6 Wochen frühlingsfrische Angebote – die BayWa Green Weeks sind da: Jetzt entdecken

Aktionszeitraum

  • Zeitraum BayWa Green Weeks 19.3. - 30.4.2026
  • 6 Woche Knaller-Angebote, super Marken und Hammer-Preise
  • Nur solange der Vorrat reicht
  • Zu den BayWa Green Weeks

BBCH-Weizen-Stadien

Alle Entwicklungsphasen von Keimung bis Reife

Weizen durchläuft während der Vegetationsperiode bestimmte Entwicklungsphasen, die in der BBCH-Skala beschrieben werden. Somit bietet die Skala landwirtschaftlichen Betrieben ein einheitliches, praxisbewährtes System zur sicheren Bestimmung der Weizenentwicklung. Die BBCH-Skala gilt dabei sowohl für die Entwicklungsstadien des Winterweizens als auch für die des Sommerweizens. Die zeitliche Einordnung der einzelnen BBCH-Stadien variiert allerdings je nach Anbauform deutlich.

Während sich die Entwicklung beim Winterweizen über Herbst, Winterruhe und Frühjahr erstreckt, durchläuft Sommerweizen alle Stadien innerhalb einer Vegetationsperiode im Frühjahr und Sommer. Für Landwirte ist es wichtig zu wissen, in welchem Stadium sich der Weizen aktuell befindet und was das konkret für Düngung, Pflanzenschutz oder Wachstumsregler bedeutet. Wir erläutern Ihnen die unterschiedlichen Stufen der BBCH-Skala des Weizens, woran man sie jeweils erkennt und was sie bedeuten.

Inhaltsverzeichnis

Unser Service für Sie rund um das Thema Weizen

Wenn Sie Fragen zum Thema Weizen haben, helfen Ihnen unsere Pflanzenbauberater und Außendienstmitarbeiter der BayWa gern weiter. Ob BBCH- beziehungsweise Entwicklungsstadien des Weizens, die Düngung oder der Pflanzenschutz – wir haben die Antworten, die Sie suchen.

Kontaktieren Sie uns ganz einfach per E-Mail oder Kontaktformular. Alternativ können Sie uns gern an einem unserer BayWa-Standorte besuchen. Als Agrarhandelspartner stehen wir Ihnen auch bei der Vermarktung Ihrer Erzeugnisse unterstützend zur Seite.

Was ist die Weizen-BBCH-Skala?

Die BBCH-Skala, auch EC-Skala genannt, ist ein standardisiertes System, das die Wachstumsstadien des Weizens beschreibt. Die verschiedenen EC-Stadien des Weizens ordnen die Pflanzenentwicklung von der Keimung bis zur Abreife eindeutig ein. Jedem Stadium ist ein numerischer Code zugewiesen. Dadurch können die Entwicklungsstadien präzise und vergleichbar benannt werden. Die BBCH-Skala kommt als international anerkanntes Referenzsystem in Landwirtschaft, Forschung und Pflanzenschutz zum Einsatz.

Die BBCH-Stadien des Weizens im Überblick

Entwicklungsstadien BBCH-Stadium Zeitraum Winterweizen Zeitraum Sommerweizen
0 Keimung 00–09 September/Oktober März/April
1 Blattentwicklung 10–19 März April/Mai
2 Bestockung 20–29 März/April April/Mai
3 Schossen 30–39 April/Mai Mai/Juni
4 Ährenschwellen 40–49 Mai Juni
5 Ährenschieben 50–59 Mai/Anfang Juni Juni/Anfang Juli
6 Blüte 60–69 Ende Mai/Juni Juni/Juli
7 Fruchtbildung 70–79 Juni/Juli Juli
8 Reife 80–89 Juli/August August/September
9 Absterben 90–99 Juli/August August/September

 

BBCH-Stadien Weizen

BBCH-Weizen-Stadium 0: Keimung

In Stadium 0 beginnt der Entwicklungszyklus des Weizens mit der Keimung. Ist der Boden ausreichend feucht, nimmt das Weizenkorn Wasser auf (Imbibition), wodurch der Stoffwechsel aktiviert wird. Nach einiger Zeit wird die Keimwurzel sichtbar und tritt aus dem Korn aus. Die Wurzelverankerung beginnt. Über die Wurzel fängt die Pflanze an, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Die Koleoptile (Keimscheide) schützt die Sprossachse und wächst nach oben, bis sie die Bodenoberfläche durchstößt. Es folgt der Übergang zur Blattentwicklung.

In Stadium 0 ist die Weizenpflanze hochempfindlich gegenüber Staunässe, Trockenheit, Bodenverdichtung und Sauerstoffmangel. In der Praxis sind noch keine Düngung oder Pflanzenschutzmaßnahmen im klassischen Sinne nötig. Der Fokus sollte vielmehr auf der korrekten Aussaat, den optimalen Bodenbedingungen und dem Schutz vor Vogelfraß und Verschlämmung liegen.

Beim Winterweizen findet die Keimung in der Regel im Herbst statt, meist zwischen September und Oktober, abhängig von Saattermin und Witterung. Beim Sommerweizen erfolgt die Keimung nach der Frühjahrsaussaat, häufig zwischen März und April.

BBCH-Weizen-Stadium 1: Blattentwicklung

Nach dem Auflaufen (BBCH 09) beginnt der Übergang von der Keimung zur Blattentwicklung oberhalb der Erdoberfläche. Als Erstes tritt eine Blattspitze aus der Koleoptile aus, wodurch die aktive Fotosynthese beginnt. Nach und nach bilden sich nacheinander immer mehr Blätter.

Das Wurzelwachstum schreitet parallel voran. In Stadium 1 ist die Weizenpflanze anfällig gegenüber Frost, Staunässe und Sauerstoffmangel. Stress in diesem Stadium kann die Blattzahl reduzieren und das Potenzial zur Bildung von Nebentrieben begrenzen.

Die Blattzahl der Pflanze ist von großer Bedeutung, weil sie die spätere Bestockungsleistung und auch das Ertragspotenzial beeinflusst. Daher ist es wichtig, eine erste Bestandskontrolle zum Vegetationsbeginn in Stadium 1 durchzuführen. Dabei sollten die Auflaufgleichmäßigkeit, die Pflanzendichte und das Auftreten von Schädlings- oder Frostschäden beurteilt werden. Ab BBCH 12–13 können bereits erste Maßnahmen wie der Einsatz von Herbiziden eingeleitet werden.

Die Blattentwicklung des Winterweizens beginnt im Herbst und setzt sich nach der Winterruhe im Frühjahr fort, meist ab März. Beim Sommerweizen schließt sich die Blattentwicklung unmittelbar an die Keimung an und liegt überwiegend im Zeitraum April bis Mai.

BBCH-Weizen-Stadium 2: Bestockung

Stadium 2 beschreibt die Bestockung des Weizens und somit die Seitentriebbildung. In der Regel wachsen mehrere Triebe aus dem Grundtrieb nahe der Bodenoberfläche. Es entstehen Halme, die später potenziell Ähren tragen können und somit für den Ertrag wichtig sind. Doch nicht jeder Trieb wird später ertragswirksam, die Pflanze reguliert die Triebzahl teilweise selbst. Die Triebe sind stark abhängig von Licht, Stickstoffversorgung, Temperatur und Wasserverfügbarkeit.

Folgende Faktoren beeinflussen die Bestockung:

  • Saattermin: frühe Saat = stärkere Bestockung
  • Bestandsdichte: dünne Bestände bestocken stärker
  • Stickstoffangebot: mehr Stickstoff fördert die Triebanzahl
  • Witterung: milde Temperaturen begünstigen die Bestockung

In Stadium 2 gibt es jedoch auch Risiken und Stressfaktoren, die das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen können. Dazu zählen Trockenheit und Staunässe, Frost und auch eine zu starke Bestockung, weil dadurch der Krankheitsdruck erhöht wird und es zu Lagergefahr kommen kann.

Winterweizen bestockt häufig bereits im Herbst und setzt die Bestockung im Frühjahr fort, typischerweise zwischen März und April. Sommerweizen durchläuft die Bestockung in einem deutlich kürzeren Zeitfenster, meist zwischen April und Mai.

BBCH-Weizen-Stadium 3: Schossen (Haupttrieb)

Mit Stadium 3 beginnt die Schossphase beziehungsweise Halmstreckung und somit der Übergang von der vegetativen zur generativen Phase, der Phase der Blütenbildung. Der Schossbeginn ist daran zu erkennen, dass sich der Vegetationskegel vom Boden abhebt und die Halmabschnitte (Internodien) anfangen, sich zu strecken. Die Halme wachsen jetzt rasch in die Höhe.

Zu Beginn von Stadium 3 (BBCH 30 Weizen) ist noch kein Knoten tastbar. Im Verlauf des Stadiums bilden sich ein, zwei und mehr Knoten (BBCH 31 und BBCH 32 Weizen), die durch Aufschneiden oder Abtasten zu erkennen sind. Die Weizenpflanze braucht nun viel Wasser, Stickstoff und Assimilaten – energiereiche organische Stoffe wie Zucker und Stärke, die die Pflanze durch Fotosynthese in den Blättern produziert.

Ist das Stadium BBCH 39 des Weizens erreicht, ist das Fahnenblatt voll entwickelt. Warme Temperaturen beschleunigen das Schossen des Weizens. Eine hohe Stickstoffversorgung fördert das Längenwachstum. Ist die Pflanze jedoch zu viel Trockenheit oder Spätfrost ausgesetzt, können sie die Streckung begrenzen. Schäden wirken sich direkt auf die Ährenentwicklung, die Kornzahl pro Ähre und die spätere Standfestigkeit aus. Stadium 3 ist das ideale Zeitfenster, um Wachstumsregler einzusetzen, gezielt Stickstoff zu steuern und je nach Befallslage erste Fungizide zu verwenden.

Das Schossen des Winterweizens beginnt in der Regel im Frühjahr, häufig im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai. Beim Sommerweizen setzt das Schossen später ein und liegt meist zwischen Mai und Juni, abhängig von Aussaattermin und Temperaturverlauf.

BBCH-Weizen-Stadium 4: Ährenschwellen

Als Nächstes beginnt die sichtbare generative Phase. Zunächst ist nur das Fahnenblatt sichtbar. Die Blattscheide beginnt sich zu dehnen, bis sie maximal geschwollen ist und die Weizenähre kurz vor dem Austritt steht. Die Weizenpflanze wächst jetzt kaum noch in die Länge, der Fokus liegt vielmehr auf der Organentwicklung.

Assimilate werden nun überwiegend in das Fahnenblatt und die Ähre verlagert. Das Fahnenblatt wird zum wichtigsten Fotosyntheseorgan für den späteren Kornertrag. Warme Temperaturen mit viel Sonneneinstrahlung und eine ausreichende Wasser- und Stickstoffversorgung sorgen für eine gesunde, ertragreiche Ähre.

Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze und mechanische Schäden können die Kornzahl pro Ähre reduzieren und Blütenanlagen schädigen. Krankheiten an Fahnenblatt oder Blattscheide wirken sich direkt ertragsmindernd aus. Nimmt die Pflanze jetzt Schäden, sind sie später kaum noch kompensierbar.

Auch jetzt ist noch ein guter Zeitpunkt, um Fungizide gezielt einzusetzen (Fahnenblattschutz). Ebenso können noch letzte wachstumsregulierende Maßnahmen stattfinden. Das Ährenschwellen tritt beim Winterweizen meist im späten Frühjahr auf, häufig im Mai. Beim Sommerweizen verschiebt sich dieses Stadium in der Regel in den Juni.

BBCH-Weizen-Stadium 5: Ährenschieben

Nachdem sich die Ähre entwickelt hat, wird sie langsam sichtbar. Es kommt zum Ährenschieben des Weizens (BBCH 51 Weizen). Zuerst ist nur die Ährenspitze zu sehen. Die Ähre schiebt sich mit der Zeit immer weiter aus der Blattscheide, bis sie vollständig geschoben und die Blattscheide komplett offen ist. Die Pflanze erreicht somit nahezu ihre Endhöhe.

In Stadium BBCH 59 des Weizens kommt das Ährenschieben zum Ende. Warme Witterung beschleunigt das Ährenschieben, wohingegen Trockenheit, zu starke Hitze, starker Wind und Regen den Prozess negativ beeinflussen können.

Es ist wichtig, dass die Ähre und das Fahnenblatt gesund bleiben, denn Schäden und Krankheiten wirken sich maßgeblich auf Kornzahl und spätere Kornfüllung aus. Es ist ratsam, in Stadium 5 eine letzte Bestandsbeurteilung vor der Blüte durchzuführen. Wenn nötig, können nun auch nochmal gezielte Fungizidmaßnahmen ergriffen werden.

Beim Winterweizen erfolgt das Ährenschieben üblicherweise im Mai bis Anfang Juni. Sommerweizen erreicht dieses Stadium meist im Juni, teils auch erst Anfang Juli.

BBCH-Weizen-Stadium 6: Blüte

Mit Stadium 6 (Mikrostadium BBCH 61 Weizen) beginnt die Blühphase (Anthese). Die Blüte des Weizens beginnt meist in der Ährenmitte und verläuft nach oben und unten. Von außen sieht man die Blüte allerdings kaum, sie öffnet sich nur für kurze Zeit.

Staubbeutel, die im Inneren der einzelnen Weizenblüten sitzen, geben Pollen frei, die meist direkt auf die Narbe derselben Blüte gelangen. So kommt es zur Selbstbestäubung und Befruchtung der Eizelle. Jede erfolgreiche Befruchtung führt zur Anlage eines Korns.

Störfaktoren wie Trockenheit oder Hitze können die Kornzahl und den Ertrag negativ beeinflussen. Die Blütezeit ist eine der empfindlichsten Entwicklungsphasen des Weizens. Stress kann zu unvollständiger Befruchtung, geringerer Kornzahl und somit zu Ertragsverlust führen.

Außerdem besteht in Stadium 6 ein höheres Risiko für Krankheiten, denn die Weizenblüten sind geöffnet, wodurch Krankheitserreger leichter in die Ähre eindringen können. Zugleich begünstigen feuchte, warme Witterungsbedingungen die Ausbreitung von Pilzen wie Fusarium. Schäden in diesem Stadium sind nicht mehr kompensierbar.

Die Blüte des Winterweizens liegt häufig im Zeitraum Ende Mai bis Juni. Beim Sommerweizen findet die Blüte in der Regel später statt, meist zwischen Juni und Juli. Ist Stadium BBCH 69 des Weizens erreicht, kommt die Blüte zum Ende.

BBCH-Weizen-Stadium 7: Fruchtbildung

Unmittelbar nach der Befruchtung der Blüten entwickeln sich die Körner. Die Ähre ist nun vollständig ausgebildet. Empfindet die Pflanze Stress, beispielsweise durch Trockenheit, Hitze oder aufgrund von Blattkrankheiten, kann es zu kleineren Körnern und Ertragsverlusten kommen.

Stadium 7 entscheidet somit über Korngewicht, Ertragsniveau sowie Back- und Futterqualität des Korns. Der Fokus sollte in dieser Phase darauf liegen, die Blattgesundheit zu erhalten und die Pflanzen mit genügend Wasser zu versorgen.

Die Fruchtbildung schließt sich beim Winterweizen meist im Juni an die Blüte an und reicht bis in den Juli. Beim Sommerweizen liegt dieser Zeitraum überwiegend im Juli.

BBCH-Weizen-Stadium 8: Reife

Die Reife schließt direkt an die Fruchtbildung an und umfasst die Teigreife bis zur Vollreife des Weizenkorns. Zunächst ist das Korn wässrig, der Inhalt klar. Daraus entwickelt sich ein milchiger Korninhalt, der zum Ende der Milchreife teigig wird. Es findet ein starker Wasserentzug aus dem Korn statt.

Am Ende der Teigreife ist das Korn voll gereift, hart und trocken. Halm und Blätter vergilben und vertrocknen, die Pflanze verliert ihre grüne Farbe vollständig. Wie schnell die Abreife stattfindet, hängt von Temperatur und Witterung ab. Je trockener und wärmer es ist, desto schneller schreitet die Reife voran. Feuchte Witterung hingegen verzögert den Prozess.

In Stadium 8 ist der Ertrag mengenmäßig endgültig festgelegt. Pflanzenbauliche Eingriffe sind jetzt nicht mehr sinnvoll. Die Qualität der Ernte kann sich allerdings noch verschlechtern, zum Beispiel durch Pilzbefall. Es empfiehlt sich nun, den optimalen Erntezeitpunkt festzulegen, um das meiste aus der Ernte herauszuholen. Die Ernte sollte bei physiologischer Reife und guter Abtrocknung des Weizens stattfinden.

Die Reifephase des Winterweizens beginnt häufig im Juli und reicht bis in den August. Sommerweizen erreicht die Reife in der Regel später, meist zwischen August und September.

BBCH-Weizen-Stadium 9: Absterben

Nach der Vollreife ist der Entwicklungszyklus der Weizenpflanze abgeschlossen und sie hat ihre Lebensfunktionen weitgehend eingestellt. Halm und Blätter sind nun strohgelb bis braun. Der Stoffwechsel ist vollständig eingestellt. Es findet kein Wasser- und Nährstofftransport mehr statt. Das Korn befindet sich im Ruhestadium, pflanzliche Zellen sterben ab.

Mit BBCH 99 endet der Vegetationszyklus des Weizens. Der Ertrag ist in diesem Stadium endgültig fixiert, die Qualität der Ernte kann sich jetzt nur noch verschlechtern, nicht mehr verbessern. Eine schnelle und termingerechte Ernte schützt die Marktqualität. Die Ernte erfolgt üblicherweise zwischen BBCH 89 (Vollreife) und BBCH 92/93 (Druschreife). Spätere Stadien bis BBCH 99 kennzeichnen das vollständige Absterben der Pflanze und werden nur bei verzögerter Ernte erreicht.

Der Übergang in den Erntezustand sowie das Absterben der Pflanze erfolgen beim Winterweizen meist im Juli bis August, beim Sommerweizen überwiegend im August bis September.

Merkmale & Besonderheiten der BBCH-Weizen-Skala

Die BBCH-Skala weist beim Weizen spezifische Merkmale und Besonderheiten auf:

  • Makro- und Mikrostadien: Die Skala teilt die Entwicklung des Weizens in 10 Hauptphasen (Makrostadien, erste Ziffer, zum Beispiel 2 = Bestockung) ein. Innerhalb der Hauptphasen gibt es feine Unterteilungen (Mikrostadien, zweite Ziffer, zum Beispiel 1 = 1. Bestockungstrieb sichtbar entwickelt).
  • Fokus auf Knoten und Blätter: Die Position des ersten und zweiten Knotens wird zur Bestimmung von Stadien wie BBCH 31 und BBCH 32 genutzt.
  • Standardisierung: Die Skala weist einen allgemeinen Code für Blüte oder Reife auf, der auch auf andere Getreidearten angewendet werden kann. Dadurch fällt es leichter, Vergleiche zu ziehen.
  • Einordnung aufgrund morphologischer Merkmale: Gut sichtbare Merkmale wie die Blattentwicklung, Triebbildung und die Ähren-/Fruchtentwicklung helfen dabei, das jeweilige Stadium zu bestimmen.
  • Praxisanwendung: Dank der BBCH-Skala können Maßnahmen wie die Gabe von Wachstumsreglern oder Pflanzenschutzmitteln präzise geplant werden.

Warum die BBCH-Stadien im Betrieb entscheidend sind

Die BBCH-Stadien stellen für Landwirte eine verlässliche Grundlage dar, um passende, wirtschaftliche und rechtssichere Entscheidungen im Anbau von Getreidepflanzen und anderen Kulturpflanzen zu treffen:

  • Richtiger Zeitpunkt für Maßnahmen: Maßnahmen wie Düngung, Pflanzenschutz und Wachstumsregler wirken nur in bestimmten Entwicklungsphasen der Pflanze. Anstatt sich auf unsichere Kalenderdaten zu verlassen, bietet die BBCH-Skala eine pflanzenbasierte Orientierung.
  • Ertragssicherung: Wichtige Ertragsfaktoren wie die Ährendichte, die Kornzahl und das Korngewicht werden in BBCH-Phasen festgelegt.
  • Qualitätsmanagement: Orientieren sich Landwirte an den Stadien der BBCH-Skala, kann die Wahrscheinlichkeit für eine gewisse Qualität der Pflanze erhöht werden.
  • Rechtssicherheit: Häufig dürfen Pflanzenschutzmittel nur in bestimmten BBCH-Fenstern verwendet werden. Die exakte Stadienbestimmung schützt somit vor Anwendungsfehlern und Sanktionen.
  • Kostenkontrolle: Wenn Maßnahmen außerhalb des optimalen BBCH-Stadiums durchgeführt werden, wirken sie oft weniger oder gar nicht. Die BBCH-Skala hilft somit, dass Betriebsmittel zielgerichtet und effizient eingesetzt werden.
  • Risikomanagement: Durch die BBCH-Skala lassen sich Risiken und Stressfaktoren wie Witterung, Lagergefahr oder Krankheitsdruck besser einschätzen. Außerdem können so Strategien und Maßnahmen frühzeitig angepasst werden.

Kontakt Getreide

Sie haben Fragen zum Thema Getreide? Dann nutzen Sie doch einfach unser Anfrageformular. Schildern Sie uns Ihr Anliegen so detailliert wie möglich, damit wir Ihre Anfrage gleich an die richtige Stelle weiterleiten können.

mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder

Optional