Weidezaun & Elektrozaun ({{ results }} Treffer)

Auf dieser Seite finden Sie viele Artikel rund um das Thema "Weidezaun". Von Breitbändern, Litzen und Drähten, über Isolatoren und Pfähle, bis hin zu Weidezaungeräten. Dabei ist unser Sortiment breit gefächert und eignet sich für viele Tiere, wie Geflügel, Schafe oder Pfe... rde.

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Weidezäune im BayWa Portal für die Landwirtschaft

Ein Elektro-Weidezaun beruht im Gegensatz zu anderen Zäunen auf dem Respekt der Tiere vor dem Stromschlag den sie beim Berühren des Zaundrahts erhalten (psychologische Sperre). Wenn das Tier den Draht berührt, wird der Stromkreis geschlossen, der elektrische Strom fließt durch das Tier und die Erde zurück zum Gerät. Das Tier erhält nun einen unangenehmen, aber ungefährlichen Stromschlag und weicht zurück. Das funktioniert jedoch nur zuverlässig, wenn die Erdung fachgerecht installiert wurde. Hierzu sollten je nach Weidezaunlänge mindestens einer, besser jedoch mehrere verzinkte Metallpfähle mindestens 75 cm tief in den feuchten Boden getrieben werden. Die Anzahl der Erdungsstäbe richtet sich nach der Schlagstärke des Weidezaungerätes, hierbei sollten Sie auf die Angaben des Herstellers achten.

Das benötigen Sie zum Bau eines elektrischen Weidezauns:

  • Weidezaungerät (9 V-Batteriegerät, 12 V-Akkugerät oder Netzanschluss 230 V)
  • Leitermaterial (Bänder, Litzen, Drähte, Netze usw.)
  • Isolatoren
  • Pfähle (Kunststoff, Holz, Glasfiber usw.)
  • Erdungsstäbe

9 V-Weidezaungeräte

9 V-Weidezaungeräte sind für kurze und mobile Zaunanlagen mit keinem oder nur leichtem Bewuchs geeignet, besonders dann, wenn kein 230 V-Netzanschluss zur Verfügung steht. Sie sind leicht, handlich und flexibel einsetzbar. Bei langhaarigen Tieren und längeren Zäunen ist ein stärkeres Gerät sinnvoll. Zum Teil ist auch ein Betrieb mit Solarmodulen oder 12 V-Akku möglich und erspart somit den Austausch der Batterie. Mit einer Trockenbatterie können Sie bei einem kurzen Zaun eine Hütedauer von mehreren Monaten bis hin zu einer ganzen Saison erreichen. Je nach Gerät ist das eine maximale Entladungsenergie von ca. 0,16 bis 0,50 Joule.

12 V-Weidezaungeräte

12 V-Weidezaungeräte sind die optimale Lösung für größere Tiere, lange Zäune, starken Bewuchs, bzw. wenn kein 230 V-Netzanschluss zur Verfügung steht. Als Stromquelle werden wiederaufladbare 12 V-Nassakkus, zum Teil in Kombination mit Solarmodulen, verwendet. Wenn Sie das Weidezaungerät mit der passenden Kapazität gewählt haben, müssen Sie ca. alle 8 – 14 Tage mit einem möglichst hochwertigen Automatik-Ladegerät nachladen. Eine Starterbatterie aus Fahrzeugen ist hier nicht gut geeignet, da deren Zellenaufbau nicht für permanente Belastung ausgelegt ist. Eine gute Ergänzung sind Solarmodule, die den Ladezyklus erheblich verlängern können. Mit 12 V-Geräten erreichen Sie eine maximale Entladungsenergie von ca. 1 – 3,5 Joule.

230 V-Weidezaungeräte

230 V-Weidezaungeräte haben eine unbegrenzte Hütedauer und sollten erste Wahl sein, wenn Ihnen im Umkreis von ca. 100 m ein 230 V-Anschluss zur Verfügung steht. Der geeignete Installationsort ist an einer Gebäudeaußenwand oder unter einem Vordach in der Nähe einer Steckdose. Von hier bis zum Zaun können Sie bei einer normalen kleinen Weide ein Elektrokabel verlegen. Bei größeren Reichweiten und langen Zäunen benötigen Sie jedoch ein spezielles Hochspannungs-Untergrundkabel. Installieren Sie die Erdung etwas vom Gebäude entfernt, an einer Stelle wo das Erdreich das ganze Jahr über ausreichend feucht ist. Netzgeräte sind in allen Leistungsklassen verfügbar, auch in Kombination mit einem 12 V-Anschlusskabel, um das Gerät auch Standortunabhängig betreiben zu können. Ein Netzgerät erreicht bis zu 15 Joule Entladungsenergie und ist somit auch für starken Bewuchs, extrem lange Zäune und große, langhaarige Tiere geeignet.

Leitermaterial

Wählen Sie gut leitfähiges Leitermaterial aus. Der Widerstand sollte weniger als 1 Ohm/Meter betragen. Nicht knoten! Für jeden Leiter gibt es spezielle Verbinder, auch am Torgriff und Torisolator. Dickverzinkter Stahldraht ist für Festzäune die erste Wahl. Die großen Vorteile hierbei sind eine sehr gute Leitfähigkeit, das leichte Verlegen und die optimale Stromabgabe bei Tierberührung. Weidezaunbänder werden besonders für Pferdekoppeln eingesetzt, da dadurch zusätzlich eine optische Barriere entsteht, besonders, wenn Sie Breitbänder mit 40 mm verwenden. Bei Bändern und Seilen ist auch die Verletzungsgefahr der Tiere am geringsten. Wichtig ist, dass die Bänder immer gespannt sind und nicht durchhängen. Weidezaunseile kommen dort zum Einsatz wo stärkere Witterungseinflüsse z.B. Wind herrschen. Auch im Winter bei Schnee haben sich Seile unempfindlicher gezeigt. Sie sind einfacher zu installieren, bieten jedoch eine geringere Sichtbarkeit als Bänder.

Weidezaunlitzen eignen sich für die Rinder-, Schafhaltung und zur Wildabwehr. Sie sind am einfachsten zu verlegen und am wenigsten anfällig für Witterungseinflüsse. Allerdings bieten Litzen nur geringe optische Barrieren und werden von Tieren, insbesondere Pferden, oftmals schlecht als klare Grenze erkannt.

Isolatoren

Isolatoren trennen den stromführenden Draht vom Pfahl bzw. vom Erdreich. Bei hohen Spannungen ist es wichtig, dass Funkenübersprünge vom Zaundraht zum Pfosten vermieden werden und gleichzeitig Kriechströme durch Feuchtigkeit und Schmutzablagerungen gering bleiben. Für die meisten Isolatoren gilt: Je größer der Isolator, desto besser die Isoliereigenschaften. Nur so wird verhindert, dass ein Teil der Energie schon über die Isolatoren abgeleitet wird. Es wird unterschieden zwischen Isolatoren mit Metallgewinde zum Eindrehen, Breitbandisolatoren zum Annageln bzw. Schraub- oder Stecksystemen, die an den passenden Pfahl geklemmt werden. Die Wahl der Isolatoren ist von den Pfählen abhängig. Für sichere und langlebige Zaunanlagen müssen verschiedene Isolatoren verbaut werden: Zug- oder Eckisolator für Zaunanfang und -ende sowie Richtungsänderungen, Streckenisolatoren für die Zaunlinie. Nur so sind ein geringer Wartungsaufwand und eine hohe Sicherheit gewährleistet.

Zaunpfähle

Zaunpfähle gibt es in unzähligen Varianten für Festzäune und mobile Zaunanlagen. Die Eckpfosten sind dabei immer hohen Zugkräften ausgesetzt, daher müssen sie immer besonders massiv ausgeführt werden. Eine Absteifung in Zugrichtung ist erforderlich. Alternativ kann auch ein 10 cm unter dem Erdboden in Zugrichtung angebrachter Querbalken von 1 m Länge verwendet werden. Nur so ist eine robuste, sichere Zaunkonstruktion garantiert. Als Streckenpfähle eignen sich alle Arten von Kunststoff-, Metall- und Recyclingpfählen, da diese keinen Zugbelastungen ausgesetzt sind und nur das Leitermaterial halten müssen. Recyclingpfähle, egal mit welchem Durchmesser, eignen sich nicht als Eck-/Torpfähle, da Recyclingmaterial im Sommer sehr warm wird und unter Zug die Steifigkeit verliert. Die Höhe der Zäune und die Anzahl der Einzeldrähte richtet sich nach der Tierart die eingezäunt bzw. ausgezäunt werden soll, z.B. Abwehr gegen Wildschweine. Bei Milchkühen z.B. genügen 2 Litzen in 60 und 90 cm Höhe, für Pferde sind 3 Zaun-bänder in ca. 50, 95 und 140 cm Höhe erforderlich. Mit elektrifizierten Schaf-, Hüte- oder Wildabwehrnetzen lassen sich schnell und einfach Zaunanlagen errichten und versetzten. Robuste Fiberglasstäbe, in der Regel mit Stahldoppelspitzen, werden im Abstand von ca. 3,50 m in das Erreich getreten.

Tipps für den Zaunbau

Jeder Benutzer von Elektrozaunanlagen ist gesetzlich verpflichtet, die Zaunanlage täglich zu kontrollieren. Die Mindestspannung von 2.000 Volt muss dabei an jeder Stelle des Zauns messbar sein, eine regelmäßige Überprüfung mit einem Zaunprüfer ist hier unerlässlich. Für Schäden, die aus Weiden ausgebrochene Tiere verursachen, haftet der Tierhalter. Aus Sicherheitsgründen sind Sie verpflichtet, beidseitig bedruckte Warnschilder in regelmäßigen Abständen am Elektrozaun anzubringen.

Ganz wichtig beim Weidezaun sind Anzahl und Tiefe der Erdungsstäbe. Dabei gilt: je mehr und je tiefer, desto besser. Sie sollten möglichst an feuchten Stellen in den Boden getrieben werden. Starker Pflanzenbewuchs kann schnell dazu führen, dass der Elektrozaun nicht mehr hütesicher ist. Deshalb empfiehlt es sich, den Zaun regelmäßig freizuschneiden. Alle Zaunanschlusskabel, Kupplungen und Verbinder müssen fest mit den Stromführenden Teilen verbunden sein. Lose Klemmen sind häufig die Ursache für große Übergangswiederstände, wodurch es zu Leistungsverlusten kommt.

Auf dieser Abbildung sehen Sie, in welcher Höhe und wie viele Drähte Sie für die verschiedenen Tiere anbringen müssen. Und nach den ausführlichen Informationen wünschen wir Ihnen gutes Gelingen mit Ihrer Weidezaunhaltung! Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns Montag bis Samstag (8:00 - 20:00 Uhr) kostenfrei erreichen unter 0800/832 72 78.