosierung sollte jedoch ebenso vermieden werden. Durch zu starke Kürzungen können schnell einige Dezitonnen Ertrag verloren gehen. Für die Rentabilität ist die richtige Balance aus Wirksamkeit und Aufwandmenge entscheidend.

 

Praxisempfehlungen für Wachstumsregler im Weizen

Wachstumsregler im Weizen helfen dabei, Lagerschäden zu vermeiden und den Ertrag abzusichern. Bei der Anwendung gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Auch lokale und regionale Aspekte sollten nicht außer Acht gelassen werden. Hier finden Sie unsere Praxisempfehlungen in der Übersicht:

1. Timing richtig wählen:

  • frühe Behandlung (bis BBCH 30): CCC bei 8–10 °C und frostfreien Nächten zur Grundsicherung
  • Hauptbehandlung (BBCH 31–32): Zwei-Knoten-Stadium optimaler Zeitpunkt für Einmalbehandlungen mit Wirkstoffkombination
  • Spätbehandlung (BBCH 37–49): Bei Bedarf Ethephon zur Einkürzung der oberen Internodien (mind. 14 °C)

2. Bestandssituation beurteilen:

  • regelmäßige Kontrolle des Entwicklungsstandes
  • reduzierte Dosierung oder Verzicht auf Wachstumsregulatoren bei dünnen und schwachen Beständen (<500 Triebe/m2)
  • erhöhte Aufwandmenge und gegebenenfalls nachkürzen bei hoher Bestandsdichte (>600 Triebe/m2)

3. Sorteneigenschaften beachten:

  • lageranfällige Sorten: Früh- und Hauptbehandlung mit leicht erhöhter Dosierung
  • mittlere Standfestigkeit: Einmalbehandlung mit Wirkstoffkombination (Standarddosierung)
  • gute Standfestigkeit: reduzierte Aufwandmenge, eine Behandlung genügt

4. Standort und Witterung beobachten:

  • Anwendung bei <10 °C, wüchsige Bedingungen und frostfreie Nächte
  • Anwendung verschieben bei Frost, Hitze, Trockenheit, gestressten Beständen
  • bei strahlungsreichen, trockenen Bedingungen Dosierung reduzieren
  • Standortbedingungen (Lagerhistorie, Bodenart, Wasserführung, N-Versorgung) beachten
  • regionale Empfehlungen verfolgen (Websites der Landesverbände etc.)

5. Wirtschaftlichkeit sichern:

  • so viel Wachstumsregler wie nötig, so wenig wie möglich
  • Kornertrag erhöhen und Einsparpotenziale ausschöpfen durch Kombination mit einem schnell verfügbaren N-Dünger

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