E-PURA: Technologie, die Ihr Saatgut schützt

Die elektronische Saatgutbehandlung

Für ein perfektes Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie

Die E-PURA Saatgutbeizung ist eine neue, effektive Methode zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. Vor der Aussaat wird das Saatgut sorgfältig gereinigt und danach im E-PURA-Verfahren hochwirksam von allen anhaftenden Krankheitskeimen befreit. Das Prinzip beruht auf der Wirkung niederenergetischer Elektronen. Es werden keine chemischen Wirkstoffe eingesetzt.

Die Saatgutbeizung mit E-PURA ist sowohl für konventionelles als auch für ökologisch erzeugtes Saatgut empfohlen.

Über die Wirkung von E-PURA

Das E-PURA Wirkungsprinzip

In einem Generator werden Elektronen erzeugt, die beschleunigt und dann gezielt auf das zu behandelnde Saatgut gelenkt werden. Diese Elektronen sind aufgrund ihrer Energie in der Lage, in das Saatkorn einzudringen. Dabei gilt: Je höher die Energie, desto tiefer können die Elektronen eindringen. Diese Eigenschaft wird gezielt genutzt – die Eindringtiefe kann so auf die äußere Samenschale begrenzt werden. Der große Vorteil: Das Endosperm und der Embryo des Saatkorns bleiben unberührt.

Für eine erfolgreiche Behandlung muss die gesamte Oberfläche jedes Korns von Elektronen getroffen werden. Das Saatgut wird in der Produktzuführung vereinzelt und so durch die Behandlungszone geführt, dass die Elektronen auf jedes einzelne Saatkorn einwirken.

Beim Eindringen in das Korn gibt das Elektron einen Großteil seiner Energie ab. Das führt beim Zusammentreffen mit Krankheitserregern, die am Samenkorn haften, wie z.B. Pilzsporen, Bakterien oder Viren, zum Abtöten der Mikroorganismen. Das Saatgut wird dabei nicht erwärmt – die Keimfähigkeit des Saatguts bleibt somit vollständig erhalten.

Die E-PURA Wirkungssicherheit

Die Wirksamkeit der Saatgutbehandlung mit Elektronen wurde von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik Dresden, nach jahrelangen Untersuchungen für alle Wintergetreidearten amtlich bestätigt und nachgewiesen.

In zahlreichen Exakt- und Praxisversuchen wurde bewiesen, dass es bei der Saatgutbehandlung mit E-PURA zu keiner Schädigung der Keimfähigkeit kommt. Oftmals wurde nach der Elektronenbehandlung sogar im Vergleich zur chemischen Behandlung ein höherer Feldaufgang festgestellt. Im direkten Ertragsvergleich zwischen den beiden Varianten konnten keine Unterschiede verzeichnet werden.

Auch bei Versuchen mit fusarium- und septoriainfiziertem Saatgut schnitt die Elektronenbehandlung gegenüber der chemischen Behandlung gleichwertig ab. Eine hohe biologische Wirksamkeit zeigt das Verfahren gegen zahlreiche samenübertragbare Krankheiten.

E-PURA: Erfolg in der Praxis

Oftmals wurde bei elektronenbehandeltem Saatgut sowohl in den durchgeführten Versuchen als auch im Praxisanbau eine Erhöhung des Feldaufgangs gegenüber chemisch behandeltem Saatgut festgestellt.

Einen überzeugenden Beweis für die Wirksamkeit liefert der Praxisanbau in Deutschland: Bis heute wurde auf über 300.000 ha Anbaufläche elektronenbehandeltes Saatgut ohne Beanstandung zur Aussaat gebracht.

Die Vorteile auf einen Blick

Keine gesundheitlichen Gefahren für den Anwender
Vollständiger Verzicht auf den Einsatz chemischer Wirkstoffe ohne Verlust der biologischen Wirksamkeit und ohne Ertragseinbußen
Keine Gefahrstoffauflagen (Sicherheits-, Umwelt- und Anwenderschutzauflagen)
Keine Aufnahme chemischer Pflanzenschutzmittel durch Tiere
Keine Freisetzung von Beizstaub und damit umwelt- und anwenderfreundlich
Keine Schädigung von Nützlingen
Keine chemischen Rückstände im Boden
Ausgezeichnete Wirkung gegen samenbürtige Pathogene und Bakterien (z.B. Pseudomonas)
Keine Wassergefährdung - Einsetzbar in Trinkwasserschutzgebieten
Keine Resistenzbildung der Pathogene
Schnellerer Feldaufgang (azolhaltige Beizmittel verzögern das Auflaufen)
Bestehende Zulassung für den ökologischen Landbau
Bessere Fließfähigkeit in der Drillmaschine
Problemlose Verwertung von unverbrauchtem Saatgut als Futtermittel
Kein Sondermüll im Gegensatz zu chemisch behandeltem Saatgut
Kein Preisunterschied im Vergleich zu chemischer Saatgutbehandlung
Bessere Lagerfähigkeit

 

Folgende Krankheiten und Erreger werden mit E-PURA bekämpft:

Weizensteinbrand
(Tilletiacaries)
gute Wirkung
Roggenstängelbrand
(Urocystisocculta)
sehr gute Wirkung
Blatt- und Spelzenbräune
(Septorianodorum)
gute Wirkung
Streifenkrankheit Gerste
(Drechsleragraminea)
gute Wirkung
Fusarium-Arten, samenbürtig mittlere bis gute Wirkung
Schneeschimmel, samenbürtig
(Microdochium nivale)
mittlere bis gute Wirkung

 

FAQ zur Saatgutbehandlung mit E-PURA

> Arten der Krankheitsbehandlung

  • Eine schleichende Zunahme von Bakterieninfektionen, die zum Teil auch über das Saatgut kommen können (z.B. Pseudomonnas), wird beobachtet. Der Einsatz von antibiotischen Wirkstoffen zur Bekämpfung der Bakterienerkrankungen an Pflanzen ist auf lange Sicht nicht vorstellbar. Mit der Elektronenbehandlung ist jedoch eine vorbeugende Unterbrechung der Infektionskette über das Saatgut bereits heute möglich. Denn: Positiver Nebeneffekt der Elektronenbehandlung ist die Abtötung der am Samen haftenden Bakterien und Viren (Dieser Effekt wird weiter untersucht).

  • Die Elektronenbehandlung schafft ein Saatgut mit hoher Vitalität, frei von Mikroorganismen. Damit kann das Saatgut dem eventuellen Infektionsdruck bodenbürtiger Erreger widerstehen. Die Biologische Bundesanstalt veröffentlicht in ihrem sehr umfangreichen Untersuchungsbericht folgende Einschätzung: „Im gesamten Untersuchungszeitraum wurde nach Elektronenbehandlung kein erhöhter Befall mit bodenbürtigen Pathogenen festgestellt“. Diese Bewertung wird durch die umfangreichen Praxiserfahrungen auf über 300.000 ha Konsumfläche gestützt.

  • Grundsätzlich nein, da die eingesetzte Energiemenge und -dosis für eine insektizide Wirkung viel zu gering ist. Die Erhöhung der Energiedosis würde zur Schädigung der Keimfähigkeit führen.

  • Die Biologische Bundesanstalt schätzt ein, dass „mehrfach aufeinander folgende Behandlungen keine Gefährdung darstellen und ein Aufschaukeln von Erregerpopulationen nicht zu erwarten ist“. Allerdings kann auch der Einsatz des chemisch gebeizten Saatguts keinen aktiven Beitrag zur Reduzierung einer Schaderregerpopulation leisten, denn beim Einsatz des chemisch gebeizten Saatguts kommen nur 2 % der Ackerfläche mit chemischen Wirkstoffen in Berührung. Die Einhaltung von Fruchtfolgegrundsätzen ist also wesentlich wirkungsvoller.

  • Um die Beschädigung des Keimlings zu verhindern, wird bewusst auf das tiefere Eindringen der Elektronen verzichtet. Daher werden die tiefer im Samen bzw. am Keimling sitzenden Erreger nicht erreicht. Aufgrund der Tatsache, dass in der Produktion von Z-Saatgut mit Flugbrand befallene Vermehrungsflächen bei der Feldanerkennung von einer Verwendung als Saatgut ausgeschlossen werden, ist eine Infektion der Saatgutrohware mit Flugbrand sehr gering. Im bisherigen Praxisanbau konnte kein erhöhter Befall mit Gerstenflugbrand beobachtet werden. Um dennoch ein Aufschaukeln mit Flugbrand zu verhindern, wird von einer Elektronenbehandlung bei Nachbausaatgut abgeraten.

> Anwendungsbereiche von E-PURA

  • In einer Kathode werden Elektronen erzeugt, die in einem Elektronenbeschleuniger beschleunigt und gezielt auf die zu behandelnden Samen gelenkt werden. Die dabei von den Elektronen aufgenommene Energie bestimmt die Eindringtiefe in den Samen. Nach zahlreichen Versuchen hat sich hinsichtlich der biologischen Wirksamkeit gegen Erreger und der Verträglichkeit ein Energiebereich von 80 bis 150 keV als optimal erwiesen. Die Eindringtiefe kann in diesem Energiebereich zwischen 10 und 200 μm exakt gesteuert werden.

  • Das Saatgut ist äußerlich unverändert – die Elektronenbehandlung hinterlässt am Samenkorn optisch keine sichtbaren Spuren. Mit dem von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) in Karlsruhe entwickelten Verfahren der Photolumineszenz ist ein Nachweis der Behandlung möglich, basierend auf der Veränderung der molekularen Struktur in der Samenschale.

  • Die Elektronenbehandlung ist für alle Getreidearten umfassend untersucht und erprobt. Dem unterschiedlichen Aufbau des Korns (z.B. Dicke der Samenschale, Vorhandensein von Spelzen) wird durch die spezielle Bemessung der Elektronenenergie Rechnung getragen.

  • Bei der Einhaltung pflanzenbaulicher Grundsätze, wie z.B. der Anpassung der Aussaatmenge, kann elektronenbehandeltes Saatgut für frühe und späte Aussaaten genutzt werden. Der schnellere Feldaufgang ist ein wesentlicher Vorteil bei späten Aussaatterminen.

  • Das Verfahren hat als physikalisches Verfahren entsprechend der EG-ÖKO-Verordnung 2092/91 eine Zulassung für den ökologischen Landbau (bitte kontaktieren Sie diesbezgl. Ihren Anbauverband). Besonders der gefürchtete Weizensteinbrand wird sehr wirkungsvoll bekämpft.

> Praktische Durchführung der Saatgutbehandlung

  • Es bestehen keine Auflagen in der Anwendung des elektronenbehandelten Saatguts. In der Praxis wurde die Beizstaubfreiheit bei der Befüllung der Drillmaschinen sehr positiv wahrgenommen.

  • Durch die Vermeidung der Freisetzung von Beizstäuben ist das Verfahren umwelt- und anwenderschonend. Auch die Saatgutbehandlung stellt keine Gefährdung für die Umwelt dar.

  • Saatgutreste können problemlos als Futtermittel eingesetzt werden. Eine Verwendung als Nahrungsgetreide ist noch nicht statthaft.

  • Es bestehen zwischen dem chemischen Verfahren der Beizung und dem physikalischen Verfahren der Elektronenbehandlung große Wirkungsunterschiede. Das physikalische Verfahren schafft eine vollständige Befreiung (Desinfektion) von anhaftenden Krankheitserregern und wirkt damit vorbeugend. Diese Wirkung hält weit über den Aussaatzeitpunkt an. Im Gegensatz dazu setzt das chemische Verfahren erst bei der Auskeimung einer am oder im Saatgut befindlichen Pilzspore ein. Mit zunehmender Verweildauer der Samen im Boden erfolgt eine Verdünnung des am Saatgut haftenden Wirkstoffs durch die Bodenlösung. Späte Infektionen werden dann nicht mehr ausreichend bekämpft. Eine Wirkung des chemischen Beizmittels über einen Zeitraum von mehr als 4 Wochen nach der Aussaat wird durch die Hersteller als unwahrscheinlich betrachtet.

  • Die Einschränkung der Lagerfähigkeit ergibt sich weniger aus der Behandlungsmethode sondern mehr aus der Keimfähigkeit. In Abhängigkeit von der Erntequalität ist elektronenbehandeltes Saatgut über Monate lagerfähig. Die Elektronenbehandlung verbessert die Lagerfähigkeit.

  • Trotz der hohen Anschaffungskosten der Anlage wird elektronenbehandeltes Getreidesaatgut zum gleichen Preis wie chemisch gebeiztes Saatgut angeboten.

  • Die Aussaatmenge muss nicht verändert werden. Bei der Einstellung der Drillmaschine ist allerdings zu beachten, dass die Fließfähigkeit des Saatguts deutlich höher ist als bei chemisch gebeiztem Saatgut.

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