Fusarium im Weizen
Fusarium im Weizen
Fusarium zählt weltweit zu den wichtigsten Getreidekrankheiten und tritt besonders häufig in Weizenbeständen auf. Die Erkrankung verursacht Ertragsverluste und eine Belastung des Ernteguts mit Mykotoxinen (giftigen Stoffwechselprodukten der Pilze). Diese können dazu führen, dass der Weizen nicht mehr als Futter- oder Lebensmittel verwendet werden kann.
Auch andere Getreidearten wie Gerste, Roggen oder Hafer können betroffen sein, der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt jedoch klar auf dem Weizen. Schätzungen gehen von wirtschaftlichen Schäden durch Fusarium und Mykotoxine in einer Größenordnung von mehreren Milliarden Euro pro Jahr in Europa aus. Da in Deutschland der Großteil der Anbaufläche auf Winterweizen ausgelegt ist, spielt Fusarium im Winterweizen in der Praxis eine besonders große Rolle – etwa, wenn Winterweizen nach Körnermais folgt oder in Mulchsaat bestellt wird.
Damit Ihr Weizenbestand gesund bleibt, erklären wir in diesem Beitrag, wie Fusarium entsteht, wie Sie den Befall erkennen und mit welchen Maßnahmen Sie das Risiko im eigenen Betrieb wirksam senken können.
Alles über Fusarium im Weizen
Sie haben die Weizensaat gut über die Bühne gebracht, der Bestand steht gleichmäßig und die Ähren beginnen sich zu entwickeln. Eigentlich sieht alles vielversprechend aus. Doch plötzlich fallen Ihnen weiße Ährenteile und helle, zum Teil rosafarbene Verfärbungen auf.
Solche Fusariosen kommen meist nicht aus dem Nichts, sondern bauen sich über mehrere Jahre auf. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Weizen-Fusarium sicher einordnen, welche Auswirkungen der Pilz, einschließlich Mykotoxinen im Korn, auf Ihren Betrieb haben kann, welche Sofortmaßnahmen im Befallsfall sinnvoll sind und mit welchen ackerbaulichen Strategien Sie das Risiko in zukünftigen Weizenjahren deutlich verringern.
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Auf einen Blick – Checkliste bei Fusarium im Weizen
| Gut gegen Fusarium | Besser vermeiden |
|---|---|
|
✔ weite Fruchtfolge, kein Weizen nach Mais
✔ Mais‑/Getreidestoppel häckseln und tief einarbeiten
✔ weniger anfällige Sorten wählen
✔ angepasste Saatdichte und N‑Düngung (standfester Bestand)
✔ Lager durch Wachstumsregler/Bestandesführung vermeiden
✔ Warndienst nutzen, Fungizid zur Blüte (BBCH 61–65)
✔ Erntepartien auf DON (u.a.) untersuchen, belastete Chargen trennen |
✖ Weizen nach Körnermais oder stark befallenem Getreide
✖ unbehandelte, grobe Stoppelreste an der Oberfläche
✖ fusariumanfällige Sorten auf Hochrisikoflächen
✖ überdichte, weiche Bestände mit Lagerrisiko
✖ Lager stehen lassen, nasse Ähren im Bestand
✖ Fungizid zu früh/zu spät oder „auf Verdacht“ ohne Risikoabschätzung
✖ Futter/Verkauf ohne Mykotoxinprüfung bzw. trotz Grenzwertüberschreitung |
Die Erreger: Welche Fusarium-Arten sind im Weizen wichtig?
Fusarium gehört zur Gattung der Schlauchpilze und weist viele Arten auf. Mehrere davon befallen Getreide und speziell Weizen (Keimling, Halmbasis, Blätter, Ähren). Für Fusarium im Winterweizen sind die gleichen Erreger verantwortlich. Durch die längere Standzeit können sie sich hier jedoch besonders stark aufbauen. Diese Pilze nutzen neben Weizen auch andere Kulturen als Wirtspflanzen, was den Druck in engen Fruchtfolgen zusätzlich erhöht.
Für den Weizenanbau in Mitteleuropa sind vor allem folgende Fusarium-Arten von Bedeutung:
- Fusarium graminearum (Teleomorph: Gibberella zeae): Hauptverursacher der Ährenfusariose, produziert unter anderem DON und Zearalenon (beides Mykotoxine).
- Fusarium culmorum: Ebenfalls wichtig am Weizen, bildet DON und andere Trichothecene. Wird oft zusammen mit Fusarium graminearum gefunden.
- Fusarium sporotrichioides & Fusarium langsethiae: Bilden vor allem T-2- und HT-2-Toxine und treten häufiger beispielsweise an Hafer auf, kommen aber auch im Weizen vor.
Mykotoxine: das unsichtbare Problem im Erntegut
Als Mykotoxine werden giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen bezeichnet, die auch nach Trocknung und Lagerung im Korn stabil bleiben. Sie können Mensch und Tier Schaden zufügen. Gerade bei Fusarium im Winterweizen sind diese Rückstände kritisch, weil Winterweizen häufig im Futter- und Lebensmittelbereich eingesetzt wird.
Die wichtigsten Mykotoxine, die von Weizen-Fusarium gebildet werden:
- Deoxynivalenol (DON): Häufigstes Trichothecen-Mykotoxin („Vomitoxin“), verursacht unter anderem Futterverweigerung, Erbrechen und Schleimhautentzündungen im Magen-Darm-Trakt von Tieren.
- Zearalenon (ZEA): Wirkt wie ein weibliches Hormon (Östrogen) und kann Fruchtbarkeitsstörungen bei Nutztieren auslösen. Wird meist von denselben Fusarien gebildet, die auch DON produzieren.
- Weitere Trichothecene wie Nivalenol, T‑2 und HT‑2: In Weizen weniger häufig problematisch als DON, spielen jedoch in einzelnen Jahren und besonders bei Hafer eine Rolle.
Das Tückische: Bereits ein geringer Anteil von Körnern, die sichtbar befallen sind, kann hohe DON-Gehalte in Gesamtpartien verursachen. Es gibt mehrere Untersuchungen, die zeigen, dass etwa ein Prozent stark fusariumbefallener Körner schon mittlere dreistellige DON-Gehalte pro Kilogramm auslösen können.
Für DON, Zearalenon und weitere Mykotoxine gelten in der EU gesetzliche Höchstgehalte. Werden diese überschritten, ist die Partie für Lebensmittel und oftmals auch für Futtermittel nicht mehr geeignet.
Ursachen & Risikofaktoren für Fusarium im Weizen
Es gibt mehrere Risikofaktoren und Ursachen, die einen Befall von Fusarium im Weizen fördern oder begünstigen. Hier kommen die drei wichtigsten Faktoren, auf die Sie achten sollten:
1) Klimatische Bedingungen
Das Wetter zur Blütezeit des Weizens (Ährenschieben bis Ende der Blüte) spielt eine entscheidende Rolle. Warme Temperaturen und langanhaltende Feuchtigkeit fördern die Infektion der Ähren massiv. Unter folgenden Bedingungen treten Infektionen vor allem auf:
- Temperaturen über 16 °C.
- Wenn die Ähren mindestens 24 Stunden feucht sind durch Regen, Tau oder Nebel.
Eine milde, feuchte Witterung im Winter und häufige Tau-/Frostwechsel begünstigen die Entwicklung von Weizen-Fusarium und die spätere Toxinbildung auf überwinterndem Getreide. Für Fusarium im Winterweizen bedeutet das: Milde Winter ohne ausreichende Frostphasen ermöglichen es dem Pilz, sich in Ernterückständen und Beständen besonders gut zu etablieren.
2) Ackerbauliche Faktoren
Vermeiden Sie Mais oder Getreide als Vorfrucht, denn sie gelten als größte Gefahrenquelle, da auf ihren Stoppeln enorme Sporenmengen gebildet werden können. Außerdem ist eine gründliche Bodenbearbeitung wichtig. Eine pfluglose oder reduzierte Bodenbearbeitung erhöht die Infektionsgefahr, wenn befallene Pflanzenreste an der Oberfläche verbleiben und als Infektionsquelle dienen. Gerade offen liegende Maisstoppeln sind hier eine zentrale Drehscheibe für Sporen.
Darüber hinaus führen enge Fruchtfolgen mit häufigem Getreide- oder Maisanbau zu stetig hohem Fusarium-Druck. Sehr dichte und lagernde Bestände sollten zudem vermieden werden, da sie nach Niederschlägen langsamer abtrocknen. Dadurch dass die Blätter und Ähren deutlich länger nass bleiben, werden Infektionen begünstigt. Auch durch eine späte Saat nach Mais oder bei kühleren Temperaturen kann die Blütezeit in besonders feuchte Witterungsphasen geraten, was je nach Region ein zusätzlicher Risikofaktor sein kann.
3) Kultur- & Sortenwahl
Vor allem Weizen, Hafer und Triticale sind besonders gefährdet für eine Fusarium-bedingte Mykotoxinbelastung. Gerste und Roggen gelten als etwas weniger anfällig. Doch auch zwischen den Weizensorten gibt es Unterschiede, was die Anfälligkeit gegenüber Ährenfusariose betrifft. Züchterische Programme arbeiten hierbei gezielt an einer verbesserten Fusarium-Resistenz.
Entwicklung & Lebenszyklus von Fusarium im Weizen
Das Gefährliche an Fusarium-Pilzen ist, dass sie mehrere Jahre auf Ernterückständen und im Boden überdauern. Wenn frühere Getreide- oder Maiskulturen Stoppeln hinterlassen, bilden sich auf ihnen bei geeigneter Witterung Fruchtkörper (zum Beispiel Perithecien), in denen Ascosporen (sexuelle Sporen) entstehen. Diese werden durch Wind und Regen über weite Strecken verbreitet.
Treffen die Sporen zur Weizenblüte auf die Blütenorgane (Narben), dringen sie in die Ährchen ein und infizieren die Pflanze. Das ist die Phase der Primärinfektion. Bereits an der Ährenoberfläche beginnt die Mykotoxinbildung. Anschließend wächst der Pilz über die Spelzen in das Korninnere.
Nach der ersten Infektion kann es innerhalb des Bestandes zu einer zweiten Infektion, der sogenannten Sekundärinfektion, kommen. Das passiert, wenn zum Beispiel Konidien (asexuelle Sporen) durch Regen von Ähre zu Ähre gelangen.
Ist die Ernte abgeschlossen, besiedelt der Pilz weiterhin die Stroh- und Kornreste und baut organisches Material ab. So entsteht eine neue Pilzkultur für die folgenden Jahre. Bei Fusarium im Winterweizen kommt hinzu, dass die Stoppeln der Vorfrucht und der junge Winterweizen zeitlich eng beieinander liegen. Dadurch ist der Bestand schon sehr früh im Herbst Sporen ausgesetzt und der Pilz kann sich über einen langen Zeitraum entwickeln.
Symptome: So erkennen Sie Fusarium im Feld & Erntegut
Sind Weizenpflanzen an Fusarium erkrankt, zeigen sich mehrere Symptome, die auf die Infektion hindeuten.
1) Keimlings- & Halmfußfusariosen
Sind die Keimlinge befallen, können auflaufende Pflanzen verkümmern oder absterben. Infektionen zeigen sich durch bräunliche bis rötliche Verfärbungen an den Keimwurzeln und Stängelbasen.
Ein Halmfußbefall zeigt sich dadurch, dass am Fuß des Stängels braune, eingesunkene Flecke auftreten. Außerdem werden die Leitungsbahnen geschädigt, wodurch die Pflanzen leichter umknicken oder frühzeitig absterben.
2) Ährenfusariose
Eine Ährenfusariose kennzeichnet sich durch einzelne weißliche bis strohfarbene Ährchen oder ganze Ähren, während der Rest des Bestandes noch grün ist. Man spricht hier auch von einer sogenannten partiellen Weißährigkeit. Kommt es zu feuchter Witterung, können auf den Spelzen rosafarbene bis lachsfarbene Beläge auftreten.
Befallene Körner bleiben oftmals klein und leicht. Sie werden auch als „Schmachtkörner“ bezeichnet. Wurde die Blüte früh befallen, können sogar ganze Ährchen taub bleiben. Die sogenannte Taubährigkeit ist ein typisches Bild bei starkem Fusariumbefall im Weizen nach anhaltenden Niederschlägen zur Blüte.
3) Symptome am Korn & Qualitätsparameter
Sind Körner von Weizen-Fusarium befallen, wirken sie häufig kreidig-weiß, bleich oder rötlich verfärbt. Außerdem brechen sie leichter. Auffällig ist ebenfalls, dass sie meist matt sind und leichter zerdrückt werden können. In der Mühle kommt es zu höheren Anteilen von Schmacht- und Ausputzkörnern. Das Tausendkorngewicht und die Fallzahl können deutlich absinken.
Der äußere Eindruck ist bei Futter- und Lebensmitteluntersuchungen jedoch nur ein grober Hinweis, denn Mykotoxine können auch in Körnern stecken, die optisch weitgehend gesund aussehen. Deswegen braucht es Analysen, die das Korn auf Mykotoxine untersuchen.
4) Abgrenzung zu anderen Schadursachen
Tritt Weißährigkeit an Ihren Weizenpflanzen auf, kann das auch andere Ursachen haben, zum Beispiel Frost, Hitzestress oder ein Schädlingsbefall. Typisch für Fusarium sind die rosafarbenen Sporenbeläge und die Kombination von weißen Ähren mit stark befallenem Korn. Eine Ährenfusariose kann allerdings nur durch Laboranalysen (Pilz- oder Toxinnachweis) bestätigt werden.
Fusarium im Weizen: Folgen für Ertrag, Qualität & Vermarktung
Weisen Weizenpflanzen einen Fusariumbefall auf, führt das zu Ertragsverlusten durch taube Ährchen, geringere Kornzahl und niedrigeres Tausendkorngewicht. Aber auch die Qualität der Pflanzen leidet unter der Erkrankung, da befallene Körner Stärke und Proteine verändern. Das beeinflusst:
- Fallzahl
- Sedimentationswert
- Backqualität
- Brau-Eignung
Den hauptsächlichen Schaden nimmt die Pflanze durch die Mykotoxinbelastung. Die Körner können aufgrund hoher DON-Werte nicht mehr als Lebensmittel oder hochwertiges Futter genutzt werden. Im Extremfall kommen die Körner nur noch für eine technische Verwendung infrage oder müssen entsorgt werden.
Tiere dürfen nicht mit DON belasteten Partien gefüttert werden, da es zu Leistungseinbußen und Gesundheitsproblemen kommen kann. Hier sind strenge Grenzwerte in Futtermischungen einzuhalten.
Der Mykotoxinbefall kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr unterschiedlich stark ausfallen. Diese ausgeprägten Jahresschwankungen machen das Fusarium-Management besonders anspruchsvoll.
Vorbeugung & ackerbauliche Maßnahmen gegen Fusarium im Weizen
Damit es gar nicht erst zu einem Fusariumbefall auf Ihrem Feld kommt, können Sie ein paar ackerbauliche Maßnahmen beachten.
1) Fruchtfolge & Vorfruchtgestaltung
Meiden Sie Mais als Vorfrucht, vor allem an Standorten mit bekannter Fusarium-Problematik. Wenn Sie nicht auf Mais verzichten können oder wollen, setzen Sie ihn lieber als Folgefrucht ein. Allgemein hilft es, Getreidefruchtfolgen aufzulockern und Zwischenfrüchte und Blattfrüchte zu integrieren, um die Infektionsquellen zu reduzieren.
2) Stoppel- & Bodenbearbeitung
Es ist wichtig, Mais- und Getreidestoppeln gründlich zu zerkleinern und einzuarbeiten (häckseln, mulchen, tiefes Pflügen). Dies beschleunigt den Abbau der Ernterückstände und reduziert Sporenquellen. Ist der Boden stark von Weizen-Fusarium befallen, kann ein Wechsel von pflugloser zu wendender Bodenarbeit sinnvoll sein. So können belastete Ernterückstände tiefer verlagert werden. Bearbeiten Sie zudem Feldränder und Brachen mit stark befallenem Ausfallgetreide, damit auch hier keine Infektionsquellen übrigbleiben.
3) Sortenwahl & Saatgut
Greifen Sie auf weniger anfällige Weizensorten zurück. Landessortenversuche und amtliche Empfehlungen weisen auf Fusarium-Anfälligkeit hin. Verwenden Sie am besten ausschließlich gesundes und zertifiziertes Saatgut.
4) Bestandesführung (Düngung, Wachstumsregler, Lagervermeidung)
Steuern Sie die Bestandesdichte und N-Düngung so, dass der Bestand standfest bleibt. Vermeiden Sie zudem Nässe, denn Lager erhöht das Fusarium-Risiko, wenn die Ähren in der nassen Schicht liegen. Staunässe und Beregnung direkt zur Blüte erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
Wenn Wachstumsregler sinnvoll und zugelassen sind, können Sie sie verwenden, um Lager zu verhindern und gleichzeitig eine gleichmäßigere Blüte zu erreichen. Dies erleichtert auch eine Fungizidbehandlung.
Direkte Bekämpfung: Fungizid-Einsatz gegen Fusarium im Weizen
Ein gezielter Fungizideinsatz zur Blüte (Ährenschieben/Blühbeginn) kann Ertragsverluste deutlich mindern und DON-Gehalte im Erntegut erheblich senken – das zeigen Versuchsergebnisse.
Behandlungszeitpunkt
Um den richtigen Behandlungszeitpunkt herauszufinden, sollten Sie sich an der Weizenblüte (BBCH 61–65) orientieren. Hier ist die Infektionswahrscheinlichkeit am höchsten. Eine zu frühe oder zu späte Behandlung wirkt deutlich geringer auf den Befall und die Toxinbildung.
Eingesetzte Mittel
Alle Fusarium-wirksamen Fungizide wurden in Versuchen geprüft (zum Beispiel Caramba, Folicur, Pronto Plus). Das Ergebnis zeigt, dass alle DON-Gehalte im Durchschnitt um die Hälfte reduziert werden konnten. Unterschiede zwischen den Präparaten waren meist gering.
Wichtig zu beachten: Fungizide ersetzen ackerbauliche Vorbeugungsmaßnahmen nicht. Passen Sie die Fruchtfolge nicht an und findet keine Stoppelbearbeitung statt, können Fungizide deutlich geringer wirken. Zudem müssen die Zulassungsbedingungen, Auflagen und Anwendungsbestimmungen der eingesetzten Produkte strikt eingehalten werden, ebenso wie Auflagen zu Gewässerbeständen und Bienenschutz.
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